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Universal Edition - Jay Schwartz – Zur Musik

Jay Schwartz
 

Jay Schwartz

Zur Musik

Jay Schwartz im Gespräch mit Bernd Künzig. Mit Genehmigung von SWR2.


Jay Schwartz WergoJay Schwartz' Music for Orchestra, Music for Six Voices, Music for 12 Cellos und Music for Five Stringed Instruments sind jetzt auf CD erhältlich, im Rahmen der „Edition Zeitgenössischer Musik” des Deutschen Musikrats.

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Jay Schwartz
orientiert sich in seinen Kompositionen physikalischen Eigenschaften des Klanges.Tonalität versteht Schwartz als eine im Zusammenhang mit der Physik der Töne komponierte,organische Harmonik, in der er sich auf Obertonreihen, Mikrotonalität, und Glissandi bezieht.Seine Werke führen zu einem poetischen Klangerlebnis, dessen Sog und direkter emotionalerWirkung sich der Zuhörer nicht entziehen kann. 

Akustische Ereignisse werden in einfache, bewusst lang gestreckte, verständliche Formabläufeeingebunden, die einer beharrlichen Metamorphose unterliegen und darüber hinaus auch einemdramatisch durchdachten Konzept folgen, das ein konkretes, meist harmonisches, thematischesMaterial entstehen lässt. Mit dieser Konzeption setzt sich Schwartz ausdrücklich vonamerikanischen Schulen wie John Cage, dem Minimalismus sowie einer Neo-Romantik ab. Homogene Besetzungen, wie z.B. in Music für Orchestra (2005) das Streichorchester, kommendiesem an Einfachheit und Organik orientierten Klangdenken entgegen.

Auch in seinen Konzert-Installationen versucht Schwartz archaischen Aspekten des Klangesnachzuspüren und benutzt hierbei Phänomene der Physik wie Klangübertragung, Magnetismus,und Infraschall. In Music for Autosonic Gongs werden die Instrumente ohne jegliche Berührungallein durch elektroakustische Verfahren zum Schwingen gebracht. Die so entstehenden Klängesind organisch, weder elektronisch erzeugt noch verstärkt. Mit der gewaltigen akustischenWirkung wird die Verbindung von archaischen und avantgardistischen Momenten angestrebt unddamit ein Grundanliegen seines Komponierens eingelöst.