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Universal Edition - Leoš Janáček – Das schlaue Füchslein

Leoš Janáček

Leoš Janáček
Das schlaue Füchslein

Entstehungsjahr: 1922-1923
Untertitel: Oper in 3 Akten
Komponist: Leoš Janácek
Textquelle: „Liška Bystrouška“
Textdichter: Rudolf Tesnohlidek
Librettist: Leoš Janácek
Originalsprache: Tschechisch
Übersetzer: Max Brod; Norman Tucker; Ute Becker; Alena Wagnerová; Hans Hartleb; Peter Brenner; Fedele D´Amico; Gisella Selden-Goth
Rollen: Der Förster, Bariton
Die Frau Försterin, Alt
Der Schulmeister, Tenor
Der Pfarrer (Dachs), Bass
Háraschta, Bass
Der Gastwirt Pasek, Chortenor
Füchslein Schlaukopf, Sopran
Die Gastwirtin, Chorsopran
Fuchs, Sopran
Das junge Füchslein Schlaukopf, Kindersopran
Franzl und Seppl, Chorsoprane
Dackel, Mezzosopran
Hahn, Sopran
Schopfhenne, Sopran
Grille, Heuschreck, Frosch, Fliege, Kinderstimmen (Sopran)
Libelle, Igel, Eichhörnchen, allerlei Waldgetier, Ballett
Specht, Alt
Mücke, Tenor
Dachs, Bass
Eule, Alt
Eichelhäher, Sopran
Chor: gemischter Chor (SATB)
Kinderchor (SA)
Besetzung: 4 3 3 3 - 4 3 3 1 - Pk, Schl(2), Hf, Cel, Str
Besetzung Details:
1. Flöte
2. Flöte
3. Flöte (+Picc)
4. Flöte (+Picc)
1. Oboe
2. Oboe
Englischhorn
1. Klarinette in B
2. Klarinette in B
Bassklarinette in B
1. Fagott
2. Fagott
3. Fagott (+Kfg)
1. Horn in F
2. Horn in F
3. Horn in F
4. Horn in F
1. Trompete in F
2. Trompete in F
3. Trompete in F
1. Posaune
2. Posaune
3. Posaune
Tuba
Pauken
Schlagzeug (2 Spieler: Xylophon, Glockenspiel, Glocken, Triangel, Piatti, Tamburo piccolo, Tamburo grande, Gran Cassa)
Harfe
Celesta
Violine I (18)
Violine II (16)
Viola (14)
Violoncello (12)
Kontrabass (10)
Bühnenbilder: 6
Bemerkungen: Weitere Übersetzungen auf Anfrage
Dauer: 110′
 
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  • Janácek Leoš

  • Das schlaue Füchslein





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Hörbeispiel

Das schlaue Füchslein

Uraufführung

Ort: National Theatre Brno / Tschechische Republik
Datum: 06.11.1924
Dirigent: Neumann František
Inszenierung: Ota Zítek

Werkeinführung

Die Geschichte vom freisinnigen und gewitzten Füchslein Schlaukopf beginnt bereits in den neunziger Jahren des 19. Jahrhunderts. Am Anfang standen die kleinen Zeichnungen des Jägers und bedeutenden Landschaftsmalers Stanislav Lolek (1873–1936). In der Brünner Tageszeitung Lidové noviny erschienen 1920 die Abenteuer des Füchsleins Schlaukopf in Form von Feuilletons als Serie und hatten großen Erfolg. Die heiteren und unmissverständlichen Zeichnungen mit ihren witzigen und aktuellen Texten fanden ihre Anhängerschaft quer durch das gesamte soziale Spektrum.

Janáček schien offenbar bald zu erwägen, eine Oper zu diesem Stoff zu komponieren, denn er schnitt sämtliche Fortsetzungen aus den Lidové noviny aus. Unmittelbar nachdem der Komponist die Arbeit an Katja Kabanowa beendet hatte, nahm er sich Das Schlaue Füchslein vor. Die Datierungen im Partiturautograf verraten, dass Janáček bereits im Januar 1922 mit der Komposition begann. Rudolf Těsnohlídek, der Autor der literarischen Vorlage, erfuhr nur indirekt von Janáčeks Plan, eine Oper über seinen Text zu schreiben. Der Komponist lud ihn erst dann zu sich ein, als er schon an dem Bühnenwerk arbeitete.

Janáček komponierte und begab sich oft zu Naturstudien ins Freie, wo er eine ganze Reihe Vogelgesänge – von Drosseln, Spatzen, Finken und Amseln – aufzeichnete. Er notierte Stimmen von Taube, Kröte und Frosch mit der instrumentalen Anmerkung „wie Xylofon“. Er beobachtete Tiere und vermerkte im Notizbuch seine Eindrücke von Spaziergängen durchs Wildgehege, wo der Förster sogar einen Fuchsbau mit Jungtieren aufspürte, damit der Komponist sie beobachten und studieren konnte. Daher ist es kein Wunder, dass in den Jahren 1921 und 1922 in den Lidové noviny mehrere Feuilletons von Janáček erschienen, die Tiere zum Thema haben.

Unterdessen brachen leidenschaftliche Verhandlungen darüber aus, wer die Opernneuheit des Komponisten in Verlag nehmen würde. Interesse zeigten vorwiegend, wie schon im Fall von Jenůfa, Die Ausflüge des Herrn Brouček und Katja Kabanowa, zwei Verlage: Hudební matice in Prag und Universal Edition in Wien. Hudební matice sprach den Komponisten als erstes an, aber Janáček nützte, wie schon in früheren Fällen, dieses Angebot, um seine Verhandlungen mit der Universal Edition aus einer sicheren Position führen zu können. Der Vertrag zwischen Leoš Janáček und der Universal Edition wurde Ende März/Anfang April 1924 unterschrieben.

Die feierliche Welturaufführung der Oper Příhody lišky Bystroušky (Die Abenteuer des Füchsleins Schlaukopf) fand im Brünner Theater Na Hradbách am 6. November 1924 statt. Der Erfolg war enorm und der Komponist selbst war mit der Inszenierung von Ota Zítek und dem Bühnenbild von Eduard Milén (der auch den Umschlag des Klavierauszugs gestaltete) sehr zufrieden.

Janáček selbst charakterisierte sein Werk als Waldidylle, die beim Publikum eine Ahnung von der Einheit des Lebens wecken soll – einerlei, ob es sich um Mensch oder Tier handelt.

Libretto/Textbuch – Das schlaue Füchslein (dt.)

  • Ausgabeart: Libretto/Textbuch
  • Sprache: Deutsch
  • UE8319
  • ISBN: 978-3-7024-1922-6
  • ISMN: 979-0-008-06761-7
EUR 12,50

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Libretto/Textbuch – The Cunning Little Vixen

  • Ausgabeart: Libretto/Textbuch
  • Sprache: Englisch
  • UE8319E
  • ISBN: 978-3-7024-2186-1
  • ISMN: 979-0-008-06925-3
EUR 13,50

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