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Universal Edition - Vykintas Baltakas – (co)ro(na)

Vykintas Baltakas

Vykintas Baltakas
(co)ro(na)

Entstehungsjahr: 2005
Instrumentierung: für Ensemble
Komponist: Vykintas Baltakas
Besetzung: 1 1 1 0 - 1 1 0 0 - Schl, Akk, Klav, Ssax, Vl
Besetzung Details:
Flöte
kleine Klarinette in Es
Sopransaxophon in B
Oboe
kleine Trompete
Horn in F
Schlagzeug
Violine
Akkordeon
Klavier
Auftraggeber: Auftragswerk des NDR, Das Neue Werk
Dauer: 9′
 
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Hörbeispiel

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Uraufführung

Ort: Rolf-Liebermann-Studio Hamburg / Deutschland
Datum: 24.02.2005
Orchester: NDR SO
Dirigent: Vykintas Baltakas

Werkeinführung

Dieses Stück ist ein Teil eines Zyklus.

Die Musik in ihrem Wesen ist vielleicht unendlich. Man muss sich einen großen Berg vorstellen. Auf der Spitze dieses Berges steht jemand und hat einen Stein vor sich. Es ist noch ein Stillstand, alles ist offen, man ist frei. Doch man bewegt den Stein. Der Stein rührt sich. Hier fängt er an zu leben. Je nach Richtung, bzw. Bergoberfläche oder Steingewicht wird sein fallendes Leben anders sein. Wenn dieser Stein einen anderen trifft, fallen diese beiden zusammen weiter. Jetzt ist es nicht mehr ein Stein, sondern EIN Fallen von ZWEI Steinen.

Vielleicht treffen sie einen Baum unterwegs. Vielleicht brechen sie einen seiner Äste ab. Vielleicht wächst dann der Baum doch weiter, aber anders, krumm. Da er etwas krumm ist, fallen seine Früchte nur auf eine bestimmte Seite. Möglicherweise auf die Seite, die voll mit kleinen Steinen ist. Doch es schaffen einige Früchte auch hier weiter zu wachsen. Und sie werden eines Tages stärker als die wurzeldeckenden Steine. Sie werden bewegt. Sie fallen runter. Je nach der Richtung, bzw. Bergoberfläche oder dem Steingewicht. Dabei bewegen sie weitere Steine, weitere Bäume. Etc.

Jetzt stellt man sich einen unendlichen Berg vor, wo das Fallen auch nach oben und allen Seiten möglich ist. Einen Berg, wo es eine unendliche Anzahl von Steinen gibt, von unterschiedlichen Gewichten und Formen. Wo es Steine gibt, die wie Glas in viele kleine Teile zerbrechen und solche, die sich beim Treffen verbinden können. Federleichte Steine, färbende Steine, klingende Steine, duftende Steine... Der Berg ohne Anfang und ohne Ende.

Jetzt stellt man sich einen Komponisten vor, der darunter steht und alles, was auf dem unendlichen Berg passiert, beobachtet. Er sieht natürlich nur einen Teil davon. Versucht es aufzuschreiben. Sein Ergebnis liefert jeweils einen bestimmten Blickwinkel, ein Element, mit dem er ein mosaikähnliches Bild schaffen kann.

Jenes Element ist ein Stück. Das mosaikähnliche Bild ist ein Zyklus.

Für mich.

Vykintas Baltakas, Dezember 2004

Ausgewählte Ausgaben zu diesem Werk sind auch als Sonderanfertigung käuflich erhältlich

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