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2011-02-15 10:20
Friedrich Cerha feiert seinen 85. Geburtstag
*17.2.1926
„Ich war immer ein neugieriger Mensch, und ich habe stets meine Arbeit reflektiert. Wenn eine Komposition fertig war, wollte ich mir bewusst machen, was in dem Werk eigentlich vor sich gegangen ist. Das hat mich auch für neue Einflüsse offen gemacht.“
So charakterisiert Friedrich Cerha seinen Weg als Komponist.
Am 17. Februar 2001 feiert Cerha nun seinen 85. Geburtstag – und viele Veranstaltungen würdigen einen Komponisten, ohne dessen unbeirrbarem Einsatz das heimische Musikleben ganz gewiss nicht jene Vielfalt hätte, die es heute auszeichnet. Auch der Einfluss von Cerha als Pädagogen und kritischem Förderer kann nicht hoch genug eingeschätzt werden.
Das Wiener Konzerthaus ehrt den Komponisten, der Ehrenmitglied des Hauses ist, am Abend seines Geburtstages mit zentralen Stücken aus seinem Werk. Als musikalische Gratulanten finden sich im Mozartsaal unter anderem das von Friedrich Cerha mitbegründete Ensemble die reihe und HK Gruber als Chansonnier ein.
Am selben Abend präsentiert der ORF auf Ö1 (23.03 Uhr) eine Lange Nacht des Friedrich Cerha.
Barbara Rett hat den Doyen der zeitgenössischen Musik in Österreich zum „KulturWerk“-Gespräch in die voestalpine nach Linz geladen und hinter dem ungewöhnlichen Musiker einen ungewöhnlichen Menschen kennengelernt. Erstausstrahlung auf TW1 war am 31. Jänner. Die Sendung wird bald als Video im Internet zu sehen sein.
In Salzburg gibt es im März bei der diesjährigen Biennale ebenfalls einen Cerha-Schwerpunkt. Im Rahmen der Reihe Zoom widmet man sich dem Komponisten mit Konzerten und einer Lesung, die am 12. März in der Universität Mozarteum stattfinden wird. Das musikalische Programm bestreiten das Klangforum Wien und Bariton Martin Winkler mit Eine Art Chansons. Außerdem erhält der Komponist den Musikpreis des Landes Salzburg. Die Preisverleihung findet am 13. März im Großen Saal des Mozarteums statt.
Auch Wien Modern ehrt den gebürtigen Wiener. Bei der Eröffnung des diesjährigen Festivals am 28. Oktober kommen im Wiener Konzerthaus alle sieben Teile von Cerhas orchestralem Opus Magnum Spiegel zur Aufführung. Erst im April 2010 brachte Kairos die Gesamtaufnahme heraus. „Ein Stück, das unbedingt auf die Bühne gehört“, schrieb Gerhard R. Koch (FAZ).

