Alexander Zemlinsky
23. Psalm | op. 14 | für gemischten Chor und Orchester - Werkeinführung
Der 23. Psalm entstand in einer Zeit, in der sich Alexander Zemlinsky bereits als Dirigent erfolgreich durchgesetzt hatte. Daher rührt wohl das Frohlocken, das Jauchzen dieser Musik, die das Vertrauen des Komponisten in Gott als gutem Hirten zum Ausdruck bringt. Dieser positiven Stimmung entspricht auch der Klang, der eher im hohen Register angesiedelt ist: die Soprane herrschen vor, die Tenöre tragen Ihre Klänge gelegentlich bei, die Alte und die Bässe bleiben im Hintergrund. Das idyllische Naturbild im Text wird in der Musik durch die Harfen, die Celesta und das Schlagzeug untermalt. Der 23. Psalm ist schlicht und fröhlich – das Werk eines Musikers, der seiner Zukunft hoffnungsvoll entgegensah.



