15.09.1890—21.11.1974
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Frank Martin
6 Monologe aus Jedermann | für Bariton oder Alt und Orchester - Werkeinführung
In seinen Kommentaren zu den Sechs Monologen aus Jedermann schildert Frank Martin, wie er auf der Suche nach einem Text, den er für den Bariton Max Christmann vertonen könnte, auf Hofmannsthals Theaterstück Jedermann stieß. Zunächst hatte er vor, eine Oper daraus zu machen, dann wählte er sechs Monologe aus, die er 1943 für Stimme und Klavier vertonte. 1949 erfolgte die Orchestrierung. Martin beabsichtigte, mit seiner Musik einen psychologischen Prozess auszudrücken, vom Schrecken vor dem Tod bis zum Gebet, in dem der reiche junge Mann seine Sünden bereut und den Himmel um Vergebung bittet. Im 6. Monolog begreift er, dass ihm sein Glaube und seine Reue die Gnade Gottes erwirken und sich das Tor des Himmels für ihn öffnen wird.


