14.10.1871—15.03.1942
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Alexander Zemlinsky
Sinfonietta | op. 23 | für Orchester - Werkeinführung
Die Komposition des etwa 22-minütigen Orchesterwerks wurde von der Universal Edition angeregt: Alexander Zemlinsky sollte ein Stück ohne Solisten schreiben, das sich leicht promoten ließ.
Es erlebte dann tatsächlich eine vielversprechende Reihe von erfolgreichen Aufführungen, auch in New York unter Mitropoulos – allerdings war der Komponist schon zu krank, um dem Konzert beiwohnen zu können. Die Musik der Sinfonietta ist an der Grenze zwischen Mahlerscher Spätromantik und einer linearen Sachlichkeit, wobei der zweite Satz, eine Ballade, am ehesten mit Mahlers Geist verwandt ist. So kann Wiener Musik klingen, die nicht Schönbergs Weg eingeschlagen hat. Zemlinsky-Kenner entdecken auch Eigenzitate, etwa aus dem 2. Streichquartett, dem 6. Maeterlinck-Gesang oder der Oper Der Kreidekreis.



