Johannes Maria Staud
*17.08.1974

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Dichotomie
26.01.2013, Salzburg (A)

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Johannes Maria Staud
Dichotomie | für Streichquartett - Werkeinführung

Den Titel dieses Werkes entlehnte ich der Botanik, der dort für gabelartige Verzweigungen bei Pflanzensprossen verwendet wird. Dies ist auch gleichsam die Grundidee des Stückes. Der erste Satz nähert sich (über Umwege) einer Gabelung und kommt schlussendlich zu einem Knotenpunkt, an den der zweite anfangs anknüpft, allmählich aber das musikalische Geschehen in eine völlig eigenständige Richtung weiterentwickelt. Mein Ziel war es nun, dieses allmähliche Verändern der Perspektive möglichst fesselnd zu gestalten – und dies mit der Beschränkung auf nur wenige Keimzellen, deren Erscheinungsformen sich allerdings stetig verändern und dabei gegenseitig beeinflussen.

Johannes Maria Staud