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Universal Edition - Anton Webern – Passacaglia

Anton Webern

Anton Webern
Passacaglia

Opus: op. 1
Entstehungsjahr: 1908
Instrumentierung: für Orchester
Komponist: Anton Webern
Besetzung: 3 3 3 3 - 4 3 3 1 - Hf, Pk, Schl, Str
Besetzung Details:
kleine Flöte
1. Flöte
2. Flöte
1. Oboe
2. Oboe
Englischhorn
1. Klarinette in B
2. Klarinette in B
Bassklarinette in B
1. Fagott
2. Fagott
Kontrafagott
1. Horn in F
2. Horn in F
3. Horn in F
4. Horn in F
1. Trompete in B
2. Trompete in B
3. Trompete in B
1. Posaune
2. Posaune
3. Posaune
Basstuba
Pauken
Schlagzeug
Harfe
Violine I
Violine II
Viola
Violoncello
Kontrabass
Dauer: 12′
 
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Hörbeispiel

Passacaglia, op. 1

Uraufführung

Ort: Wien / Österreich
Datum: 04.11.1908
Dirigent: Anton Webern

Werkeinführung

Am Ende seiner vierjährigen Lehrzeit bei Arnold Schönberg schrieb Anton Webern dieses – wie er selbst es nannte – „Gesellenstück“. Das Werk ist durch die sichere Handhabung des gewaltigen, spätromantischen Orchesterapparates, die klare und überzeugende Disposition des immerhin 269 Takte umfassenden Satzes (somit des längsten unter Weberns autorisierten Kompositionen) und die meisterhafte Beherrschung der Kompositionstechnik als op. 1 in der Musikgeschichte wohl beispiellos. Die Komposition ist freilich nicht nur ein Beweis der mit dem Abschluss der Lehre bei Schönberg erworbenen technischen Fertigkeiten Weberns, sondern das erste vollgültige Zeugnis für seinen originellen Umgang mit der musikalischen Tradition. Die Passacaglia, eine im Barock beliebte, dem beginnenden 20. Jahrhundert vor allem durch J. S. Bach und Brahms (Haydn-Variationen, IV. Symphonie) vertraute Form, besteht aus Variationen über ein ostinat wiederkehrendes Modell im Dreiertakt, häufig der Bass der Komposition. Wie ein gleichmäßiger weiter Pendelschlag durchpulst der Achttakter von Weberns Passacaglia-Thema (im Zweiertakt!), zu Beginn von den Streichern unisono im ppp pizzicato vorgetragen, das gesamte Werk, nur gegen Schluss durch metrische Erweiterungen leicht gestört. Das Thema selbst aber verliert sich für den Hörer im Verlauf der Komposition immer mehr. Seine melodischen expressiven Ableitungen und Motive, die aus der Gegenstimme der Flöte in der 1. Variation entwickelt werden, drängen sich in den Vordergrund und bestimmen das in drei großen Steigerungswellen ablaufende, von starken Tempomodifikationen geprägte Geschehen. Die durch exzessive Chromatik und auskomponierte Nebenstufen erweiterte Tonalität des Werkes wirkt wie eine Reminiszenz, nicht als selbstverständliches Organisationsprinzip, sondern als bewusst rückwärtsgewandtes Als-ob. Der objektive Zug von Trauer und Wehmut, den das Werk vermittelt, mag auch damit in Zusammenhang stehen. Die – auch späterhin für Webern charakteristische – solistische Führung der Instrumente, die häufig vorgeschriebene Dämpfung der Blechbläser und Streicher wie das rhythmische Gegeneinander von Zweier- und Dreiertakt tragen des weiteren zum gebrochenen Gesamteindruck bei.

1922 schrieb Webern für eine Aufführung in Düsseldorf die folgende Analyse: „Die Streicher pizzikieren unisono das Hauptthema. Es folgen 23 Variationen und eine durchführungsartige Coda. Die erste Variation bringt die grundlegende Harmonisierung des Hauptthemas und ein Gegenthema. Damit sind die beiden Grundgestalten des Stückes gegeben. Alles was folgt ist von diesen abgeleitet. So stellt sich gleich in der 2. Variation die Melodie der Klarinette als eine Umbildung des Gegenthemas dar. Sie wird zum Thema der Variationen 3 bis 5 und zu einem der wichtigsten Faktoren des weiteren Verlaufes. Das Letztere gilt auch von einer aus dem Hauptthema gebildeten Gestalt, die in der nächsten (6.) Variation auftritt. Ihr entspringt in der folgenden (7.) Variation ein Thema im Allegrotempo. In der 8. Variation erklingen gleichzeitig: die Urform des Hauptthemas (Violinen), eine nun oft wiederkehrende Umbildung der [in Variation 6 erstmals aufgetretenen] Gestalt (Bässe) und im Blech eine Variation des Gegenthemas, welche thematisch von großer Bedeutung wird. Die Variationen 8 bis 11 leiten zu den D-dur-Variationen über und verarbeiten die in der 8. gebildeten Motive und Kombinationen. Die erste Dur-Variation hat einleitenden Charakter. In der zweiten erscheint ... die Melodie [aus Variation 3] in neuer Form, womit das Thema der dritten und vierten Dur-Variation gegeben ist. Die noch folgenden acht Mo 11-Variationen bauen sich in kanonischen und imitatorischen Bildungen auf einer Veränderung des Hauptthemas auf. Den Gipfel der hier stattfindenden Steigerung bildet die letzte (23.) Variation, welche eine Wiederholung der achten in veränderter Form darstellt. Die Coda beginnt, als Einleitung eine Mollform der ersten Dur-Variation benutzend, in der Haupttonart, verläßt sie hierauf und verarbeitet durchführungsartig das in der zweiten Dur-Variation aufgestellte Thema. In geradliniger Steigerung führt es zu einer veränderten Wiederholung der 7, Variation. Gestalten aus der 8. beschließen das Stück.“

Manfred Angerer

Taschenpartitur – Passacaglia

  • für Orchester
  • Ausgabeart: Taschenpartitur
  • Reihe: Philharmonia Taschenpartituren
  • PH428
  • ISBN: 978-3-7024-0800-8
  • ISMN: 979-0-008-02174-9
EUR 19,50

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Partitur – Passacaglia

  • für Orchester
  • Ausgabeart: Partitur
  • UE7095
  • ISBN: 978-3-7024-3261-4
  • ISMN: 979-0-008-06344-2
EUR 46,95

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