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Universal Edition - Hubays Anna Karenina am Staatstheater Braunschweig

2014-02-13 10:10

Hubays Anna Karenina am Staatstheater Braunschweig

Staatstheater Braunschweig


Anna Karenina, Staatstheater Braunschweig; Moran Abouloff, Matthias Stier (c) Volker Beinhorn
Jenő Hubays
Oper Anna Karenina wird am 15. Februar in der Inszenierung von Philipp Kochheim mit Nadja Stefanoff als Anna Karenina und Arthur Shen als Graf Wronskij am Staatstheater Braunschweig aufgeführt. Sebastian Beckedorf dirigiert das Staatsorchester Braunschweig. Vorstellungen der lange vergessenen Oper in 3 Akten finden bis Ende Mai statt.

Sarah Grahneis vom Staatstheater Braunschweig über Anna Karenina:

Anna Karenina, Staatstheater Braunschweig (c) Volker Beinhorn

„Die Oper erlebte in den 1930er Jahren von Budapest über Wien bis Düsseldorf zahlreiche erfolgreiche und von der Presse gefeierte Aufführungen im deutschsprachigen Raum. Dann allerdings wurden Hubays Werke mehr und mehr von den Spielplänen verbannt, da er Jude war. Auch nach dem Zweiten Weltkrieg war an eine Wiederentdeckung zunächst nicht zu denken.

Anna Karenina, Staatstheater Braunschweig; Nadja Stefanoff, Arthur Shen (c) Volker BeinhornIm kommunistischen Ungarn durfte Hubays Name nicht genannt werden, er wurde als Repräsentant einer aristokratischen Kulturelite totgeschwiegen und geriet so vollkommen in Vergessenheit. Dabei war der Komponist und Violinist eine der bedeutendsten Persönlichkeiten des ungarischen Musiklebens seiner Zeit, der auch mit Künstlerkollegen wie Franz Liszt, Jules Massenet oder Johannes Brahms in regem Austausch stand. Mit Anna Karenina entdeckt das Staatstheater Braunschweig allerdings nicht nur eine zu Unrecht in Vergessenheit geratene Musikerpersönlichkeit wieder, sondern auch eine spätromantische Tonsprache voller Dramatik, Emotionalität und unschätzbarem Melodienreichtum, die der berühmterer Komponisten seiner Zeit um nichts nachsteht.”

Weitere Informationen zur Oper finden Sie hier.

Jenő Hubay: Anna Karenina
Oper in 3 Akten | 150'
15.02.2014, Staatstheater, Braunschweig; Nadja Stefanoff, Anna Karenina; Arthur Shen, Graf Wronskij; Moran Abouloff/Ekaterina Kudryavtseva, Kitty; Matthias Stier, Lewin; Orhan Yildiz, Oblonskij; Selçuk Hakan Tiraşoğlu, Scherbatzkij; Rossen Krastev, Karenin; Michael Ha, Jaschwin; Oleksandr Pushniak, Fürst Serpukowskij; Vladimir Miakotine, Machotin / Wladimir; Malgorzata Przybysz, Matrone; Julia Tabankova, Fürstin; Theresa Derksen-Bockermann, Dolly; Niklas Braband, Maximilian Mienkina, Serjoscha; Georg Menskes; Johanna Motter; Staatsorchester Braunschweig, Dir. Sebastian Beckedorf
Weitere Aufführungen: 21., 25.02., 09., 15., 23.03., 04., 13.04., 28.05.

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