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Universal Edition - Walter Braunfels – Don Juan

Walter Braunfels

Walter Braunfels
Don Juan

Opus: op. 34
Entstehungsjahr: 1922-1924
Untertitel: Eine klassisch-romantische Phantasmagorie
Instrumentierung: für großes Orchester
Komponist: Walter Braunfels
Besetzung: 3 3 4 4 - 4 3 3 1 - Schl, Hf, Klav, Str
Bemerkungen: Studienpartitur erhältlich bei Musikproduktion Höflich: www.musikmph.de
Dauer: 24′33″
 
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Uraufführung

Ort: Leipzig / Deutschland
Datum: 1924
Dirigent: Wilhelm Furtwängler

Werkeinführung

Aus dem Vorwort der Repertoire Explorer Studienpartitur:

Mit seinen Opern Ulenspiegel und vor allem Die Vögel nach Aristophanes, seinem mit Abstand erfolgreichsten Bühnenwerk, sowie der Uraufführung seines enthusiastisch gefeierten Te Deum am 28. Februar 1922 im neunten Gürzenich-Konzert zu Köln unter Hermann Abendroth (laut G. Tischer in der Rheinischen Musik- und Theaterzeitung vom 1. März 1922 „…dem größten Erfolg, den je eine Uraufführung in Köln hatte“) hatte Walter Braunfels sich als einer der führenden deutschen Komponisten etabliert, was 1925 seine Berufung durch Leo Kestenberg zum Leiter der neu gegründeten Musikhochschule zu Köln zur Folge hatte. Bis dahin, 1919-25, lebte der einstige Schüler von Theodor Leschetitzky (Klavier) und Ludwig Thuille (Komposition) in München.

Während der Münchner Jahre 1919-25 schrieb Braunfels zwei Orchesterwerke: Don Juan op. 34 und Präludium und Fuge op. 36 für großes Orchester. 1921-23 hatte Braunfels zudem eine weitere Oper komponiert: Don Gil von den grünen Hosen, eine musikalische Komödie in drei Aufzügen in freier Bearbeitung der spanischen Verwechslungskomödie von Tirso de Molina).

Die 1922-24 komponierten Orchestervariationen Don Juan op. 34 führen in der 1925 bei der Universal Edition im Druck veröffentlichten Partitur den Untertitel: Eine klassisch-romantisch Phantasmagorie. Weitschweifig und mit phänomenalem Sinn für den orchestralen Effekt legte Braunfels diesen Variationenzyklus über die Melodie Finch’han dal vino, gemeinhin irreführend als Champagner-Arie bezeichnet, aus Mozarts Don Giovanni an – über jene Musik, in welcher der von Braunfels verehrte Ferruccio Busoni den Inbegriff von „weltmännischer Beweglichkeit, Sorglosigkeit und sprühenden Lebenslust“ verspürte. Walter Berten sollte später in einem für Die Tribüne, Köln, Jahrgang 1929/30, verfassten Aufsatz über die beiden großen Orchestervariationen resümieren: „Das stofflich Gegebene wird nicht so sehr verwandt im Sinne einer Änderung des Themas, einer zerlegenden oder kombinierenden Spiegelung, als vielmehr zur Entzündung einer höchst fruchtbaren Phantasie, die jeder neuen 'Erscheinung' aus eigener Schau ein eigenes Gesicht gibt. […] Wie die Berlioz-Erscheinungen im Grunde eine verkappte Sinfonie darstellen, so die Mozart-Variationen ein verkapptes dämonisches Don Juan-Drama ohne Worte und Szene.“ So fehlt denn auch von Anfang an nicht die tragische Seite der Mozartschen Musik, das Komtur-Thema, und weitere Themen Mozarts scheinen, mehr oder weniger schemenhaft, im Verlaufe des kapriziösen Werks auf (insbesondere Reich’ mir die Hand, mein Leben).

Zur Uraufführung kam Braunfels’ Don Juan in Leipzig am 13. November 1924 durch das Leipziger Gewandhaus-Orchester unter seinem Chefdirigenten Wilhelm Furtwängler, dem einstigen Verlobten von Braunfels’ Gattin Bertel aus frühen Münchner Jahren (Furtwängler hatte sich in kompositorischen Fragen auch später noch manchen Rat von Braunfels erbeten). Vier Tage später, am 17. November, leitete Furtwängler das andere Orchester, dem er seit Arthur Nikischs Tod vorstand, die Berliner Philharmoniker, in der Berliner Erstaufführung des Don Juan. Nicht genug damit: Während seiner dritten Gastperiode in New York dirigierte Furtwängler am 17. und 18. März 1927 das Orchester der Philharmonic-Symphony Society of New York (das heutige New York Philharmonic) in den zwei ersten amerikanischen Aufführungen des Braunfelsschen Don Juan (gefolgt von Strauss’ Tod und Verklärung und Brahms’ Zweitem Klavierkonzert mit Ossip Gabrilowitsch). Wenngleich die Kritiken meist nicht sehr positiv ausfielen, machten die Don Juan-Variationen nach der Uraufführung ihren Weg durch die deutschen Städte, wo sie u. a. 1925 erstmals in Frankfurt (unter Clemens Krauss), am 30. September 1927 in Dresden (unter Fritz Busch) und am 9. Dezember 1927 in München (Münchner Philharmoniker) erklangen.

Christoph Schlüren

Für die Repertoire Explorer Studienpartitur kontaktieren Sie bitte Musikproduktion Jürgen Höflich.


Walter Braunfels nennt sein Werk Eine klassisch-romantische Phantasmagorie, wobei es nur von seiner Inspirationsquelle – die „Champagner-Arie“ des Don Giovanni aus Mozarts gleichnamiger Oper – her klassisch zu nennen ist. Sonst ist die Musik von Don Juan in jeder Hinsicht romantisch. Schon die Besetzung gleicht der, der großen romantischen Orchesterliteratur; Braunfels beabsichtigte nicht, dem Originalklang treu zu bleiben. Er ließ seiner Phantasie freien Lauf; hie und da tauchen Fragmente der Arie (und auch anderer Mozart’scher Themen) auf. Der Hörer ist von der schierer Meisterschaft des Komponisten, das Orchesters als Ausdrucksmittel von Anfang bis Ende einzusetzen, ungeheuer beeindruckt.

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