Georg Friedrich Haas
*16.08.1953

Aktuelles

  • Georg Friedrich Haas
    Haas: Neues a cappella Stück
    Haas: Neues a cappella Stück
    Am 17. März präsentiert der Chor des Bayerischen Rundfunks (Leitung: Rupert Huber) die neue Kompos [...]
  • Georg Friedrich Haas
    Haas: Neues Werk für Stimmen
    Haas: Neues Werk für Stimmen
    Mlake / Laaken heißt der dritte Teil aus Georg Friedrich Haas’ Stück SCHWEIGEN, das für das Pro [...]
  • Salzburger Festspiele
    Salzburger Festspiele 2011
    Salzburger Festspiele 2011
    Gustav Mahler, der musikalische Jahresregent, steht auch im Zentrum des Konzertprogramms der Salzbur [...]
  • Georg Friedrich Haas
    Haas’ Oper Nacht erstmals in Luzern
    Haas’ Oper Nacht erstmals in Luzern
    Jürg Henneberger dirigiert am 16. Sep. Haas' Kammeroper Nacht erstmals in Luzern. Es spielt das Ens [...]
  • Georg Friedrich Haas
    Haas: Neues Streichquartett
    Haas: Neues Streichquartett
    In seinem 7. Streichquartett kombiniert Georg Friedrich Haas das Streichquartett mit Live-Elektronik [...]
  • Georg Friedrich Haas
    Haas: Neues Werk für Kammerorchester
    Haas: Neues Werk für Kammerorchester
    Am 4. Juni wird Georg Friedrich Haas’ neues Stück für Kammerorchester "chants oubliés" uraufgef [...]
  • Georg Friedrich Haas
    Haas: Neues Streichquartett
    Haas: Neues Streichquartett
    Das Hagen Quartett spielt am 23. Jän. in Salzburg die Uraufführung von Georg Friedrich Haas 6. Str [...]
  • Georg Friedrich Haas
    Georg Friedrich Haas: Neues Werk für Ensemble
    Georg Friedrich Haas: Neues Werk für Ensemble
    Georg Friedrich Haas „... damit ... die Geister der Menschen erhellt und ihr Verstand erleuchtet w [...]
  • Georg Friedrich Haas und Sylvain Cambreling © Südkurier
    Kompositionspreis 2010 des SWR Sinfonieorchesters geht an Georg Friedrich Haas
    Kompositionspreis 2010 des SWR Sinfonieorchesters geht an Georg Friedrich Haas
    Georg Friedrich Haas’ Werk limited approximations, Konzert für 6 Klaviere im Zwölfteltonabstand [...]
  • Georg Friedrich Haas
    Georg Friedrich Haas: Zwei Uraufführungen
    Georg Friedrich Haas: Zwei Uraufführungen
    Georg Friedrich Haas limited approximations für sechs Klaviere im Zwölfteltonabstand und Orchester [...]

Hörbeispiele

  • previous
  • play
  • pause
  • next
  • stop
  • min volume
  • max volume

Downloads

 

Georg Friedrich Haas
Sextett | für Flöte, Klarinette, Schlagzeug, Klavier, Violine und Violoncello - Werkeinführung

Ausgangsmaterial des Sextetts für Flöte(n), Klarinette(n), Klavier, Schlagzeug, Violine und Violoncello sind zweistimmig gesetzte Intervalle, die sich in langsamen Glissandi jeweils um einen Vierteltonschritt bewegen (so kann z. B. auf diese Weise aus einer kleinen Terz in Gegenbewegung eine große Sekund entstehen).

Daraus werden zwei Typen musikalischer Gestaltung abgeleitet:

1.) imaginäre Schwebungen
Jene Schwebungen, die zwischen den (höheren) Partialtönen dieser sich in langsamen Glissandi bewegenden Töne entstehen könnten, werden errechnet und das Ergebnis anschließend instrumentiert, wobei die 'Grundfrequenzen' fast immer weggelassen werden. (Ein vergleichbares Verfahren wurde später im Orchesterstück Descendiendo angewandt.)

2.) in Vierteltonfortschreitungen ineinander übergehende tonal deutbare Akkorde
Hier wird eine Verbindung zu einem in Vergessenheit geratenen Bereich der Musikgeschichte hergestellt: zu Richard Heinrich Stein (1882 - 1942) und seinem 1909 formulierten Versuch, eine Theorie von streng tonal gebundener Vierteltonmusik zu entwickeln. Ein wesentliches Element des Sextetts ist die Unterbrechung, das Zerschneiden, das Abbrechen sowie das Einfügen von Elementen, die 'Vergangenes' zitieren. Zuletzt überwiegen die perkussiven Elemente, die als 'Abwesenheit von Tönen', als 'Verlust von Tönen', verstanden werden.

Das Sextett entstand 1992 als Auftragskomposition des ORF und der Ersten Österreichischen Spar-Casse-Bank für Clemens Gadenstätter und das von ihm gegründete 'Ensemble neue Musik Wien'. 1996 wurde es formal völlig neu gestaltet.

Georg Friedrich Haas