14.10.1871—15.03.1942
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Alexander Zemlinsky
83. Psalm | für gemischten Chor und Orchester - Werkeinführung
Der Tod seines Vaters 1900 lenkte die Aufmerksamkeit des 29-jährigen Komponisten auf die klagenden Worte des 83. Psalms, der als Träger seiner Trauer und seiner Auflehnung gegen das Schicksal fungiert. Er komponierte eine spätromantische Musik für gemischten Chor, aus dem gelegentlich vier Solisten hervortreten, und ein großes Orchester. Die Partitur, die in manchen Wendungen an Mahler erinnert, hört sich eher als Jubel denn als Trauer an, nimmt an einigen Stellen Heinrich Kaminskis Magnificat vorweg. Alexander Zemlinsky erlebte die Uraufführung nicht, sie fand erst 1987 statt.



