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Universal Edition - Georg Friedrich Haas – 1. Streichquartett

Georg Friedrich Haas

Georg Friedrich Haas
1. Streichquartett

Entstehungsjahr: 1997
Instrumentierung: für Streichquartett
Komponist: Georg Friedrich Haas
Auftraggeber: Musikprotokoll Graz auf Anregung von Christian Scheib
Dauer: 30′
 
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Hörbeispiel

1. Streichquartett

Uraufführung

Ort: Kongresshaus Graz / Österreich
Datum: 02.10.1997
Orchester: Arditti String Quartet

Werkeinführung

Die 16 Saiten der vier Streichinstrumente werden nach einer vorgegebenen Anweisung mikrotonal umgestimmt. Die Umstimmung erfolgt mittels auf CD vorliegenden Stimmtönen, kann aber auch nach Gehör vorgenommen werden.

Dem Werk liegen vier voneinander unabhängige Vierklänge zugrunde, die jeweils aus dem ersten, dritten, fünften und siebten Partialton der Obertonreihe gebildet und zum Teil oktavversetzt sind.

Aus dieser mikrotonalen Stimmung sind die bestimmenden Materialien des Stückes abgeleitet:

1. Ineinander verschachtelte Obertonreihen (mit 2, 3 oder 4 Instrumenten). Analog der Spieltechnik des afrikanischen Mundbogens werden die Teiltonreihen unterschiedlicher Grundtöne ineinander verschachtelt. Dieses Prinzip wird bis zum 12. Oberton fortgesetzt, so daß sehr differenzierte, unregelmäßige mikrotonale Skalen entstehen.

2. Durch das mikrotonale Stimmsystem lassen sich mit Hilfe von natürlichen Flageoletts eine Vielzahl von unterschiedlichen Tonhöhen (bis zu sechs Abstufungen pro Halbton) erzielen. Der Übergang zwischen diesen feinstufigen Skalen und dem Kontinuum des Glissandos ist ein wesentliches Material des Quartetts.

3. Die Obertonakkorde selbst werden erst im Verlauf des Stückes wirksam: in ihrer Transposition, indem alle Instrumente das gleiche natürliche Flageolett realisieren, als Klang aus leeren Saiten und als in sich schwebender Akkord, indem zu den leeren Saiten der Einklang auf der benachbarten Saite gegriffen und im langsamen Glissando umspielt wird.

4. Dadurch, daß die Instrumente nicht mehr in Quinten gestimmt sind, kann die reine Quinte wie jedes andere Intervall als Doppelgriff gespielt und in Glissandi verändert werden.

Die zeitliche Ordnung des Stückes ist von Beschleunigungs- und Verlangsamungsprozessen bestimmt, deren detaillierte Ausführung teils den InterpretInnen überlassen, teils exakt auskomponiert ist.

Georg Friedrich Haas

Partitur - 1. Streichquartett

1. Streichquartett
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  • Ausgabeart: Partitur

Partitur - 1. Streichquartett

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Stimmensatz - 1. Streichquartett

1. Streichquartett
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Stimmensatz - 1. Streichquartett

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Studienpartitur - 1. Streichquartett

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