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Universal Edition - Leoš Janáček – Glagolitische Messe

Leoš Janáček

Leoš Janáček
Glagolitische Messe

Entstehungsjahr: 1928
Fassung: Fassung letzter Hand
Instrumentierung: für Soli, gemischten Chor, Orgel und Orchester
Komponist: Leoš Janácek
Herausgeber: Paul Wingfield
Textquelle: Ordinary of the Masses in Old Church Slavonic, "Cyril" and "Misi slavnije o bl. Marii deve i za umršeje obetnije slovenskim jezikom" transliterated by Josef Vajs; (1919/1920) and revised by Miloš Weingart.
Textbearbeiter: Miloš Weingart
Originalsprache: Altkirchenslawisch
Übersetzer: Malcolm Rayment; Rudolf Stephan Hoffmann; Rosa Newmarch
Chor: SSAATTBB
Solo: Sopran; Alt; Tenor; Bass
Besetzung: 4 3 3 3 - 4 4 3 1 - Pk, Schl(2), Hf(2), Cel, Org, Str
Besetzung Details:
1. Flöte
2. Flöte (+ 3. Picc)
3. Flöte (+ 1. Picc)
4. Flöte (+ 2. Picc)
1. Oboe
2. Oboe
Englischhorn
1. Klarinette in B
2. Klarinette in B
3. Klarinette in B (+ Bkl(B))
1. Fagott
2. Fagott
3. Fagott (+ Kfg)
1. Horn in F
2. Horn in F
3. Horn in F
4. Horn in F
1. Trompete in F
2. Trompete in F
3. Trompete in F
4. Trompete in F
1. Posaune
2. Posaune
3. Posaune
Tuba
Pauken
Schlagzeug (2 Spieler)
1. Harfe
2. Harfe
Celesta
Orgel
Violine I
Violine II
Viola
Violoncello
Kontrabass
Dauer: 45′
 
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  • Janácek Leoš

  • Glagolitische Messe





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Hörbeispiel

Glagolitische Messe

Uraufführung

Ort: Brno / Tschechische Republik
Datum: 05.12.1927
Orchester: Orchestra of the Brno National Theatre
Dirigent: Kvapil Jaroslav
Hauptsolisten: Alexandra Cvanová, s, Marie Hloušková, a, Stanislav Tauber, t, Ladislav Nemecek, b, Bohumil Holub, org.

Werkeinführung

Das Jahr 1926 war für Leoš Janáček ein besonders erfolgreiches und fruchtbares Jahr. Unter anderem entstanden seine Oper Die Sache Makropulos, ebenso wie die Sinfonietta und die Glagolitische Messe (Mša glagolskaja).

Janáček schrieb die Glagolitische Messe in nur zweieinhalb Monaten, und sie eroberte sich einen Platz unter den bedeutendsten Messkompositionen. Janáček verließ alle ausgetretenen Bahnen des traditionellen Genres. Es entstand ein Werk, das innerhalb der gesamten geistlichen Musik einzigartig ist; und es stellt sich die Frage, ob es überhaupt noch in diese Kategorie eingereiht werden kann. Am ehesten ist es wohl noch mit Zoltán Kodálys kraftvollem Psalmus hungaricus zu vergleichen. Janáček vermied die lateinische Sprache und verwendete stattdessen einen Text aus dem 9. Jahrhundert, der in der glagolitischen (cyrillischen) Schriftsprache, dem alten Kirchenslawisch, abgefasst ist. Janáček sagte einmal während der Niederschrift: „Ich will den Menschen zeigen, wie man mit dem lieben Gott zu reden hat.“ Und er tat es mit einem Selbstbewusstsein, das kirchliche Demut und Zerknirschung nicht kennt. Er wollte eine „fröhliche Messe“schreiben, weil alle bisherigen Messen so traurig wären.

Vermutlich aufgrund fehlender Kräfte im Orchester und auch wegen der zu kurzen Probenzeit sah sich der Komponist gezwungen, noch vor der Uraufführung (5. Dez. 1927) größere Änderungen vorzunehmen. Weitere Adaptierungen dürften noch vor der zweiten Aufführung in Prag (8. April 1928) gemacht worden sein. Im Zuge dieser Überarbeitungen wurden Teile gestrichen, welche zum Interessantesten gehören, das Janáček je geschrieben hat. Zu allem Unglück verstarb der Komponist, bevor die Partitur gedruckt war. Die nach seinem Tod publizierte Ausgabe des Werkes stellt somit eine Fassung dar, die weit weniger spannend und technisch anspruchsvoll ist, als sie ursprünglich von Janáček konzipiert worden war.

Der Musikwissenschaftler Paul Wingfield hat nach jahrelangem Quellenstudium die „Erstfassung“ rekonstruiert. Nachdem diese mit aufführungspraktischen Hinweisen von Sir Charles Mackerras versehen worden war, konnte diese bislang unbekannte Version der Öffentlichkeit erstmals zugänglich gemacht werden. In der Folge wurde auch die bisher schon bekannte „Fassung letzter Hand“ einer musikwissenschaftlichen wie auch aufführungspraktischen Revision unterzogen. Beide Versionen stehen als völlig neu hergestelltes Aufführungsmaterial zur Verfügung. Es bleibt den Veranstaltern überlassen, welcher Fassung mit ihren jeweils spezifischen Meriten sie den Vorzug geben. In der Reihe der UE-Studienpartituren ist die Glagolitische Messe ebenfalls erschienen (UE34298); in einem ausführlichen Vorwort werden die Unterschiede und Gemeinsamkeiten der beiden Fassungen erläutert, die sich beide in der Studienpartitur wiederfinden.  

Klavierauszug – Glagolitische Messe (Mša glagolskaja)

  • für Solisten: Sopran, Alt, Tenor, Bass, Chor SATB Orgel und Orchester
  • Ausgabeart: Klavierauszug
  • Ausgabeinfo: revidierte Ausgabe 2010 Orchestermaterial leihweise (Studienpartitur UE34298 für beide Fassungen)
  • Sprache: altkirchenslawisch
  • UE34336
  • ISBN: 978-3-7024-6876-7
  • ISMN: 979-0-008-08222-1
EUR 54,95

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Chorpartitur – Glagolitische Messe (Mša glagolskaja)

  • für Solisten: Sopran, Alt, Tenor, Bass, Chor SATB, Orgel und Orchester
  • Ausgabeart: Chorpartitur
  • Ausgabeinfo: revidierte Ausgabe 2010 Orchestermaterial leihweise (Studienpartitur UE34298 für beide Fassungen)
  • Sprache: altkirchenslawisch
  • UE34337
  • ISBN: 978-3-7024-6878-1
  • ISMN: 979-0-008-08224-5
EUR 23,50

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Chorstimme – Glagolitische Messe (Mša glagolskaja)

  • Sopran
  • Ausgabeart: Chorstimme
  • Sprache: Altslawisch; Deutsch
  • UE9543A
  • ISBN: 978-3-7024-6485-1
  • ISMN: 979-0-008-03045-1
EUR 8,95

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Chorstimme – Glagolitische Messe (Mša glagolskaja)

  • Alt
  • Ausgabeart: Chorstimme
  • Sprache: Altslawisch; Deutsch
  • UE9543B
  • ISBN: 978-3-7024-6486-8
  • ISMN: 979-0-008-03046-8
EUR 8,95

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Chorstimme – Glagolitische Messe (Mša glagolskaja)

  • Tenor
  • Ausgabeart: Chorstimme
  • Sprache: Altslawisch; Deutsch
  • UE9543C
  • ISBN: 978-3-7024-6487-5
  • ISMN: 979-0-008-03047-5
EUR 8,95

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Chorstimme – Glagolitische Messe (Mša glagolskaja)

  • Bass
  • Ausgabeart: Chorstimme
  • Sprache: Altslawisch; Deutsch
  • UE9543D
  • ISBN: 978-3-7024-6488-2
  • ISMN: 979-0-008-03048-2
EUR 8,95

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Klavierauszug – Glagolitische Messe (Mša glagolskaja)

  • für Soli: Sopran, Alt, Tenor, Bass, Chor SATB, Orgel und Orchester
  • Ausgabeart: Klavierauszug
  • Sprache: Altslawisch; Deutsch
  • UE9544
  • ISBN: 978-3-7024-1096-4
  • ISMN: 979-0-008-01710-0
EUR 42,95

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Klavierauszug – Glagolitische Messe (Mša glagolskaja)

  • für Soli: SATB, Chor SATB, Orgel und Orchester
  • Ausgabeart: Klavierauszug
  • Sprache: englisch; lateinisch
  • UE9544A
  • ISBN: 978-3-7024-6489-9
  • ISMN: 979-0-008-01709-4
EUR 49,95

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Dirigierpartitur - Glagolitische Messe

Glagolitische Messe
  • für Soli, gemischten Chor, Orgel und Orchester
  • Ausgabeart: Dirigierpartitur
  • Sprache: Altkirchenslawisch

Dirigierpartitur - Glagolitische Messe

Glagolitische Messe
  • für Soli, gemischten Chor, Orgel und Orchester
  • Ausgabeart: Dirigierpartitur

5 Ensembles, die dieses Werk spielten:

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