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Universal Edition - Frank Martin – Biographie

 

Frank Martin

Biographie

1890 – Frank Martin wird am 15. September in Genf als zehntes Kind des Pastors Charles Martin und Pauline Martin–Duval geboren.

1899 – Erste Komposition Tête de Linotte, ein Kinderlied.

1906 – Unterricht bei Joseph Lauber in Klavier, Harmonielehre, Komposition und Instrumentation.

1908–1910 – Studium der Mathematik und Physik an der Universität Genf.

1910 – Martin wird Mitglied des Schweizer Tonkünstlervereins (STV), dem er bis zu seinem Tode angehört.

1914–1918 – Einzug als Feldwebel und Telefonist.

1915 – Im Feld komponiert er die Symphonie für burleskes Orchester.

1918 – Heirat mit Odette Micheli. Übersiedlung nach Zürich.

1920 – Rückkehr nach Genf. Quatre Sonnets à Cassandre, das erste Werk, dass Martin selbst später gelten lässt.

1921–1922 – Aufenthalt in Rom.

1922 – Geburt seines ersten Sohnes Renaud François Louis. Messe pour double choeur a cappella.

1924 – Abreise nach Paris.

1925Trio sur des mélodies populaires irlandaises.

1926 – Nach der Trennung von seiner Frau Rückkehr nach Genf. Gründung der Société de Musique de Chambre de Genève. Ernennung zum Musikkritiker der Symphoniekonzerte an der „Tribune de Genève“ (bis 1936). Eintritt in das Institut Jaques–Dalcroze. Rhythmes

1930 – Ernennung an das Konservatorium von Genf als Professor für Kammermusik.

1931 – Heirat mit Irène Gardian. Sonate II für Violine und Klavier

1932 – Geburt der ersten Tochter Francoise Séverine.

19331. Konzert für Klavier und Orchester; Quatre pièces brèves für Gitarre.

1933–1939 – Künstlerische Leitung des Technicum Moderne de Musique.

1935 – Geburt der zweiten Tochter Jeanne Pernette. Rhapsodie für 2 Violinen, 2 Bratschen und Kontrabass.

1936Symphonie für großes Orchester.

1937 – Geburt der dritten Tochter Adrienne.

1938Ballade für Saxophon, Streichorchester, Klavier und Schlagzeug; Beginn mit Vin herbé.

1939 – Tod von Irène. Ballade für Flöte und Klavier.

1940 – Heirat mit Maria Boeke.

1942 – Frank Martin wird zum Präsidenten des STV in Neuenburg ernannt. UA der Gesamtfassung von Le Vin herbé in Zürich. Die Weise von Liebe und Tod des Cornets Christoph Rilke (UA 1945 Basel).

1944 – Mitglied der Stiftung „Pro Arte“ (bis 1961). Petite Symphonie concertante (UA 1946 Zürich); In Terra Pax

1946 – Übersiedlung nach Amsterdam. Geburt des zweiten Sohnes Jan Frank. Golgatha (vollendet 1948, UA 1949 Genf).

1948 – Reise nach Buenos Aires als Schweizer Delegierter zum Weltkongress für Urheberrechte.

1949 – Geburt der vierten Tocher Anne Thérèse. Verleihung des Titels Dr. h. c. der Universität Genf. 6 Monologe aus Jedermann

1950 – Professor für Komposition an der Staatlichen Hochschule für Musik in Köln (bis 1957). Violinkonzert (UA 1952 Basel).

1951Konzert für Cembalo und kleines Orchester.

1952 – Oper Der Sturm (beendet 1955, UA 1956 Wien).

1954 – Unfall mit Moped–Schenkelhalsbruch.

1955 – Mittelmeer–Kreuzfahrt mit den Stationen Venedig, Ägypten, Libanon, Zypern, Griechenland, Portofino.

1956 – Umzug nach Naarden.

1957 – Oratorium Le Mystère de la Nativité (UA 1959 Genf).

1960 – Große Konzerttournee mit dem Cellisten Henri Honegger. Monsieur de Pourceaugnac (UA 1963 Genf).

1963Les quatre Eléments (UA 1964 Lausanne).

1964Pilate (UA 1964 Rom). Neufassung von Der Sturm.

1965Konzert für Violoncello und Orchester (UA 1967 Basel).

1966 – Martin hält in Rom einen Vortrag über Die Verantwortung des Komponisten.

1967 – Erste Reise nach Nordamerika, wo elf seiner Werke aufgeführt werden, von denen er einen großen Teil selbst dirigiert oder spielt.

1968 – Reise nach Buenos Aires, wo er wieder ein Konzert dirigiert. 2. Konzert für Klavier und Orchester (UA 1970 Paris); Maria Triptychon

1970 – Das Fernsehen der französischen Schweiz dreht einen 90 Minuten langen Film, der Frank Martin gewidmet ist. 3 Danses für Oboe und Harfe (UA Zürich).

1971 – Vortrag in Interlaken (Schweiz) Die Rolle der Kunst in der heutigen Gesellschaft. Requiem (UA 1973 Lausanne).

1972Ballade für Viola und Blasorchester; Polyptyque (UA 1973 Lausanne).

1973 – Anfang des Jahres erkrankt Martin an einer Lungenentzündung, im Dezember folgt Gelbsucht, worauf der Komponist an den Gallenwegen operiert wird, wovon er sich nicht wieder vollständig erholt.

1974 – Der Gesundheitszustand bleibt bedenklich. Während einer Reise in die Toskana bricht sich Martin die rechte Schulter.
„Martinee Frank Martin“ an den Internationalen Musikfestwochen Luzern–Vortrag über Schönberg und die Folgen seiner Aktivität.
Der Komponist muss sich einer zweiten Operation unterziehen.

Am 21. November stirbt Frank Martin in Naarden.