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2010-04-19 11:39
Nanas Rückkehr
Erfurt
Nach langer Abwesenheit kehrt Manfred Gurlitts Nana im April in Erfurt auf die Bühne zurück. Die vieraktige Oper basiert auf der Novelle Nana von Émile Zola, das Libretto stammt von Max Brod. Die Erstaufführung fand 1958 in Dortmund statt. „Um dem Elend der Unterschicht zu entkommen, sucht die als „blonde Venus" in der gleichnamigen Operette engagierte Nana den Aufstieg in die Pariser Oberschicht. Gefördert und vermarktet wird sie dabei durch Theaterdirektor Bordenave. Freigiebig mit den Reizen ihres Körpers spielend, muss sie bald die Schattenseiten der vermeintlichen Luxusgesellschaft erkennen und wird zum Spielball einer ihr fremden Welt - hin- und hergerissen zwischen der Liebe zum Leutnant Philippe Hugon und zum Marquis Muffat. Als Nana nach langer Abwesenheit todkrank nach Paris zurückkehrt, hat Philippe sich bereits das Leben genommen, bevor sie selbst in den Armen Muffats stirbt." (Theater Erfurt)
Nana wurde 1932 geschrieben und sollte im Jahr darauf in Mannheim uraufgeführt werden. Gurlitt befand sich damals am Höhepunkt seines Rufs als Opernkomponist und Dirigent. Doch kurz vor der Premiere verboten nationalsozialistische Zensoren dieses wie auch die anderen Werke Gurlitts als „kulturell destruktiv". 1939 emigrierte Gurlitt nach Japan.
Enrico Calesso dirigiert die neue Erfurter Inszenierung von Michael Schulz. Das Bühnenbild stammt von Dirk Becker. Premiere ist am 25. Apr.
Weitere Informationen zu Gurlitt und seinen Opern Die Soldaten und Wozzeck finden Sie hier.

