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Universal Edition - Luke Bedford – Wonderful No-Headed Nightingale

Luke Bedford
Wonderful No-Headed Nightingale

Entstehungsjahr: 2012
Instrumentierung: für 10 Spieler
Komponist: Luke Bedford
Besetzung Details:
Flöte
Oboe
Klarinette in B
Horn in F
Posaune
1. Violine
2. Violine
Viola
Violoncello
Kontrabass
Dauer: 8′
 
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  • Bedford Luke

  • Wonderful No-Headed Nightingale





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Hörbeispiel

Wonderful No-Headed Nightingale

Uraufführung

Ort: Cuvilliéstheater München / Deutschland
Datum: 22.06.2012
Orchester: Ensemble Modern
Dirigent: Oswald Sallaberger

Werkeinführung

Das Stück ist eine Überarbeitung meines Werks Wonderful Two-Headed Nightingale für Violine, Viola und 15 Musiker. Der Originaltitel wurde von einem Plakat aus dem 19. Jahrhundert inspiriert, auf dem der Auftritt zweier singender siamesischer Zwillinge – Millie und Christine McCoy – beworben wird. Die beiden waren 1851 in Sklaverei geboren und an einen Schausteller verkauft worden. Trotzdem gelang es ihnen, dem Schicksal vieler Leidensgenossen, die in Monstrositätenschauen ihr Leben fristeten, zu entgehen und sich ein relativ normales Leben aufzubauen. Irgendetwas an ihrer Geschichte und an dem Plakat faszinierte mich, und ich entdeckte Parallelen zu der Musik, die ich gerade komponierte. Schon in einem sehr frühen Stadium des Kompositionsprozesses wusste ich, dass die beiden Solistinnen während des größten Teils des Stücks gezwungen sein würden, entweder identische oder jedenfalls sehr ähnliche Musik zu spielen. Ich spürte, dass die Spannung zwischen dem von ihnen erzeugten gemeinsamen, einheitlichen Klang und ihrem Wunsch, sich voneinander zu befreien, reiche Möglichkeiten bot. Aber ich wusste auch, dass es den beiden nie gelingen würde, sich voneinander loszureißen. Sie würden am Ende des Stücks genauso aneinandergekettet sein wie am Beginn.

Bei der Komposition dieser Version für 10 Musiker war ich gezwungen, die Solistinnen wieder ins Ensemble zurückzuführen. Daher der neue Titel – die beiden Köpfe mögen zwar abgeschlagen sein, doch die Nachtigall singt weiter.

In der Einleitungssequenz sind die beiden harmonischen Grundgedanken zu hören, auf denen alles andere aufbaut. Der erste ist uns vertraut: die reinen Quinten leerer Saiten. Der zweite ist aber viel eigenartiger: ein erniedrigtes F, das vom Ensemble bei seinem ersten Einsetzen gespielt wird. Diesen beiden Bausteinen – Quinten und Vierteltönen – stehen auf der rhythmischen Seite einige kurze Muster gegenüber, die auf ständig neue Weisen kombiniert werden, so dass das Gesamtergebnis niemals vorhersagbar ist.

Das Stück besteht aus vier definierbaren Teilen. Nach einem Duett zwischen Violine und Viola setzt langsam das Ensemble ein und gibt die rhythmischen Impulse vor. Die Musik strebt einer Krise zu, auf deren Höhepunkt sie zusammenbricht – übrig bleibt nur eine Reihe schroffer Akkorde. Anstatt einfach zu verebben, erwacht das einleitende Material wieder zum Leben und bringt das Stück zu seinem Ende.

Luke Bedford

Lesen sie die vollständige Partitur

Studienpartitur - Wonderful No-Headed Nightingale

Wonderful No-Headed Nightingale
  • für 10 Spieler
  • Ausgabeart: Studienpartitur

Studienpartitur - Wonderful No-Headed Nightingale

Wonderful No-Headed Nightingale
  • für 10 Spieler
  • Ausgabeart: Studienpartitur

Nächste Aufführungen

22.09.2017 - Lammermuir Festival
Ort: Tyningham Village Hall, Tyningham (GB), Orchester: Red Note Ensemble

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