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Universal Edition - Walter Braunfels – Der Traum ein Leben

Walter Braunfels

Walter Braunfels
Der Traum ein Leben

Opus: op. 51
Entstehungsjahr: 1934-1937
Untertitel: ein dramatisches Märchen
Komponist: Walter Braunfels
Textquelle: nach Franz Grillparzer
Librettist: Walter Braunfels
Rollen: Rustan, ein junger Krieger, Tenor
Zanga, ein Mohr, sein Sklave, Bariton
Massud, ein reicher Landmann / Der König von Samarkand, im Traum, Bass
Mirza, seine Tochter / Gülnare, seine Tochter, im Traum, Sopran
der alte Kaleb, Tenor
Der Mann vom Felsen, sein Sohn, Sprechrolle
Karkhan, sein Neffe, Tenor
eine Alte, Alt
ein Kämmerer, Tenor
ein Hauptmann, Bariton
Genius des Traumes, Sopran
Genius des Bewusstseins, Sopran
Gefolge des Königs, Krieger, Gefangene
Chor: Volk, Jäger - SATB
Besetzung: 3 3 2 3 - 4 3 3 1 - 1. Horn (Bühnenmusik), 2. Horn (Bühnenmusik), 3. Horn (Bühnenmusik), Trompete (Bühnenmusik), Pk, Hf, Cel, Str
 
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  • Braunfels Walter

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Hörbeispiel

Der Traum ein Leben, op. 51

Uraufführung

Ort: Frankfurt am Main / Deutschland
Datum: 19.01.1950
Orchester: Hessisches RSO
Dirigent: Kurt Schröder

Werkeinführung

Die Oper wurde zwischen 1934 und 1937 komponiert, nachdem Braunfels seiner Position als Direktor der Kölner Musikhochschule enthoben und seine Kompositionen verboten worden waren. Er zog nach Bad Godesberg, dann nach Überlingen am Bodensee und verbrachte dort die Kriegsjahre. In dieser Zeit schrieb er drei Opern, einen Kantaten-Zyklus und Kammermusik, hatte aber keinerlei Hoffnung mehr, diese Musik jemals aufgeführt zu erleben. Und tatsächlich fand die Uraufführung von Der Traum ein Leben erst 2001 in Regensburg statt. Das Libretto wurde nach dem dramatischen Märchen von Franz Grillparzer vom Komponisten verfasst.

Guido Johannes Rumstadt, dem das Verdienst der ersten szenischen Aufführung zukommt, kommentiert im Programmheft der Aufführung die Musik wie folgt: „Hört man Walter Braunfels’ Oper Der Traum ein Leben zum ersten Mal, so mag man über die Fülle von Anklängen, auch über die unverhüllte ,Schönheit‘ der Musik erstaunen. Befasst man sich näher mit dem Werk, so verschwindet der Vorwurf des Eklektizismus, da doch alle scheinbaren Anleihen, etwa bei Wagner, sehr in einen unverwechselbaren Personalstil verwandelt werden. Auf der Höhe der Zeit finden sich die Instrumentation und die oft filmische Härte der dramatischen Schnitte; hohltönend prachtvolle Phrasen werden entlarvt und in einem Schostakowitsch vorausnehmenden Stil ironisiert.“

Pressestimmen

Warum diese Oper nie den Weg auf die Bühnen fand, bleibt nach diesem Abend ein Rätsel. Zumal auch die Gesangspartien überaus reizvoll sind.
General-Anzeiger Bonn,
Bernhard Hartmann, 03.04.2014

Das erstaunliche ist, dass sich die verschiedenen Ebenen tatsächlich zu einem wahnwitzigen Gesamtkunstwerk zusammenfügen, das sich zwar permanent selbst auf die Schippe nimmt, die von ihm ausgehende Faszination aber nicht verleugnen will.
Online Musik Magazin, Stefan Schmöe

Aber er geht, auch hier mit Strauss vergleichbar, über Wohlklang immer wieder hinaus, wagt bizarre, sogar aggressive Harmonik. In seiner Musik brodelt und schillert es. […] Eine CD-Veröffentlichung sei dringlichst empfohlen.
[…]
In summa: ein toller Abend (durchaus für Jung und Alt) – und hoffentlich Initialzündung für weitere Braunfels-Aktivitäten.
Der Opernfreund,
Christoph Zimmermann, 31.03.2014

Ausgezeichnet singt und spielt der Chor des Theaters Bonn – und Braunfels gibt ihm in seiner Partitur auch reichlich Gelegenheit zur Entfaltung.

Hinsichtlich der seit Jahren zu beobachtenden Braunfels-Renaissance ist Webers Bonner Inszenierung (das Stück erlebte seine szenische Uraufführung erst 2001 in Regensburg) ein gutes Wegstück nach vorne gegangen, das steht ganz außer Zweifel.
theater:pur,
Christoph Schulte im Walde

Dabei ist es musikalisch ein wirkliches Großereignis, eine frühe postmoderne Oper der Sonderklasse. Braunfels beherrschte die musikalischen Stile seiner Zeit offenbar sämtlich meisterhaft. […] Grandioser musikalischer Höhepunkt sind das große Chortableau im zweiten und der kurze Männerchor im Schlussakt, beides fast schockierend schöne Musik.
Die deutsche Bühne
, Andreas Falentin

Der Dirigent Will Humburg bringt die handschriftliche Partitur durch das Beethoven Orchester Bonn zu voller Blüte. Zweieinhalb Stunden schwelgen er und die Musiker in spätromantischen vollen Tönen. Das Publikum dankte mit vielen Bravos – besonders den Sängern.
SWR2
, Henning Hübert

Die musikdramatische Fortentwicklung basiert bei Braunfels auf einer bisweilen plastischen, häufig jedoch subkultanen nachwagnerschen Leitmotivtechnik. Plastisch nachvollziehbar sind das sich windende Motiv der Angst und die Jagd nach dem Glück mit großen Sexten, wie auch ein identisches Motiv für Mord und Verhängnis. […] All das baut der Dirigent schlüssig auf, und das Beethoven Orchester Bonn entfaltet es prachtvoll.
Nmz online
, Peter P. Pachl, 31.03.2014

Klavierauszug - Der Traum ein Leben

Der Traum ein Leben
  • Ausgabeart: Klavierauszug

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