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Universal Edition - Luke Bedford – Wonderful Four-Headed Nightingale

Luke Bedford
Wonderful Four-Headed Nightingale

Entstehungsjahr: 2013
Instrumentierung: für Streichquartett
Komponist: Luke Bedford
Auftraggeber: Auftragswerk von Wien Modern
Dauer: 9′
 
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Uraufführung

Ort: Konzerthaus Wien / Österreich
Datum: 28.10.2013
Orchester: Arditti String Quartet

Werkeinführung

Dieses Stück ist eine Bearbeitung meiner Wonderful Two-Headed Nightingale für Violine, Viola und fünfzehn Spieler. Der Originaltitel wurde von einem Plakat aus dem 19. Jahrhundert übernommen, das für ein singendes siamesisches Zwillingspaar wirbt: Millie und Christine McCoy. Sie wurden im Jahr 1851 in Sklaverei geboren und an einen Schausteller verkauft. Trotzdem schafften sie es, dem Schicksal vieler anderer Darsteller, die in Freak-Shows auftraten, zu entgehen und sich ein relativ normales Leben aufzubauen. Etwas an ihrer Geschichte und an dem Plakat faszinierte mich, und ich entdeckte Parallelen zu der Musik, die ich zu schreiben versuchte. Ich wusste schon zu Beginn des Kompositionsprozesses, dass die beiden Solisten gezwungen sein würden, die meiste Zeit des Stückes identische oder sehr ähnliche Musik zu spielen. Das Spannungsfeld zwischen ihrem gemeinsamen, einheitlichen Klang und ihrem Verlangen, sich voneinander zu befreien, war meinem Gefühl nach etwas, das sich künstlerisch umfangreich ausschöpfen ließ. Aber ich wusste auch, dass es ihnen nie gelingen würde, sich voneinander zu lösen. Am Ende des Stückes würden sie genauso eng miteinander verbunden sein wie sie es am Anfang gewesen waren.

Im Eröffnungsteil sind zwei harmonische Grundideen zu hören, die als Basis für alle weiteren Entwicklungen im Stück dienen. Die erste ist bekannt: Es sind die reinen Quinten leerer Saiten. Die zweite aber ist viel merkwürdiger: das erniedrigte F am ersten Höhepunkt des Stückes. Diese beiden Bausteine – Quinten und Vierteltöne – werden durch einige kurze Muster, deren Kombination sich ständig ändert, rhythmisch miteinander verbunden, sodass das Gesamtergebnis nie vorhersehbar ist.

Innerhalb des Stücks gibt es vier definierbare Abschnitte. Nach einem Duett der ersten Violine mit der Viola steigen die zweite Violine und das Cello nach und nach ein und übernehmen den rhythmischen Impuls. So bildet sich ein Höhepunkt, nach dem die Musik in sich zusammenfällt und nur eine Serie von nüchternen Akkorden hinterlässt. Anstatt auszuklingen, kehrt der Eröffnungsteil wieder zurück, der das Stück zu Ende bringt.

Luke Bedford

Partitur - Wonderful Four-Headed Nightingale

Wonderful Four-Headed Nightingale
  • für Streichquartett
  • Ausgabeart: Partitur

Stimmensatz - Wonderful Four-Headed Nightingale

Wonderful Four-Headed Nightingale
  • für Streichquartett
  • Ausgabeart: Stimmensatz

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