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Alban Berg: Lyrische Suite

  • Die geheime Gesangsstimme (1926/2001)
  • für Streichquartett
  • Solisten:
    Gesang
  • Instrumentierungsdetails:
    1. Violine
    2. Violine
    Viola
    Violoncello
  • Komponist: Alban Berg
  • Herausgeber: George Perle
  • Anmerkungen: Von George Perle rekonstruierte Fassung für Streichquartett und Gesang.

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Werkeinführung

Der amerikanische Komponist und Musikwissenschaftler George Perle (1915-2009) ist für die Entdeckung der gedruckten Taschenpartitur zu verdanken, die Alban Berg mit zahlreichen Randbemerkungen versehen hat. Aus diesen Eintragungen, sowie aus dem letzten Satz zugrunde liegenden Gedicht von Baudelaire („De profundis clamavi”) in der deutschen Übersetzung von Stefan George wird die geheim gehaltene Liebe Bergs zu Hanna Fuchs, der Schwester Franz Werfels, eindeutig bewiesen – und damit der enge Zusammenhang zwischen dem Streichquartett und Bergs Privatleben. Rudolf Klein schreibt:

„Für meine Hanna” steht am Anfang, und dort, wo die Vorrede (von Erwin Stein) von der Freiheit spricht, die die Zwölftontechnik zur Zitierung des Tristan-Themas im 6. Satz gelassen habe, notierte Berg: „Sie hat mir, meine Hanna, auch noch andere Freiheiten gelassen! Z.B. die, in dieser Musik immer wieder unsere Buchstaben H, F und A, B hineinzugeheimnissen; jeden Satz und Satzteil in Beziehung zu unseren Zahlen 10 und 23 zu bringen.” Das bedeutet, dass neben Bergs ‚Schicksalszahl‘ 23 auch für Hanna eine solche Zahl festgelegt und symbolisch in die Komposition verwoben wurde, durch Einflussnahme auf die Taktzahlen, Proportionen usw. Die Zahl 10 entspricht der Buchstabenzahl des Namens Hanna Fuchs. Auch die besondere Rolle der genannten Notenbuchstaben wird immer wieder durch die Anmerkungen Bergs unterstrichen.

Im letzten Satz hat Berg Baudelaires Gedicht unter die Noten eingetragen – er hat ja das Gedicht Wort für Wort vertont. Aufführungen der Lyrischen Suite unter Mitwirkung eines Soprans haben immer wieder stattgefunden.

Bálint Varga

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