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Universal Edition - Egon Wellesz – Die Prinzessin Girnara

Egon Wellesz

Egon Wellesz
Die Prinzessin Girnara

Entstehungsjahr: 1919/1920
Untertitel: Mysterium in 2 Akten
Komponist: Egon Wellesz
Textdichter: Jakob Wassermann
Rollen: Buddha, Bariton / König, Baß / Prinzessin Girnara, Sopran / Prinz Siho, Tenor / Magier, Baß / Drei Dämonen: Tenor, Bariton, BaB / mehrere kleinere Partien
Chor: Knabenchor - SATB
Besetzung Details:
3·3·5·3 - 4·3·3·1 - Pk., Schl. (2) - 2 Hf., Cel., Klav. - Str.
Bühnenbilder: 2
Dauer: 120′
 
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Uraufführung

Ort: Frankfurt am Main / Deutschland
Datum: 14.05.1921
Bemerkungen: Frankfurt und Hannover Komponist anwesend, 14 Proben (Info lt. Uraufführungsmaterial K15, KK, 23.5.2012)

Werkeinführung

Im Sommer 1918 las der österreichische Schriftsteller Jakob Wassermann (1873 - 1934) in Altaussee Freunden Teile aus seinem neuesten Werk vor: Christian Wahnschaffe. Unter den Zuhörern war Egon Wellesz, der vom Stück so begeistert war, dass sich Wassermann noch im selben Jahr daran machte, aus einem Kapitel seines Werks ein Libretto herzustellen. Im Jahr darauf war die Komposition beendet.

Die Uraufführung der zweiaktigen Prinzessin Girnara am 14. Mai 1921 fand gleichzeitig an zwei Häusern statt: im Stadttheater Frankfurt und im Opernhaus Hannover.

Egon Wellesz schreibt zu diesem Werk:

„Die Oper, wie er [Wassermann] sie konzipiert hat, zerfallt in zwei parallel spielende Teile, in das Weltspiel und die Legende. Im königlichen Saal findet ein Festmahl statt zur Feier der Vermahlung des fremden Prinzen, dem der König die Hand seiner Tochter gewährt als Dank für geleistete Hilfe in unheildrohendem Krieg. Der Prinz aber erscheint allein auf dem Fest, und immer dringender wird die Frage, der verlangende Ruf nach der Prinzessin. Die geheimnisvolle Stimme eines Magiers zwingt endlich den Prinzen zum Geständnis: aus Ehrgeiz allein hat er gefreit, den Schleier der Braut erst nach der Vermählung gelüftet, dann aber Fürchterliches erblickt: denn sie war aus dem Mutterleib gekommen, 'mit fleischlosem Totenkopf und gesprenkelter Haut', schuldlos zu sühnen für eine Schreckenstat, von ihrem Vater vor ihrer Geburt vollbracht. Kein Auge hat sie je erblickt, mit wenigen Dienerinnen lebte sie eingeschlossen in dem oberen Gewölbe des Schlosses. Der Prinz, von Entsetzen gepackt, war vor ihrem Anblick geflohen, den sperrenden Schlüssel reißt er an sich.

(Hier wechselt das Bild) Die Prinzessin bleibt zurück, ausgesetzt den quälenden Dämonen, die sie höhnen ob der unverdienten, grausamen Härte ihres Schicksals, ihrer Verlassenheit. Fast vergeht sie in Schmerz. Aber von oben wird ihr Hilfe [zuteil]. In Demut vermag sie die Sühne auf sich zu nehmen, ihrem eigenen Selbst zu entsagen, ihr Herz anbetender Liebe zu weihen, bis sie würdig wird, Buddha zu schauen, den siegreich Vollendeten, und er ihr dann auch erscheint, in all seiner Herrlichkeit. Der Augenblick ist gekommen, der Irdisches und Überirdisches vereint, da Weltspiel und Legende einander begegnen. Dem Prinzen war der Schlüssel entrissen worden, Ritter und Höflinge erstürmen das geheime Gewölbe, begierig, das Verborgene zu schauen. Staunend erblicken sie die Prinzessin in wunderbarer Schönheit, erstrahlend in himmlischem Licht. Ein göttliches Wunder ist geschehen, dem der Prinz sich selig erschließt. Dank und Preis dem siegreich Vollendeten.“

Sabine Franz

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