Luke Bedford
*25.04.1978

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Luke Bedford
At Three and Two | for winds, percussion and double basses | für Bläser, Schlagzeug und Kontrabässe - Werkeinführung

At Three and Two sollte als Auftragswerk vor Mahlers Neunter Symphonie präsentiert werden. Mir schwebte jedoch mehr als ein einfaches Präludium vor, ich wollte, dass das Werk gleichberechtigt neben Mahler erklingen kann. Somit ließ ich mich von Mahlers Neunter, welche für einen außergewöhnlich großen Bläsersatz geschrieben ist, inspirieren, und beschloss Bläsern und Schlagzeug eine zentrale Rolle zuzuweisen. In Folge verzichtete ich auf sämtliche Saiteninstrumente, mit Ausnahme der Kontrabässe, welche die Ausdruckskraft des Stückes in der tieferen Oktave unterstützen

Die Harmonie von At Three and Two basiert auf einfachen Akkorden. Diese sind zwar auf zwei oder drei Noten reduziert, dafür erstrecken sie sich über mehrere Oktaven. Ich wollte mit dem Stück einen konventionellen tonalen Ablauf vermeiden, dies jedoch durch meine Technik und nicht durch ein Notengewirr erreichen. Als Resultat wird ein überraschend breites und harmonisches Register mit einfachen Mitteln abgedeckt – bereits durch die Änderung eines einzelnen Tones wird der Charakter eines Akkords verändert, von “stark ausgeprägt” in “sehr düster” umgewandelt, bzw. das Gegenteil erreicht.

Ich gehe in ähnlicher Weise mit den Rhythmen des Stückes um, welche auf einer einfachen Idee basieren: zwei Noten werden in der Zählzeit von dreien gespielt. Da diese jedoch im Laufe des Stückes miteinander multipliziert werden, entsteht ein ausgesprochen komplexes Produkt - dies geht soweit, dass ich einige Rhythmen umschreiben und vereinfachen musste, da sie mir zu ausgefallen erschienen - es wäre irrational einem Musiker so viel abzuverlangen! Die zentrale Rolle der Zahlen zwei und drei, und die Wichtigkeit ihrer Beziehung, sollte vom Titel At Three and Two naturgemäß untermauert werden.