*13.03.1952
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Wolfgang Rihm
Abkehr | für Orchester - Werkeinführung
Ausgangspunkt für dieses Werk war der Auftrag der Jungen Deutschen Philharmonie an Wolfgang Rihm, einen Prolog zu Gustav Mahlers 9. Symphonie zu schreiben. Rihm greift in seiner Komposition auf das sinfonische Inventar Mahlers zurück und nutzt dabei dessen oftmals gebrochene Sprache als Ausgangspunkt für seine ureigenste Expressivität. Stilistisch reizt das Werk die Extreme zwischen wuchtigen Hammerschlägen und Adagio-Kantilene aus. Groß sind die Variationen von Schlägen, vom Klopfen auf Holz bis zu hellen, metallischen Schlägen, die gelegentlich eine Brücke zu den Bläserinjektionen und den Holzbläsern bildet. Der Titel „Abkehr“ deutet an, dass es Rihm nicht um „Zuwendung“ gegangen ist, sondern um die Behauptung eines eigenen, unkorrumpierbaren Standpunktes.










