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Universal Edition - Alfred Schnittke – Trio-Sonate

Alfred Schnittke

Alfred Schnittke
Trio-Sonate

Entstehungsjahr: 1987
Bearbeitungsdatum: 1989
Instrumentierung: für Streichorchester
Komponist: Alfred Schnittke
Bearbeiter: Juri Bashmet
Dauer: 20′
 
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  • Schnittke Alfred | Bearb.: Juri Bashmet

  • Trio-Sonate





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Hörbeispiel

Trio-Sonate

Werkeinführung

„Für mich sind Situationen, die äußerlich einen Erfolg garantieren, höchst verdächtig. Darunter auch meine eigene Situation. Ich bekomme ununterbrochen, fast tagtäglich Aufträge von vielen Menschen aus vielen Ländern. Und ich muss ständig absagen. Alles kann ich einfach nicht tun. Nichts im Leben hat für mich eine garantierte Entwicklung. Jede Lage birgt eine Gefahr in sich“ – Alfred Schnittke war sich 1985 der Gefährdung wie der Vergänglichkeit seines Tuns bewusst geworden, nachdem er einen Kompositionsauftrag erfüllt hatte. Das Streichtrio hatte er 1985 anlässlich des 100. Geburtstages wie des 50. Todestages von Alban Berg geschrieben. Zwei Jahre später bearbeitete Juri Baschmet das Werk für Streichorchester. Eine Dramatisierung einer fragilen Kammermusik zum Gedenken an Alban Berg. Ein Echo auf Wien, wo Schnittke einige Jugendjahre verbracht hatte, und eine persönlich gefärbte Spiegelung der Musik des Fin de siècle. Berg und Mahler und sehr fern: Franz Schubert. Schnittkes Musik ist in einem nahezu ungebrochenen spätromantischen Stil geschrieben, auf eigenartige Weise zwischen düsterer Todesahnung und licht aufscheinender Jenseitigkeit changierend. Durch Nacht zum Licht? Zwei Sätze stehen sich gegenüber. Moderato. Ein unruhiger Satz, der auf einer fünftönigen Formel gründet, die in beständiger Verwandlung begriffen alles durchzieht. Ein vielschichtiger Satz voller Anklänge, Rückerinnerungen gleich. Schattenhaft, hektisch, nervös. Dem steht das lichtere Adagio gegenüber. Am Ende verlieren sich die Geigen. Hohe Töne, leise, licht. Eine Geste, die erinnert an das auskomponierte Verklingen aller Musik am Ende der Neunten von Gustav Mahler. Wenig später, nachdem Schnittke sein Streichtrio vollendet hatte, brach er zusammen. Er erlitt einen Schlaganfall. Wochenlang lag er im Koma. Kann ein Werk von Kommendem künden? Vielleicht. Später soll Schnittke von einem veränderten Zeitempfinden gesprochen haben. Ein Freund charakterisierte das Werk: „Obwohl das Streichtrio vor dem Schlaganfall geschrieben wurde, ist ihm trotzdem bereits jene Läuterung eigen, die manchmal nach überstandener Krankheit eintritt. Das Streichtrio enthält für mich die Quintessenz seiner ganzen qualvollen Suche nach jener überirdischen Kraft, die die irdische Schwerkraft hätte überwinden können.“

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