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Universal Edition - Friedrich Cerha – 3 Orchesterstücke

Friedrich Cerha

Friedrich Cerha
3 Orchesterstücke

Entstehungsjahr: 2006/2010/2011
Untertitel: (I. Berceuse céleste - II. Intermezzo - III. Tombeau)
Instrumentierung: für Orchester
Komponist: Friedrich Cerha
Besetzung: 4 3 4 3 - 4 4 4 1 - Pk, Schl(6), Hf, Cel, Str
Besetzung Details:
1. Flöte
1. Flöte
2. Flöte (+Picc)
3. Flöte (+Picc)
1. Oboe
2. Oboe
3. Oboe
1. Klarinette in A
2. Klarinette in A
3. Klarinette in A
4. Klarinette in A (+Bkl(B))
1. Fagott
2. Fagott
3. Fagott (+Kfg)
1. Horn in F
2. Horn in F
3. Horn in F
4. Horn in F
1. Trompete in C
2. Trompete in C
3. Trompete in C
4. Trompete in C
1. Posaune
2. Posaune
3. Posaune
4. Posaune
Basstuba
Pauken
1. Schlagzeug
2. Schlagzeug
3. Schlagzeug
4. Schlagzeug
5. Schlagzeug
6. Schlagzeug
Celesta
Harfe
Violine I (8 Pulte)
Violine II (7 Pulte)
Viola (6 Pulte)
Violoncello (5 Pulte)
Kontrabass (4 Pulte)
Auftraggeber: I. (Berceuse céleste, 2006) im Auftrag des SWR
II. (Intermezzo, 2010/2011) und
III. (Tombeau, 2011) im Auftrag des WDR
Dauer: 40′
 
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  • Cerha Friedrich

  • 3 Orchesterstücke





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Uraufführung

Ort: Köln / Deutschland
Datum: 07.02.2014
Orchester: WDR SO Köln
Dirigent: Jukka-Pekka Saraste

Werkeinführung

2006 war ich 80; ein Alter, in dem man sich gedrängt fühlt, nachzudenken, wie sich die Welt während eines langen Lebens gewandelt hat, wie sie einen selbst verändert hat und wie man sie im Verlauf seines Lebens anders sieht. Ich hatte die Vorstellung von drei Orchesterstücken im Kopf, die mit diesen Gedanken zusammenhängen.

2006 ist nur das erste davon realisiert worden: Berceuse céleste. Es ist ein einfaches Stück, frei von bedrückender Erdenschwere; es hat etwas von kindlicher Naivität, von einem Sein, in dem alles Erleben erst beginnt, das noch nicht urteilt, noch nicht scheidet in Kategorien von Werten. Das Stück ist hauptsächlich auf hellen Streicherklang gestellt. Dunklere Seiten dieser Welt zeigen sich vorübergehend in sich auf- und wieder abbauenden Figuren der Blechbläser.

Diesem Stück steht musikalisch diametral das dritte gegenüber: Tombeau. Es hat erst 2010/11 Gestalt angenommen. Es ist getragen vom langsamen, unerbittlichen Geschehen zum Tod hin, in dem Veränderung, Wandel schwindet, Leere bleibt, die Zeit schließlich aufhört zu sein. Ungeachtet persönlicher Konnotationen ist Tombeau ein recht streng strukturiertes Stück. Ich habe, wie schon in anderen Werken, (z. B. im Konzert für Schlagzeug und Orchester) als Ordnungsprinzip ein magisches Quadrat gewählt, das in der arabischen Mystik dem Mars zugewiesen wird. (Es besteht aus 25 Feldern mit den Zahlen 1 bis 25. Die Reihung von 5 Feldern ergibt in den unterschiedlichsten Anordnungen horizontal, vertikal, diagonal etc. immer die Zahlensumme 65. Und daraus bestimmen sich fast durchwegs die Dauern der Töne. Die Tonhöhenbasis ist die chromatische Zwölftonfolge nach oben, darüber der Oktavton und wieder chromatisch die Zwölftonfolge nach unten. Das sind 25 Töne und entspricht den 25 Zahlen des magischen Quadrats, dessen Ordnung somit auch die Tonhöhenorganisation zugrunde liegt).

Das zweite Stück, also das, was zwischen der Wiege und dem Grabe liegt, habe ich ungeachtet seiner Dauer ein wenig satirisch Intermezzo genannt. Es ist ein Stück voller Aufschwünge, Höhepunkte, Erschütterungen, Ängste, Spannungen, Überraschungen und Brüche. Und zwischen all diesen Ereignissen immer wieder das unbeirrbare Ticken der vorwärts schreitenden Zeit: Kurze Zweitonschläge, die oft wiederholt werden und in den verschiedensten Klangfarben und Lautstärken auftreten. Die übrigen Sektionen des Stücks basieren trotz ihrer Unterschiedlichkeit auf einer verwandten Grundsubstanz, haben teilweise auch gestische Ähnlichkeit – man könnte an freie Varianten denken – beziehen sie sich doch auf die gleiche Art individuellen Erlebens.

Friedrich Cerha

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Studienpartitur - 3 Orchesterstücke

3 Orchesterstücke
  • für Orchester
  • Ausgabeart: Studienpartitur

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