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Universal Edition - Leoš Janáček – Katja Kabanowa

Leoš Janáček

Leoš Janáček
Katja Kabanowa

Entstehungsjahr: 1921
Untertitel: Oper in 3 Akten
Komponist: Leoš Janácek
Herausgeber: Sir Charles Mackerras; Karl Heinz Füssl
Textquelle: Russischer Text "Groza" oder "Das Gewitter" von Ostrowski (1859)
Librettist: Leoš Janácek
Originalsprache: Tschechisch
Übersetzer: Vincenc Cervinka; Max Brod; Reinhold Schubert; Ute Becker; Alena Wagnerová; Norman Tucker; Michel Ancey
Rollen: Savjol Prokofjewitsch Dikoj, ein Kaufman, Bass
Boris Grigorjewitsch, sein Neffe, Tenor
Marfa Ignatjewna Kabanowa (Kabanicha), eine reiche Kaufmannswitwe, Alt
Tichon Ivanytsch Kabanoff, ihr Sohn, Tenor
Katherina (Katja), seine Frau, Sopran
Wanja Kudrjasch, Lehrer, Chemiker, Mechaniker, Tenor
Barbara, Pflegetochter im Hause Kabanoff, Mezzosopran
Kuligin, Freund des Kudrjasch, Bariton
Glascha & Fekluscha, Dienstboten, Mezzosopran
Ein Vorbeigehender
Eine Frau aus dem Volk, Alt
Chor: Bürger beiderlei Geschlechts
Besetzung: 4 3 3 3 - 4 3 3 1 - Pk, Schl(2), Hf, Cel, Va.d'a, Str
Besetzung Details:
1. Flöte
2. Flöte
3. Flöte (+Picc)
4. Flöte (+Picc)
1. Oboe
2. Oboe
3. Oboe (+Englischhorn)
1. Klarinette in B
2. Klarinette in B
3. Klarinette in B (+Bkl(B))
1. Fagott
2. Fagott
3. Fagott (+Kfg)
1. Horn in F
2. Horn in F
3. Horn in F
4. Horn in F
1. Trompete in F
2. Trompete in F
3. Trompete in F
1. Posaune
2. Posaune
3. Posaune
Tuba
Pauken
Schlagzeug (2 Spieler): Xylophon, Glockenspiel, Schellen, Hängebecken, große Trommel
Celesta
Harfe
Viola d'amore
Violine I
Violine II
Viola
Violoncello
Kontrabass

Dauer: 105′
 
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  • Janácek Leoš

  • Katja Kabanowa





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Hörbeispiel

Katja Kabanowa

Uraufführung

Ort: Národni divadlo (National Theatre) Brno / Tschechische Republik
Datum: 23.11.1921
Dirigent: Neumann František

Werkeinführung

„Ich empfinde Mitleid für sie“, singt Varvara im ersten Akt von Janáčeks sechster Oper Katja Kabanowa. Diese Emotion, das Mitgefühl mit einer Frau, die psychischen Qualen ausgesetzt ist, ist in vielen Opern Janáčeks präsent. Die meisten von ihnen handeln von Individuen, die sich von sozialen Realitäten und Normen eingeengt fühlen. Der Versuch, sich diesen entgegen zu stellen, ist oft mit fatalen Konsequenzen verbunden.

Janáček entschied sich vermutlich Anfang 1919 dazu, „Das Gewitter“ (Bouře) von Ostrovski zu vertonen. Es ist nicht verwunderlich, dass er für diese Oper ein russisches Thema wählte, da Janáček, Mitbegründer des russischen Zirkels in Brünn, ein Liebhaber der russischen Kultur war und sich oft von russischer Literatur inspirieren ließ. Sobald einige Fragen rund um die Übersetzung von Vincenc Červinka geklärt waren, begann Janáček mit der Arbeit und adaptierte das gesamte Stück selbst. Die Premiere der Oper fand am 23. November 1921 im Nationaltheater Brünn unter der Leitung von František Neumann statt. Fast genau ein Jahr später, am 30. November 1922, kam Katja Kabanowa im Prager Nationaltheater mit Otakar Ostrčil am Dirigentenpult auf die Bühne. Obwohl Kritiker anmerkten, es sei „die entscheidende Schwäche der Oper, dass sie keine flüssige Handlung hat“, war der Erfolg groß. Im Jahr 1927 entschied sich Janáček dazu, die Übergänge zwischen den einzelnen Szenen im ersten und zweiten Akt zu ändern, indem er kurze Zwischenspiele hinzufügte. Sie dienen als Bindeglied zwischen den einzelnen Szenen und ermöglichen den Umbau des Bühnenbilds, ohne den musikalischen Fluss zu unterbrechen. Diese Zwischenspiele wurden von Sir Charles Mackerras wiederentdeckt, der sie auch in die neu erschienene Partitur der Oper mit aufnahm.

Katja Kabanowa zeichnet das intime und lyrische Bild eines einsamen Menschen und einer persönlichen Tragödie und kommt dabei ohne leere oder pathetische Gesten aus. Es ist eine Geschichte, die auch in der Gegenwart aktuell ist und unseren Nachbarn widerfahren könnte. Das ist vielleicht auch der Grund dafür, wieso dieses Werk das Publikum bis heute anspricht. Dank der musikalischen Produktion zählt es zu den eindrucksvollsten musikalischen Tragödien des 20. Jahrhunderts.

Jiří Zahrádka

Pressestimmen

Der nicht nur in Böhmen bekannte Komponist der Jenůfa feierte einen neuen Erfolg mit seiner Oper Kátja Kabanová, die bei ihrer Uraufführung im Brünner Stadttheater jubelnden Beifall errang. Die Geschichte der Textgestaltung ist ziemlich kompliziert.

Oatrowskijs, des russischen Klassikers Drama Gruza wurde von Vinc. Červinka ins Tschechische übertragen. Janáček hat diese Übertragung seiner Oper zugrunde gelegt. Aus dem dunklen Hintergrund eines versklavten Volkes hebt sich die Figur der alten Kabanicha hervor, der eigentlichen Heldin, die alle Fäden hält. In ihr ist der Zarengedanke unbedingter Herrschaft, unbedingten Gehorsams verkörpert und in die Sphäre der Familie projiziert, wo er noch quälender wirkt, als in breiter Staats-Öffentlichkeit. Die Kabanicha beherrscht ihren schwachen Sohn Tichon, stört dessen Ehe mit der schwärmerischen Katja durch rüdes Kommandieren. Katjas weiches Wesen lehnt sich auf; wider ihren Willen verfällt sie dem halbadeligen Städter Boris, der in ähnlichen Banden schmachtet wie sie, von seinem Oheim tyrannisiert, wie sie von der Schwiegermutter. Das Schicksal zwingt die beiden zusammen. Katja erträgt dann die Lüge nicht. Ganz auf ihre Reinheit und ihr zartes, religiöses Gewissen gestellt, konnte sie sich für eine Zeitlang vergessen, solange ihr Mann nicht zu Hause war. Er kehrt heim – und von niemandem gedrängt, gesteht sie alles, sucht den Tod in der Wolga. Die neue Oper ist mit Jünglingskraft wie in einem einzigen Zug hingerast. Sie überragt an Durcharbeitung alles, was er bisher geschaffen hat. Sie ist die reife Frucht, während Jenůfa Blüte war. Direkt ins Herz singt sich die Einleitung zum zweiten Akt. Vorher schon die große Szene der Katja, in der sie vom Glück ihrer Jugend, von schwärmerischen Visionen in der Kirche erzählt. Wie da das Waldhorn zu tönen beginnt und eine kühne Kuppelarchitektur der Holzbläser über dieser Melodie sich langsam aufbaut, – das muß jedem, der Musik zu fühlen vermag, Tränen in die Augen locken. Es folgt dann im letzten Akt ein zweites Liebesduett, – hier erschauert man in Süße und Hingabe, wenn zum langen Kuß der Zwei die sordinierten Streicher ihren mystischen Gesang anheben. Die Instrumentation Janáčeks ist so delikat wie nur möglich. Nie deckt er die Singstimmen. Viele Orchesterstellen haben den feinen Reiz eines morgenfrischen Aquarells. Und wie viel neue Anregung bietet die Partitur dem Kenner!

Max Brod

Libretto/Textbuch – Káta Kabanová - Katja Kabanova

  • Ausgabeart: Libretto/Textbuch
  • Sprache: deutsch; tschechisch
  • UE30154
  • ISBN: 978-3-7024-5967-3
  • ISMN: 979-0-008-02392-7
EUR 16,95

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Kritischer Bericht – Katja Kabanowa

  • Ausgabeart: Kritischer Bericht
  • Sprache: Deutsch
  • UE30532A
  • ISBN: 978-3-7024-1241-8
  • ISMN: 979-0-008-06568-2
EUR 1,00

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Studienpartitur – Káta Kabanová

"In dem Stück ist viel Ergreifendes, slawisch Weiches; Gefühlstiefe. Möchte es mir doch gelingen, den rechten, ebenso tiefen Ausdruck zu finden!" (Leoš Janácek, 1920)

  • Ausgabeart: Studienpartitur
  • Reihe: Neue Studienpartituren-Reihe
  • Sprache: deutsch; tschechisch
  • UE35539
  • ISBN: 978-3-7024-7096-8
  • ISMN: 979-0-008-08428-7
EUR 76,50

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Dirigierpartitur – Káta Kabanová

"In dem Stück ist viel Ergreifendes, slawisch Weiches; Gefühlstiefe. Möchte es mir doch gelingen, den rechten, ebenso tiefen Ausdruck zu finden!" (Leoš Janácek, 1920)

  • Ausgabeart: Dirigierpartitur
  • Sprache: deutsch; tschechisch
  • UE35862
  • ISBN: 978-3-7024-7361-7
  • ISMN: 979-0-008-08691-5
EUR 400,00

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Klavierauszug – Káta Kabanová - Katja Kabanowa

  • Ausgabeart: Klavierauszug
  • Ausgabeinfo: ins Deutsche übertragen von Max Brod - neu herausgegeben von Sir Charles Mackerras
  • Sprache: deutsch; tschechisch
  • UE7103
  • ISBN: 978-3-7024-2398-8
  • ISMN: 979-0-008-01657-8
EUR 63,50

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Libretto/Textbuch – Katya Kabanova

  • Ausgabeart: Libretto/Textbuch
  • Sprache: Englisch
  • UE7104E
  • ISBN: 978-3-7024-6773-9
  • ISMN: 979-0-008-08131-6
EUR 10,50

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Download – Káta Kabanová

  • Ausgabeart: Download
  • Ausgabeinfo: PDF-Download
  • UED3553900
EUR 74,95

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Ort: Opera Holland Park, London (GB), Orchester: City of London Sinfonia, Dirigent: Sian Edwards


28.07.2017
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Ort: ASB Waterfront Theatre, Auckland (NZ), Orchester: Auckland Philharmonia Orchestra, Dirigent: Wyn Davies

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