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Universal Edition - Leoš Janácek – Der Ausflug des Herrn Broucek zum Mond

Leoš Janácek

Leoš Janácek
Der Ausflug des Herrn Broucek zum Mond

Entstehungsjahr: 1908-1920
Untertitel: Oper in 2 Akten und 1 Epilog
Komponist: Leoš Janácek
Herausgeber: Jirí Zahrádka
Originalsprache: Tschechisch
Übersetzer: Ute Becker; Alena Wagnerová; Robert Brock; Norman Tucker; John Tyrrell
Rollen: Broucek, Tenor
Sternenfried, Tenor
Mondkristan, Bassbariton
Etherea, Sopran
Zauberlicht, Bass
Wunderkind, Sopran
Harfenklang, Tenor
Farbenspiel, Tenor
Wolkengrau, Bariton
Dichter, Tenor
Ein anderer Dichter, Tenor
Chor: Künstler, TTTBBB
Musiker, TTBB
Ethereas Gefährtinnen, SSAA
Besetzung: 4 3 3 3 - 4 4 4 1 - Pk, Schl, Hf, Cel, Str
Besetzung Details:
1. Flöte
2. Flöte (+3. Picc)
3. Flöte (+2. Picc)
4. Flöte (+1. Picc)
1. Oboe
2. Oboe
Englischhorn
1. Klarinette in B
2. Klarinette in B
Bassklarinette in B
1. Fagott
2. Fagott
Kontrafagott
1. Horn in F
2. Horn in F
3. Horn in F
4. Horn in F
1. Trompete in F
2. Trompete in F
3. Trompete in F
4. Trompete in F
1. Posaune
2. Posaune
3. Posaune
4. Posaune
Tuba
Pauken
Schlagzeug (1 Spieler: Glockenspiel, Glocken, Xylophon, Triangel, Becken, Tam-Tam)
Celesta(+Glasharmonika)
Harfe
Violine I
Violine II
Viola
Violoncello
Kontrabass
Dauer: 70′
 
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  • Janácek Leoš

  • Der Ausflug des Herrn Broucek zum Mond





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Hörbeispiel

Der Ausflug des Herrn Broucek zum Mond ...

Uraufführung

Ort: Nationaltheater Prag Prag / Tschechische Republik
Datum: 20.12.2003
Dirigent: Charles Mackerras
Inszenierung: Jirí Nekvasil
Bemerkungen: UA der neu bereinigten Ausgabe mit Epilog war vorgesehen - kurzfristige Änderung, wurde dann ohne Epilog gespielt.

Werkeinführung

Die Ausflüge des Herrn Brouček ist ein sehr kompliziertes, schwieriges, aber wunderbares Stück. Die Idee dahinter ist verzwickt, es handelt sich um eine doppelte Satire. Durch die Figur des Herrn Brouček werden die verweichlichte, auf dem Mond angesiedelte Künstlerwelt und auf der Erde die lächerliche, fanatische Gemeinschaft der religiösen Fundamentalisten der mittelalterlichen Gesellschaft verspottet, aber gleichzeitig trifft Brouček als zeitgenössischer, kleinbürgerlicher Kunstbanause selbst der Spott – es ist also eine doppelte Satire. In der Regel gibt es in einer Satire eine Art von Jedermann, mit dessen Hilfe die Welt absurd gezeichnet wird. Aber in diesem Stück sind sowohl die Welt als auch der zentrale Charakter selbst absurd. Da gibt es keine Mitte.

David Pountney


Der Ausflug des Herrn Brouček zum Mond und Der Ausflug des Herrn Brouček in das 15. Jahrhundert nehmen zweifellos eine Sonderstellung im gesamten Opernschaffen des Komponisten ein, scheinen sie doch dem eigentlich ernsten und dramatischen Grundcharakter seiner übrigen Opern völlig zu widersetzen. In ihrer tiefgreifenden Komik und ausgestattet mit unverkennbar satirischen Zügen könnte man Die Ausflüge des Herrn Brouček fast schon als atypisch für Janáček bezeichnen. Jedoch ist auch hier sein überaus ausdrucksstarker, äußerst textnaher und vor allem origineller Kompositionsstil nicht zu verkennen, der ihn zu einem der wichtigsten Komponisten des 20. Jahrhunderts erhob. Anlässlich der deutschen Erstaufführung 1959 hatte der Wiener Musikkritiker und Kulturjournalist Karl Löbl gefragt: „Wie hatte diese kostbare Musik solange verborgen bleiben können?

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Der Ausflug des Herrn Broucek zum Mond

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