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Universal Edition - Johannes Maria Staud – Fugu

Johannes Maria Staud

Johannes Maria Staud
Fugu

Entstehungsjahr: 2012
Instrumentierung: für Kinderorchester
Komponist: Johannes Maria Staud
Besetzung: 0 2 0 2 - 2 0 0 0 - Schl(2), Str
Besetzung Details:
1. Oboe
2. Oboe
1. Fagott
2. Fagott
1. Horn in F
2. Horn in F
1. Schlagzeug
2. Schlagzeug
Violine I
Violine II
Viola
Violoncello
Kontrabass
Auftraggeber: Auftragswerk der Internationalen Stiftung Mozarteum Salzburg
Dauer: 3′30″
 
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  • Staud Johannes Maria

  • Fugu





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Hörbeispiel

Fugu

Uraufführung

Ort: Mozarteum Salzburg / Österreich
Datum: 03.02.2013
Dirigent: Christoph Koncz
Bemerkungen: performers: Mozart Kinderorchester

Werkeinführung

Der besondere Reiz für bestimmte Orchester, Ensembles oder Interpreten zu schreiben, liegt für Johannes Maria Staud generell in der Auslotung des Handwerklichen in Beziehung auf einen immer neu zu (er)findenden Klangkosmos. In jedem Stück könne etwas Neues ausprobiert werden. In einem Interview von 2011 legte er dar, dass insbesondere die Solostücke in seiner „bisherigen Entwicklung immer fokussierende Stücke gewesen“ seien, in denen er „Dinge prüfen und neu ausrichten konnte“. Auch der Kompositionsauftrag der Internationalen Stiftung Mozarteum, für die Mozartwoche 2013 ein Kinderorchesterstück zu schreiben, legte naturgemäß einen auf die spieltechnischen Möglichkeiten der angehenden Musiker ausgerichteten Fokus nahe, den Staud mit dem Anfang Oktober 2012 vollendeten Stück Fugu „prüfen und neu ausrichten“ konnte. Hier stand der Komponist vor der besonderen Herausforderung, eine für Kinder spielbare Partitur herzustellen, welche die jungen Interpreten weder über- noch unterfordern sollte. Er wollte explizit „keine, wie so oft bei solchen Anlässen üblich, reine Spezial-Effekt-Studie schreiben“ und gestaltete das für die Besetzung Hörner, Oboen, Fagotte und Streicher (diese Konstellation finden wir bei Mozart z. B. in den Sinfonien KV 76 und 183) samt Schlagwerk gesetzte Stück (Aufführungsdauer ca. 3 1/2 Minuten) formal „überschaubar, fasslich“.

Wikipedia, Duden der Jetztzeit, schreibt: Fugu (jap. 河豚) ist eine japanische Spezialität, die aus dem Muskelfleisch von Kugelfischen besteht. „Dieser Kugelfisch ist hochgiftig und nur bei richtiger Zubereitung eine Delikatesse. Das finde ich ein schönes Motto und macht wahrscheinlich auch den Kindern Spaß.“ (Johannes Maria Staud, Oktober 2012) Dabei habe ihm die Idee einer ‚Vergiftung‘ des vom Kinderorchester gespielten Repertoires mit zeitgenössischer Musik gefallen, eine Vergiftung, die bei einem gut zubereiteten Fugu „auch zu Euphorie führen“ könne.

Die Trennlinien des formal abgerundeten Stücks werden durch teils übereinstimmende, teils ähnliche Klangereignisse angezeigt. Diese basieren im wesentlichen auf einem kurzen Schlag, der verschiedenartig auszuführen ist, sei es durch Schlagen der kugelförmigen Maracas (Rumbakugeln) in die offene Hand- oder auf eine weiche Oberfläche, sei es durch wiederkehrende Sforzati in Bläsern und Streichern, die in den beiden letzten Abschnitten des Stückes geradezu insistieren. Ein weiteres Struktur bestimmendes Merkmal in Fugu ist ein aus zwei Tönen im Intervallabstand einer kleinen Sekund stehende Keimzelle, die zu Beginn der achttaktigen Einleitung von den durch Fagotte verstärkten tiefen Streichern in aufsteigender sowie absteigender Richtung vorgestellt wird. Diese Keimzelle durchläuft mannigfaltige Wiederholungen.

Wenn seine Kompositionen auch häufig im Kontext außermusikalischer Impulse und Einflüsse stehen, so bezieht sich Johannes Maria Staud auf der Materialebene stets auf „werkimmanente, musikalische Logik“. „Das Komponieren selbst, ein Prozess der Abstraktion in ein eigengesetzliches Modell, transformiert auch noch den konkretesten äußeren Impuls so lange, bis er als solcher gar nicht mehr wahrnehmbar ist.“ Staud verortet den Abschluss einer Kompositionsarbeit, in der er seine Klangvorstellungen in ein Notenbild gebracht hat, „erst im Kopf des Zuhörers durch die Vermittlung des Interpreten […] ein Umstand, der allzu oft vergessen wird. Alles, was ich tun kann, ist, eine möglichst detaillierte Landkarte zu eigenem Erkunden anzubieten“ (mitgeteilt durch Daniel Ender, Der Wert des Schöpferischen, 2007).

© Therese Muxeneder, 2012

Studienpartitur - Fugu

Fugu
  • für Kinderorchester
  • Ausgabeart: Studienpartitur

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