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Anton Webern: 2 Lieder

  • für gemischten Chor, Klarinette, Bassklarinette, Celesta, Gitarre und Violine
  • 0 0 2 0 - 0 0 0 0 - Cel, Git, Vl
  • Dauer: 2’
  • Instrumentierungsdetails:
    Klarinette in B
    Bassklarinette in B
    Celesta
    Gitarre
    Violine
  • Chor: SATB
  • Komponist: Anton Webern
  • Textdichter: Johann Wolfgang von Goethe
  • Inhaltsverzeichnis:
    Weiß wie Lilien
    Zieh'n die Schafe
  • Widmung: Dr. David Josef Bach gewidmet

Werkeinführung

Diese beiden Chöre nach Gedichten aus Goethes „Chinesisch-deutschen Jahres- und Tageszeiten“ schrieb Webern 1926, angeregt wahrscheinlich durch Schönbergs zwölftönige Vier Stücke für gemischten Chor op. 28 (1925). Das eigenwillig zusammengesetzte Instrumentalensemble hat vornehmlich begleitende Funktion, worauf schon – ein bei Webern einzigartiger Fall – im Titel hingewiesen wird. Celesta und Gitarre teilen sich mit den Singstimmen den Reihenablauf, die beiden Klarinetten und die Geige haben stützende Funktion. Dabei entsteht durch die zwei-, drei-, vier- und sechsfache Aufteilung des rhythmischen Grundwertes ein irisierender Gesamteindruck. Der Chor selbst ist in der jeweils ersten Strophe der beiden Lieder vornehmlich homophon-akkordisch gesetzt, im ersten Lied bei quasi solistischer Führung des Soprans; erst in den zweiten Strophen werden die vier Stimmen kontrapunktisch voneinander abgehoben. Insgesamt wirken diese Stücke wie Vorstudien zu den großen Chorkompositionen Das Augenlicht op. 26, 1. Kantate op. 29 und 2. Kantate op. 31.

Hörbeispiele

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