21.10.1885—09.11.1974
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Egon Wellesz
Alkestis | Drama in 1 Aufzug | op. 35 - Werkeinführung
Admet, Gemahl der Alkestis, soll sterben. Aber er kann sich vom Tode loskaufen, wenn jemand freiwillig das Todesopfer auf sich nimmt. Keiner unter den vielen Freunden, keiner unter den Dienenden findet sich, der greise Vater lehnt ab. Da erklärt sich Alkestis bereit, für ihren Gemahl, den König zu sterben. (...) Nach dem Todeszeremoniell kommt Herakles auf einer seiner Fahrten des Weges, um bei Admet Einkehr zu halten. Dieser in tiefster Trauer, entbietet dem Herakles Gruß...(...) Während Alkestis zur Ruhe bestattet werden soll, wird für Herakles ein Fest gerichtet. Und während draußen der Leichenzug sich ordnet, erschallt aus der Königshalle der Lärm und das Lachen der Feiernden. Durch die Traurigkeit eines alten Dieners stutzig geworden, erkundigt sich Herakles und erfährt, dass des Hauses Herrin die Tote ist. Gerührt durch die heroische Überwindung des Admet, seinen Schmerz vor dem Gastfreund zu verbergen, beschließt er, Alkestis dem Tode zu entreißen und sie Admet wieder zuzuführen. (...) Doch vermag keiner zu glauben, dass die Tiefverschleierte (...) wirklich die vermeintlich Tote ist. (...) Mit einer Jubelhymne des Dankes an Herakles schließt das Drama. (...)
Egon Wellesz