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Universal Edition - Komponisten und Werke

Werke aktuell

  • Uraufführungen (51 in den vergangenen 12 Monaten)
  • Bearbeitungen von Meisterwerken (von Berg über Mahler bis Zemlinsky)
  • Herausgabe neuer kritischer Ausgaben nach musikwissenschaftlichen Standards
  • Restaurierung historischer Aufführungsmateriale
  • neue, attraktive Aufführungs- und Spielliteratur (Der Ring, Nussknacker, La Cenerentola, …)

Verschaffen Sie sich einen Überblick über unsere aktuellsten Verlagsarbeiten in den Bereichen Orchester, Oper, Vokal- und Kammermusik.



Uraufführungen sind mit UA gekennzeichnet.

Orchester

Bedford, Luke (*1978)

Instability (2015)
für großes Orchester
4 3 4 3 - 4 3 3 1 - Schl(4), Hf, Org, Str

UA 01.08.2015, Royal Albert Hall London / Großbritannien, BBC Philharmonic Orchestra, Dir. Juanjo Mena

Berg, Alban (1885-1935)

3 frühe Lieder (1900-1908)
für höhere Stimme und Orchester | 4′
Bearbeitet von Chris Gordon

UA 29.05.2015, Liverpool / Großbritannien, Royal Liverpool Philharmonic Orchestra, Dir. Vasily Petrenko, Lisa Larsson, S

Am 3. Mai 1917, ihrem sechsten Hochzeitstag, machte Alban Berg seiner Frau Helene ein besonderes Geschenk: einen Klavierauszug mit 10 Liedern aus dem Jahr 1907, dem Jahr ihrer ersten Begegnung. Wir sind mit sieben dieser Lieder unter dem Titel "Sieben frühe Lieder" vertraut. 1927/28 orchestrierte Berg 7 Lieder des originalen "Hochzeitsgeschenk"-Zyklus " und folgte damit Helenes Vorschlag, eine Auswahl seiner frühen Lieder der Öffentlichkeit als Orchesterfassung anzubieten. Die drei verbleibenden Lieder "An Leukon", "Die Sorglichen" und "Schließe mir die Augen beide" wurden von Chris Gordon orchestriert. Die kompletten "Zehn frühen Lieder" wurden am 29. Mai 2015 in Liverpool mit Lisa Larsson und dem Royal Liverpool Philharmonic Orchestra unter Vasily Petrenko uraufgeführt.

3 Orchesterstücke op. 6 (1914/1929)
für kleines Orchester | 19′
Bearbeitet von John Rea
1 2 3 2 - 2 1 1 1 - Schl(3), Hf, Klav, Str(2 2 2 2 2)

UA 20.03.2015, Stadthaus Winterthur / Schweiz, Musikkollegium Winterthur, Dir. Pierre-Alain Monot

Ein außergewöhnliches Wagnis unternimmt John Rea (seine Kammerfassung des "Wozzeck" hat sich bereits international bewährt) mit einem der gewaltigsten Werke von Alban Berg, seinen "Drei Orchesterstücken" op. 6. Rea setzt für seine reduzierte Fassung unterschiedliche, subtile Techniken ein, die es erlauben, zum einen sowohl die Bergschen Klangfarben beizubehalten, zum anderen aber trotz der reduzierten Orchestergröße der Kraft und Wucht des Werks gerecht zu werden.

Borisova-Ollas, Victoria (*1969)

... and time is running past midnight ... (2014)
for orchestra für Orchester | 9′
3 3 3 3 - 4 3 3 1 - Pk, Schl(3), Hf, Klav, Str

UA 22.10.2015, Berwaldhallen Stockholm / Schweden, Swedish RSO, Dir. Joana Carneiro

Neu im UE-Katalog "‚…and time is running past midnight...' ist ein eher kurzes ‚Post Scriptum' zu meiner ersten Oper ‚Dracula'. Obwohl man in dieser Komposition keine direkten musikalischen oder szenografischen Zitate aus der fast zwei Stunden langen Vorstellung findet, ist sie dennoch zweifellos eine Art Echo der intensiven emotionalen Atmosphäre der ‚Dracula'-Oper. Dabei steht es dem Zuhörer frei, auch an Bram Strokers Vampire und ihre Abenteuer zu denken. Das Hauptthema dieser Komposition, das sich vor allem in seiner rhythmischen Struktur widerspiegelt, ist die Zeit, die sich rasant in Richtung einer ungewissen Zukunft bewegt." (Victoria Borisova-Ollas)

Vinden som ingenting minns (2015)
für Chor und Orchester
2 2 2 2 - 2 2 3 0 - Pk, Str

UA 03.12.2015, Örebro Konserthus Örebro / Schweden, Swedish Chamber Orchestra, Dir. Thomas Dausgaard

"Der Nobelpreisträger Pär Lagerkvist wuchs in einem streng religiösen Elternhaus auf, brach jedoch später mit seiner christlichen Vergangenheit. Im Unterschied zu seinen Kollegen übte er aber nie ausdrückliche Kritik an religiösen Überzeugungen und Symbolen. In vielen seiner Gedichte, besonders in ‚Evening Land' aus dem Jahr 1953 erkennt man eine klare Tendenz. Lagerkvist untersucht die Position des menschlichen Wesens in einer Welt, in der Gott nicht länger präsent ist. In der gesamten Gedichtsammlung können wir die Ambivalenz dieser Position spüren. Wenn nichts mehr Göttliches existiert, wieso erwarten wir dann im Alltag ängstlich dessen Erscheinung, in Form von Engeln, edlen Fremden, Träumen und Erinnerungen? In ‚Aftonland' gibt es eine Reihe von Gedichten, in denen der Autor unsere Angst vor einer Situation behandelt, in der alle Spuren der menschlichen Existenz vollkommen in Vergessenheit geraten - aber auch unseren andauernden Wunsch danach." (Victoria Borisova-Ollas)

Cerha, Friedrich (*1926)

3 Sätze (2012)
für Orchester | 13′
3 2 3 3 - 4 3 3 1 - Pk, Schl(4), Hf, Str

UA 09.04.2016, Musikverein, Großer Saal Wien / Österreich, ORF Radio-Symphonieorchester Wien, Dir. Cornelius Meister,

"Die Skizzen zu den "Drei Sätzen für Orchester" sind schon 2011 während der Arbeit an den "Drei Orchesterstücken" entstanden. Die Partitur wurde dann im März und April 2012 ausgeführt. Das Eruptiv-Dramatische, das subversiv Aufbegehrende des "Intermezzo" aus den Drei Orchesterstücken ist hier ausgespart, ebenso das Statuarische von "Tombeau". Das erste Stück lebt vom Nebeneinander, vom Wechselspiel rhythmisierter Schichten. Das zweite wird dominiert von Englischhorn und Flöte, die in nachdenklichem Ton solistisch eingesetzt sind. Das Orchester hat zunächst nur Einwürfe und kurze Zwischenspiele; erst im letzten Abschnitt gewinnt es an Eigencharakter und endet in pp-Streicherakkorden. Das dritte Stück ist lebhaft-konzertant, mit einer etwas düsteren Episode in der Mitte. Es verlangt vom Orchester ein gerütteltes Maß an Virtuosität." (Friedrich Cerha)

Dünser, Richard (*1959)

Entreacte (2014)
für Ensemble oder Kammerorchester | 15′
1 1 2 1 - 2 1 1 1 - Pk, Schl, Hf, Cel, Str (solistisch od. max. 6 5 4 3 2)

UA 21.04.2015, ems lounge Wien / Österreich, Amadeus Ensemble-Wien, Dir. Walter Kobéra

Richard Dünser hat eine Überleitung zwischen den zwei Schönberg-Stücken "Erwartung" und "Das Buch der hängenden Gärten" unter dem Titel "Entreacte" geschaffen, die auch eigenständig aufgeführt werden kann. Der Dirigent der Uraufführung, Walter Kobéra, dazu: "Richard Dünser gelingt es, den Schönberg'schen Paradigmenwechsel in der Harmonie weiterzuführen. Er setzt sie nicht mehr funktional ein, sondern nützt sie für eine Steigerung der Klangfarben. Es ist die Expressivität seiner Partitur, die besticht".

Halffter, Cristóbal (*1930)

Concierto (2014)
für Viola und Orchester | 25′
3 3 4 3 - 4 3 3 1 - Schl(4), Hf, Str(14 12 10 8 6)

UA 07.02.2016, Kieler Schloss Kiel / Deutschland, Philharmonisches Orchester Kiel, Dir. Daniel Carlberg, Nils Mönkemeyer, vla

Das 2014 entstandene "Konzert für Viola und Orchester" hat zwei Sätze und wurde inspiriert von einem Bratschensolo aus Halffters Oper "Schachnovelle", in dem das Instrument die Einsamkeit des Inhaftierten Dr. Berger symbolisiert. Halffter nennt die Viola ein "nobles Instrument", dessen Klang ihn schon lange fasziniert. In Halffters Konzert deckt die Viola somit die ganze Palette ihres Ausdruckvermögens ab: von virtuos bis sehr intim.

Imágenes (2013/2014)
für Orchester | 26′
3 3 4 3 - 4 3 3 1 - Schl(4), Hf, Cel, Str(16 14 12 10 8)

UA 23.09.2015, Auditorio Nacional de Música Madrid / Spanien, Orquesta Sinfónica de Madrid, Dir. Pedro Halffter Caro

Unübersehbar ist der Titel von Claude Debussys Images inspiriert. Halffter bezieht sich in seinem zweisätzigen Werk (I. Scherzo - "En la pradera de San Isidro", 1788; II. Adagio -"Romería de San Isidro", 1821-1823) auf Werke von Francisco de Goya ("Pinturas Negras"). Er schlägt aber im Adagio auch die Brücke zum 1825 komponierten, letzten Streichquartett op. 131 von Ludwig van Beethoven, dem Zeitgenossen Goyas.

Pärt, Arvo (*1935)

Greater Antiphons (1988/2015)
für Streichorchester | 15′

UA 28.05.2016, Disney Hall Los Angeles / USA, Los Angeles Philharmonic, Dir. Gustavo Dudamel

Als das Los Angeles Philharmonic unter der jetzigen Leitung von Gustavo Dudamel Arvo Pärt einlud, ein Stück zu komponieren, brachte die Erinnerung an den besonderes Streicherklang des Orchesters, an seinem Farbenreichtum und seine enorme dynamische Bandbreite den Komponisten spontan auf die Idee, ein reines a cappella Werk, nämlich die "Sieben Magnificat-Antiphonen" aus dem Jahr 1988 für Streichorchester einzurichten. Diese Antiphonen sind im englisch-sprachigen Raum auch als "Greater Antiphons" bekannt. Die sieben Abschnitte des Werks entsprechen den sieben Versen, von denen jeder mit einer Anrufung beginnt. Arvo Pärt hat die Vokalpartitur umgestaltet und eine rein instrumentale Version geschaffen. Damit erscheint das neue Werk nicht nur klanglich in völlig neuem Licht, sondern es begibt sich auch inhaltlich auf eine andere künstlerische Ebene.

Rihm, Wolfgang (*1952)

De profundis (2015)
für Chor und Orchester | 15′
2 2 2 2 - 2 2 2 1 - Schl(2), Str(12 10 8 6 4)

‚De profundis', die Anfangsworte des 130. Psalms (‚Aus der Tiefe rufe ich, Herr, zu dir'), sind zugleich der Titel von Wolfgang Rihms neuem Werk für Chor und Orchester. So wie in ‚Deus Passus' spricht Rihm auch hier über die letzten Dinge mit einer nur scheinbar vereinfachten musikalischen Sprache. Denn der Verzicht auf technische Schwierigkeit schließt ja eine tiefe Aussage keineswegs aus. Und wie so oft ist ja das scheinbare Einfache das eigentlich Schwierige.

Duo Concerto (2015)
für Violine, Violoncello und Orchester | 25′
2 2 3 2 - 2 1 1 0 - Schl, Hf, Str

UA 15.10.2015, Carnegie Hall New York / USA, Orpheus Chamber Orchestra, Mira Wang, vln; Jan Vogler, vc

Neu im UE-Katalog

Reminiszenz (2016)
Triptychon und Spruch in memoriam Hans Henny Jahnn für Tenor und großes Orchester | 15′
3 3 3 3 - 4 3 3 1 - Pk, Schl(4), Hf, Org, Str

Neu im UE-Katalog

Schwartz, Jay (*1965)

Quaerendo invenietis – Music for Orchestra V (2016)
für Streichorchester | 16′
Vln.I(14), Vln.II(12), Vla(12), Vc(10), Kb(5-saitig)(8)

UA 07.05.2016, Philharmonie Köln / Deutschland, WDR Sinfonieorchester Köln, Dir. Michael Wendeberg

"Quaerendo invenietis - Music for Orchestra V" für Streichorchester verfremdet das Thema regius aus Bachs "Musikalischem Opfer" und referiert auf Bachs Titulatur zu den Kanons: quaerendo invenietis "…sucht, dann werdet ihr finden…". Hundertfach verlangsamt lässt Schwartz das Thema gleitend aufrollen, bis massive Cluster entstehen.

Sotelo, Mauricio (*1961)

Red Inner Light Sculpture (2013)
für Violine, Flamencotänzerin (ad lib.), Flamenco-Perkussion (ad lib.) und Streichorchester | 20′

Neu im UE-Katalog

Kammerorchester/Ensemble/Kammermusik

Bedford, Luke (*1978)

Besilvering (2016)
für Flöte solo | 6′


Three Caves (2015)
für Trompete und Klavier | 10′

UA 22.01.2016, St Anne's College Oxford / Großbritannien, Simon Desbruslais, tpt; Clare Hammond; pno

Neu im UE-Katalog "Alle drei Stücke sind nach einer Kammer im Three Counties-Höhlensystem benannt. In jedem Stück wird ein anderer musikalischer Raum erforscht: I. ‚Echo Aven' - Das Klavier eröffnet im tiefsten Register und die Trompete spielt echohafte Muster, die allmählich langsamer werden; II. ‚Short Long Drop' - Das Klavier, jetzt im höchsten Register, stellt eine schnellere, abfallende Phrase vor, die nach und nach von der Trompete aufgenommen wird. Die Spannung baut sich bis zum lautesten Teil des Stücks auf, der sich so schnell verflüchtigt, wie er gekommen ist; III. ‚Far Waters' - Im längsten Stück deckt ein ausgedehntes Klaviersolo den gesamten Tonumfang des Instruments ab und führt zum Einsatz der Trompete. Am Ende verbinden sich hohe, perlende Klavierakkorde mit den langen, ausdrucksstarken Tönen der Trompete. Die Trompete ist einen Viertelton tiefer gestimmt als das Klavier." (Luke Bedford)

Unconformities (2015)
für Saxophonquartett | 12′

UA 04.08.2015, Kendal Town Hall Kendal / Großbritannien, Apollo Saxophone Quartet

Unconformity ist ein Begriff aus der Geologie und bezeichnet eine Bruchstelle, an der sich Gesteinsschichten unterschiedlichen Alters übereinander falten. In diesem Stück wollte ich einen ähnlichen Effekt erzielen: aufeinander geworfene, musikalische Klänge aus anscheinend verschiedenen Epochen; ohne beständige Struktur; kein gleichmäßiger Zeitfluss, sondern eine zerschlagene, zerbrochene Geschichte. Ich wollte die Behändigkeit und die große dynamische Bandbreite des Saxofons nutzen. Bis zu einem gewissen Grad ist die aufgebrochene Struktur dieses Stücks aus diesem Wunsch heraus entstanden. Zwei der Saxofone sind um einen Viertelton tiefer gestimmt, was im Ensemble zu einer systemimmanenten Spannung führt. Das eröffnet ein breites Spektrum an Ausdrucksweisen; von schroff und kantig bis hin zu einer ruhigen, seltsamen Schönheit. (Luke Bedford)

Cerha, Friedrich (*1926)

6 Postludien (2014)
für Orgel | 25′

UA 22.02.2016, Konzerthaus Wien / Österreich, Martin Haselböck, Hans Haselböck, org

""Die Präludien für Orgel" sind 2011, die "Inventionen" kurz darauf 2012 entstanden. Ich habe die Tendenz dieser Werke weiterverfolgt, wohl auch die Erfahrungen benützend, die ich bei der Aufnahme der Stücke durch den Organisten Wolfgang Kogert erworben habe. Die "Sechs Postludien" - der Titel weist auf die innere Trias der drei Orgelwerke hin - entstanden im Spätherbst 2013. Sie sind im Verhältnis zu den Präludien weniger pointiert-aphoristisch verspielt, von größerem Volumen, wenn man will "ernster" im Anspruch, reicher an formaler Konzentration. Als Abschluss meiner Werkgruppe für Orgel konzipiert, sind sie gleichwohl zum Angelpunkt für weitere Auseinandersetzungen mit ihrem Material in nachfolgenden Stücken für andere Besetzungen geworden. Die "Postludien" sind meinem Freund Hans Haselböck, der mich immer wieder animiert hat, für Orgel zu schreiben, zu seinem 85. Geburtstag gewidmet." (Friedrich Cerha)

Vokalise (2014)
für Sopran und drei Klarinetten | 10′

Fennessy, David (*1976)

Hirta Rounds (2015)
für 16 Streicher | 12′

UA 02.07.2015, Prinzregententheater München / Deutschland, Münchener Kammerorchester

"In Folge der Zusammenarbeit mit dem Münchener Kammerorchester für mein bevorstehendes, neues Musiktheaterwerk für die Münchener Biennale 2016 wurde ich eingeladen, für das Orchester ein neues Konzertstück für Streicher zu schreiben, mit der Bedingung, es ohne den Einsatz eines Dirigenten auszuführen. Dieser Ansatz war der Schlüssel für die Konzeption des gesamten Stückes und führte mich zu der Überlegung, wie ich Kammermusik für sechzehn einzelne Spieler schreiben könnte. Die Aufteilung der Streicher in kleinere Gruppen eröffnete mir die Möglichkeit von vielen verschiedenen und gleichzeitig auftretenden Temposchwankungen. Was daraus resultierte, ist einerseits die einfachste, aber andererseits auch sehr komplexe Musik, die ich bisher komponiert habe." (David Fennessy)

Haas, Georg Friedrich (*1953)

das kleine ICH BIN ICH (2016)
für Kammerensemble und Sprechstimme | 40′
1 1 2 1 - 1 1 1 1 - Schl, Hf, Akk, Ssax(B), Ssax(B), Vl, Vl, Vl, Va(2), Vc(4), Kb(2)

Neu im UE-Katalog 'Das kleine Ich-bin-ich' ist ein Kinderbuchklassiker der 1995 verstorbenen Mira Lobe, für den sie 1972 mit dem Österreichischen Staatspreis für Kinder- und Jugendliteratur ausgezeichnet wurde. Die musikalische Interpretation des Komponisten Georg Friedrich Haas für Kinder von 5 bis 100 wird im Rahmen der Internationalen Sommerakademie Mozarteum am 21. Juli 2016 durch das Klangforum Wien uraufgeführt.

Octet (2015)
für 8 Posaunen | 20′

UA 10.09.2015, Münster Basel / Schweiz, Trombone Unit Hannover

Holst, Gustav (1874-1934)

The Planets
für Ensemble oder Kammerorchester | 50′
Bearbeitet von George Morton
1 1 1 1 - 2 1 1 0 - Schl, Klav, Str(1 1 1 1 1, max. 6 5 4 3 2)

UA 18.07.2015, Southwold / Großbritannien, Sheffield Rep Orchestra, Dir. George Morton

Neu im UE-Katalog

Magdaleno, Juan de Dios (*1984)

„Lorenz’ Traummusik“ (2015)
2. Streichquartett für Streichquartett | 13′

UA 03.12.2015, Muth Wien / Österreich, Minetti Quartett

Juan de Dios Magdaleno ist der Gewinner des Ö1-Talentebörse Kompositionspreises 2014. ",Lorenz Traummusik' steht in Bezug zum amerikanischen Mathematiker Edward Lorenz, der als Vater der Chaostheorie gilt. In diesem Stück konzentriere ich mich hauptsächlich auf die verschiedenen zeitlichen Aspekte der Musik, Mikrotonalität, Eigenschaften von Klangfarbe und den musikalischen Einsatz der Chaostheorie, die mich momentan besonders interessiert. ‚Lorenz Traummusik' ist in 24 kurze, formale Abschnitte unterteilt, in denen ich versucht habe, Begriffe wie ‚nicht-lineare Entwicklung' und ‚Veränderung in musikalischer Hinsicht' zu erforschen. Im Laufe des Stückes entspinnt sich ein nicht-linearer musikalischer Diskurs, der sich kontinuierlich in einer Entwicklung befindet. Dabei werden die Eigenschaften und das Verhalten der verschiedenen Elemente, die die unterschiedlichen Glieder des Werkes bilden, ständig rekontextualisiert." (Juan de Dios Magdaleno)

Mahler, Gustav (1860-1911)

Adagietto aus der 5. Symphonie
für Kammerensemble | 10′
Bearbeitet von Klaus Simon

Rihm, Wolfgang (*1952)

Dort wie hier (2015)
Zyklus aus einem Heine-Gedicht für Bariton und Klavier | 18′

UA 20.09.2016, Kölner Philharmonie Köln / Deutschland, Georg Nigl, bar; Alexander Melnikov, pno

Neu im UE-Katalog

Funde im Verscharrten (2015)
für Bariton mit Sopran und Klavier | 10′

UA 06.07.2015, Regentenbau Bad Kissingen / Deutschland, Sarah Mzali-Aristidou, s; Wolfgang Holzmair, bar; Jan Philip Schulze, pno

Funde im Verscharrten Gemäß dem Motto des Kissinger Sommers 2015 "Europäische Nachbarn" wurde die "LiederWerkstatt" mit Wolfgang Rihm und 6 weiteren Komponisten vor die Aufgabe gestellt, den Gegensatz von Ferne und Nähe, von Fremdem und Vertrautem, von der Romantik bis zur Gegenwart zu beleuchten. Rihm vertonte in "Funde im Verscharrten" für Bariton mit Sopran und Klavier vier Gedichte von Gunnar Ekelöf, der zu den bedeutendsten schwedischen Lyrikern des 20. Jhs. zählt. Die Gedichte wurden von Nelly Sachs ins Deutsche übesetzt.

Geste zu Vedova (2015)
für Streichquartett | 11′

UA 21.10.2015, Fondazione Vedova Venedig / Italien, Minguet Quartett

Vedovas Werk ist geprägt von kraftvollen Setzungen. In der Erinnerung bleiben vor allem heftig artikulierte Vertikalen - Reste von Schlägen? von Architektur? - schwarze Zeichen in Aufruhr. Mit ähnlichen Gestalten wollte ich musikalisch antworten. Auch die physische Erscheinung Vedovas hatte für mich etwas von einer flammenden Vertikalen. Er schien wie ein schwarzer Blitz in den Boden zu fahren. Oder war er die Spur einer plötzlichen Eruption? So sein Werk: Vibration von Kraft, Energie, Vektor eines eminent bewussten historischen Bewusstseins. Ein gigantisches Reservoir der hochreflektierten Venezianischen Kunst scheint durch Vedovas Sorgfalt und Wildheit zu explodieren: auf der Fläche und über diese hinaus - in den Raum. Die "Plurimi" rhythmisieren den Raum wie eine gewaltige musikalische Energie, deren Seismogramme er fixiert. Ein bewegtes Ich - ich selbst? - grüßt aus der Ferne mit einer Geste, die nur ein Nachzittern ist. (Wolfgang Rihm)

Toccata capricciosa (2014-2015)
für Klavier | 10′

UA 26.01.2016, Grand Auditorium Luxembourg / Luxemburg, Cathy Krier, pno

Neu im UE-Katalog

Sawer, David (*1961)

Coachman Chronos (2014)
für 9 Spieler

UA 03.10.2015, Science Museum London / Großbritannien, Aurora Orchestra, Dir. Nicholas Collon

Dieses Werk entstand für das NMC-Projekt Objects and Exhibition, eine Zusammenarbeit des Aurora Orchestra mit dem Science Museum in London. "Als ich die herrliche Postkutsche der Royal Mail aus dem Jahr 1820 in der Ausstellung "Making the Modern World" im Museum sah, erinnerte ich mich an Thomas de Quinceys Essay über Bewegung "Die englische Postkutsche" und besonders an die Stelle, wo er beschreibt, wie durch die Gegenüberstellung der Geschwindigkeit der Bewegung mit der Geschwindigkeit des Denkens der Kutschers in der Lage ist, klar zu denken und damit knapp eine Katastrophe zu vermeiden. In einer Welt, in der die Geschwindigkeit immer wichtiger wird, kann Klarheit vielleicht am besten erreicht werden, wenn die Zeit still steht." (David Sawer)

Schwartz, Jay (*1965)

Music for Chamber Ensemble (2006)
für Ensemble | 17′
1 1 2 1 - 2 1 2 0 - Schl(2), Vl, Vl, 2 2

06.12.2014, Cité de la musique Paris / Frankreich, Ensemble Intercontemporain, Dir. Matthias Pintscher

""Music for Chamber Ensemble besteht aus einem geometrischen Muster aus Linien, Kurven und Schnittpunkten, die sowohl den musikalischen Gesetzen von horizontalen und vertikalen Intervallen als auch den architektonischen Gesetzen von Struktur und Proportion folgen. In der Struktur des Werkes folgen Linien aus diametral entgegengesetzten Punkten einem Verlauf, dessen Metamorphose zu einer Katharsis führt. Alle Ereignisse verweisen auf diese Katharsis oder nehmen auf diese Bezug. Das Ziel meiner Arbeit ist, die Architektur meines Stückes in einen einzelnen Zeitraum zu fassen. Meine Leitlinien sind Prinzipien der architektonischen Harmonie sowie die Anwendung von empirischen und intuitiven Methoden des Experimentierens mit der Zeit und dem musikalischen Gedächtnis, dessen Ergebnisse erstaunlich oft Jahrtausende alten Grundsätzen entsprechen." (Jay Schwartz)

Staud, Johannes Maria (*1974)

2 Lieder (2004-2015)
für Bariton, Klavier und Tonband | 8′30″

UA 23.10.2015, Gare du Nord Basel / Schweiz, Niklaus Kost, Bar; Jürg Henneberger, Klav

Neu im UE-Katalog

Auf die Stimme der weißen Kreide (2014-2015)
(Specter I-III) für großes Ensemble | 30′
2 1 2 1 - 1 2 1 1 - Schl(3), Klav, Vl, Vl, 2 2

UA 19.09.2015, France 3 Alsace Strasbourg / Frankreich, Ensemble Modern, Dir. Emilio Pomàrico

Inspiriert durch die Texte des Schriftstellers Josef Winkler, den die Skulptur "The Specter of the Gardenia" von Marcel Jean zu einem eigensinnigen, surrealistischen Monolog anregten, setzte Johannes Maria Staud dessen zwischen Zorn und Zärtlichkeit schwankenden poetische Bilder in ein Ensemblewerk um. "Ich habe versucht, eine Instrumentalmusik zu schreiben, die sehr inspiriert ist von diesen Sprachbildfeldern, von diesen aphoristisch-evokativen Dingen". (Johannes Maria Staud) (siehe auch "Specter of Gardenia")

Donum (2006-2015)
(Segue II für Pierre Boulez) für Violoncello | 4′30″

UA 22.03.2015, Amphithéâtre Paris / Frankreich, Marc Coppey, vc

"Mein "Donum" ist ein Versuch, mich bei Pierre Boulez zu bedanken. Seine Werke, so unterschiedlich und vielgestaltig sie auch sein mögen, so viele Wege sie auch beschreiten und so viele Territorien sie auch erkunden mögen, bewegen, provozieren und inspirieren mich jedes Mal aufs Neue, wenn ich mich mit ihnen beschäftige. Sie bestärken mich auch darin, dass Intellekt und Emotion, gedankliche Schärfe und musikalische Buntheit, Ökonomie und Phantasie, ja: Klarheit und Komplexität kein Widerspruch sein müssen, sondern sich auf einer übergeordneten Ebene wunderbar amalgamieren lassen ohne ihre Radikalität zu verlieren". (Johannes Maria Staud)

Par là! (2015-2016)
für Ensemble | 11′30″
1 1 1 1 - 1 1 1 0 - Schl, Klav, Vl, Va, Vc, Kb

Nach neuen Meeren Dorthin – will ich; und ich traue Mir fortan und meinem Griff. Offen liegt das Meer, ins Blaue Treibt mein Genueser Schiff. Alles glänzt mir neu und neuer, Mittag schläft auf Raum und Zeit –: Nur dein Auge – ungeheuer Blickt mich’s an, Unendlichkeit! (aus: Friedrich Nietzsche: Die fröhliche Wissenschaft, 1887)

Wheat, not oats, dear. I'm afraid. (2015)
für sieben Instrumente | 11′

UA 10.10.2015, Helmut List-Halle Graz / Österreich, Ensemble Recherche

Neu im UE-Katalog

Webern, Anton (1883-1945)

2 Lieder (1918/1919)
nach Gedichten von Karl Kraus für Gesang und Ensemble
1 0 2 0 - 1 1 1 0 - Schl, Hf, Vl, Va, Vc, Kb

Neu im UE-Katalog

4 Stücke op. 7 (1910)
für Violine und Ensemble | 5′
Bearbeitet von Richard Dünser
1 1 1 1 - 1 0 0 0 - Schl, Hf, Vl, Vl, Va, Vc, Kb

Neu im UE-Katalog: "Webern komponierte die 4 Stücke im Jahr 1910, eine endgültige Revision erfolgte 1914. Stilistisch sind sie Aphorismen, die extrem verdichtet sind, konzentriert in Substanz und Form. Die Stücke umfassen lediglich 9, 24, 14 und 15 Takte. In meiner Bearbeitung habe ich versucht, diese geballte Mikroenergie durch instrumentale Farben zu bündeln, Kontraste und Strukturen hervorzuheben und der Solo-Violine, die in ihrer Virtuosität und Expressivität unverändert den Webernschen Originaltext wiedergibt und verschiedenste Arten des Geigenklanges auslotet, eine differenzierte Klangwelt gegenüber zu stellen." (Richard Dünser)

Zemlinsky, Alexander (1871-1942)

Kammerkonzert (1896)
nach dem Trio op. 3 für Ensemble | 25′
Bearbeitet von Richard Dünser
1 2 3 1 - 1 0 0 0 - Hf, Vl, Vl, Va, Vc(2), Kb

UA 06.06.2016, Musikverein, Brahms-Saal Wien / Österreich, Ensemble Kontrapunkte, Dir. Peter Keuschnig

Zemlinsky komponierte sein "Trio" op. 3 für Klarinette, Violoncello und Klavier im Jahre 1896 als nur 25-Jähriger. Es ist ein früher Geniestreich Zemlinskys, der bereits seine eigene Sprache deutlich erkennen lässt, auch wenn der Bezug zu Brahms und Mahler offenliegt. In Anlehnung an das "Kammerkonzert" von Alban Berg und als Brücke zu diesem hat Richard Dünser dieses "Trio" nun für 15 Soloinstrumente bzw. kleines Orchester instrumentiert. Der Mahler-Bezug im langsamen Satz wird durch den verwendeten Klang von Streichern und Harfe noch unterstützt. Die UA findet in der Saison 2015/16 im Musikverein Wien statt.

Vokal- und Chorwerke

Finnissy, Michael (*1946)

Tom Fool's Wooing (1975/1978)
für 14 Stimmen | 20′

UA 12.03.2016, Milton Court Concert Hall London / Großbritannien, Guildhall New Music Ensemble, Dir. James Weeks

",Tom Fool's Wooing' für14 Solostimmen war ursprünglich für den John Alldis-Chor gedacht, der bereits eines meiner früheren Werke (‚Cipriano') für 10-stimmiges Ensemble aufgeführt hatte. Als das Werk fertiggestellt war, hatte sich der Chor bereits aufgelöst. James Weeks teilte mir im Jahr 2013 mit, dass er das Stück nun endlich zur Aufführung bringen wollte. Ich sah mir die Partitur noch einmal an und entschied mich dafür, das zentrale Volksstück, das dem Werk seinen Namen gibt, grundlegend zu überarbeiten. In diesem Volksstück werden Brautwerbung und Hochzeitsvorbereitungen auf satirische Art und Weise aufs Korn genommen, sein Inhalt ist derb und vulgär. Ich habe es mit amourösen Versen aus Osteuropa und aus dem alten Griechenland umrahmt, zusammen mit Auszügen aus ,Epithalamion' von Edmund Spenser. Das Hauptstück bildet einen starken Kontrast dazu - zwei der Sänger spielen die Trommel, der Rhythmus ist homophon und simpel." (Michael Finnissy)

Pärt, Arvo (*1935)

Kleine Litanei (2015)
für gemischten Chor a cappella | 5′

UA 10.12.2015, Virgilkapelle Wien / Österreich, Dir. Erwin Ortner

"Als die Idee von Christian Kircher des Wien Museums an mich herangetragen wurde, ein kurzes Musikstück für die Wiederöffnung der wunderschönen mittelalterlichen Virgilkapelle am Stephansplatz beizusteuern, habe ich an eine Komposition gedacht, die als eine Einladung zum Gebet oder zur inneren Einkehr verstanden werden könnte. Die 'Kleine Litanei' ist eine Anrufung des Heiligen Virgil, Bischof von Salzburg, einem der großen Theologen und Denker des Frühmittelalters. Gewidmet ist das Stück dem Arnold Schoenberg Chor und seinem Leiter Erwin Ortner, einem Chor, dessen Qualität ich schon über lange Jahre bewundere. Er gehört zu jenen Interpreten meiner Musik, die meine Welt sofort zu verstehen scheinen." (Arvo Pärt)

Rihm, Wolfgang (*1952)

Missa brevis (2015)
für Chor a cappella | 25′

Oper/Ballett

Borisova-Ollas, Victoria (*1969)

Dracula (2013)
Oper in 2 Akten für Soli, Chor und Orchester | 120′
3 3 3 3 - 4 3 3 1 - Pk, Schl(3), Hf, Keyb, Keyb, Tonbd, Str

Brand, Max (1896-1980)

Maschinist Hopkins (1928)
Oper in 1 Vorspiel und 3 Akten | 135′
Bearbeitet von Werner Steinmetz reduzierte Fassung
2 1 1 1 - 2 1 2 1 - Schl(3), Klav, Asax(Es), Str

UA 00.00.2017, Brotfabrik Wien / Österreich, Israel Chamber Orchestra, Dir. Martin Sieghart

Mit "Maschinist Hopkins" traf Max Brand den Puls der damaligen Zeit. Bis 1933 wurde die Zeitoper über 200mal aufgeführt, und Brand schien auf dem besten Weg, ein berühmter Komponist zu werden. Doch die Weltwirtschaftskrise und Machtübernahme durch die Nationalsozialisten veranlassten Max Brand, 1937 über Prag, Genf und Rio de Janeiro nach New York zu emigrieren. Ein Kritiker schrieb 1929 über die Uraufführung der Oper: "... Zu dem Schönsten, wenngleich Schwierigsten in der Ausführung gehört die Irrealität der Maschinenhalle bei Nacht. Hier hat Brand den kühnen Versuch gemacht, die starre Maschine lebendig werden zu lassen; wie einst die Romantik der Sprache des Waldes aus seinem Rauschen und Raunen abfing, wird hier die Sprache der Räder und Kolben und eisernen Getriebe wach …" Werner Steinmetz reduziert für EntArteOpera Linz die Partitur auf 35 Spieler und macht das Werk nunmehr auch kleineren Bühnen zugänglich.

Fennessy, David (*1976)

Sweat of the Sun (2015/2016)
für 2 Schauspieler, Vokalensemble, 23 Instrumentalisten und Sampler | 80′
0 0 1 0 - 0 0 3 0 - Schl(2), Cel, E-Git, Samp, Str(4 4 3 3 2)

Haas, Georg Friedrich (*1953)

Morgen und Abend (2014/2015)
Oper für Soli, Chor und Orchester | 90′
3 3 3 3 - 4 2 2 1 - Str, Pk, Schl(2), Akk

29.04.2016, Deutsche Oper Berlin Berlin / Deutschland, Orchester der Deutschen Oper Berlin, Dir. Michael Boder, Johannes, Christoph Pohl; Erna, Helena Rasker; Signe/Hebamme, Sarah Wegener; Peter, Will Hartmann; Olai, Klaus Maria Brandauer

Jon Fosse erzählt die Geschichte des Fischers Johannes, eines einfachen, alten Mannes. Er erinnert sich an sein vergangenes Leben, an diejenigen Menschen, die ihm am meisten bedeutet haben, seine Frau und seinen Freund Peter, beide längst verstorben. Johannes' Sehnsucht wird sich an diesem Tag erfüllen. Als seine Tochter am nächsten Morgen nach ihm sieht, ist er tot.

Janácek, Leoš (1854-1928)

Die Sache Makropulos (1925)
Oper in 3 Akten | 120′ Kritische Ausgabe von Jirí Zahrádka
4 3 4 3 - 4 3 3 1 - 1. Horn in F (Banda interna), 2. Horn in F (Banda interna), 1. Trompete in F (Banda interna), 2. Trompete in F (Banda interna), Pauken (Banda interna), Pk, Schl(3), Hf, Cel, Str

19.02.2016, Deutsche Oper Berlin Berlin / Deutschland, Orchester der Deutschen Oper Berlin, Dir. Donald Runnicles, Emilia Marty, Evelyn Herlitzius; Albert Gregor, Ladislav Elgr; Vitek, Paul Kaufmann; Krista, Jana Kurucová; Jaroslav Prus, Derek Welton; Dr. Kolenaty, Seth Carico; Janek, Gideon Poppe; Hauk-Sendorf, Heinz Zednik;

Die Kritische Neuausgabe der Oper "Die Sache Makropulos" von Leos Janacek umfasst ein komplett neu erstelltes Aufführungsmaterial unter Berücksichtigung sämtlicher erhaltener Quellen. Bei der Revision der Partitur wurde das Partiturautograf mit drei zu Lebzeiten des Komponisten entstandenen Abschriften verglichen. Die Kritische Neuausgabe legt folglich das Werk in einer Form vor, die in größtmöglichem Maße den Vorstellungen des Komponisten entspricht. Sie verfügt darüber hinaus über wertvolle Hinweise für die Aufführungspraxis des berühmten Janacek-Dirigenten Sir Charles Mackerras. Der Herausgeber der Kritischen Neuausgabe ist Jiri Zahradka, seit 20 Jahren Kurator des Janacek-Archivs am Mährischen Landesmuseum und wissenschaftlicher Herausgeber von Kritischen Neuausgaben vieler anderer Werke von Leos Janacek: Sarka, Die Ausflüge des Herrn Broucek, Das schlaue Füchslein, Sinfonietta (in Vorbereitung). Die Kritische Neuausgabe wird ab der Saison 2015/2016 allgemein zur Verfügung stehen.

Pärt, Arvo (*1935)

Adam's Passion (2015)
eine Produktion von Robert Wilson basierend auf "Adam's Lament", "Tabula Rasa", "Miserere" und "Sequentia"

UA 12.05.2015, Noblessner Foundry Tallinn / Estland, Tallinn Chamber Orchestra, Dir. Tõnu Kaljuste, Lucinda Childs, Michael Theophanous, Endro Roosimäe, Erki Laur, Tatjana Kosmõnina; soloists, actors, drama and dance students

Rossini, Gioachino (1792-1868)

Der Barbier von Sevilla
für Soli und Ensemble | 60′
Bearbeitet von Uwe Sochaczewsky Fassung für Kinder

UA 25.07.2015, Große Universitätsaula Salzburg / Österreich, salzburg orchester solisten, Dir. Duncan Ward, Mitglieder des Young Singers Project, Solisten

Staud, Johannes Maria (*1974)

Specter of the Gardenia oder Der Tag wird kommen (2014-2015)
für Schauspieler und großes Ensemble | 60′
2 1 2 1 - 1 2 1 1 - Schl(3), Klav(2), Vl, Vl, 2 2 1

UA 25.09.2015, Helmut List-Halle Graz / Österreich, Ensemble Modern, Dir. Emilio Pomàrico, Johannes Silberschneider, Sprecher

Im Auftrag des steirischen herbsts entwickelten Johannes Maria Staud und der Schriftsteller Josef Winkler ein subtiles Wechselspiel von Musik und Text, keine Oper, sondern eine installative Konzertperformance. Die Skulptur des Surrealisten Marcel Jean "Specter of the Gardenia oder Der Tag wird kommen" inspirierte Josef Winkler zu einem eigensinnigen surrealistischen Monolog, dessen emotionale Botschaften Staud in Musik umsetzt. "Ich habe versucht, eine Instrumentalmusik zu schreiben, die sehr inspiriert ist von diesen Sprachbildfeldern, von diesen aphoristisch-evokativen Dingen". (Johannes Maria Staud)

Zemlinsky, Alexander (1871-1942)

Eine florentinische Tragödie (1916)
Oper in 1 Aufzug für Soli und Ensemble oder Kammerorchester | 60′
Bearbeitet von Roland Freisitzer
1 1 3 1 - 2 1 1 0 - Pk, Schl(2), Cel, Klav, Str

UA 11.05.2015, Musikverein, Brahms-Saal Wien / Österreich, Ensemble Kontrapunkte, Dir. Peter Keuschnig, Alda Caiello, Dietmar Kerschbaum, Steven Scheschareg

Dem Kammerspiel-Charakter des Stoffs entsprechend, hat Roland Freisitzer auch eine Kammerfassung der Oper angelegt. Diese Kammerfassung kommt mit nur 16 Instrumenten aus (optional mit chorischen Streichern). Eine derart radikale Reduzierung des Orchesters machte einen stärkeren Eingriff in das Werk notwendig, um durch gezieltes Uminstrumentieren und Neugewichten das Fehlen mancher Instrumente nicht als Manko erscheinen zu lassen, sondern ganz im Gegenteil die Partitur als grandiose harmonische Ideen Zemlinsky neu zu entdecken. So entsteht packendes, kammermusikalisches Musiktheater!