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Anton Webern: 4 Lieder

  • für Gesang und Klavier
  • Dauer: 5’
  • Solisten:
    Gesang
  • Instrumentierungsdetails:
    Klavier
  • Komponist: Anton Webern
  • Dichter d. Textvorlage: Anonymus Li-Tai PoAugust StrindbergJohann Wolfgang von Goethe
  • Inhaltsverzeichnis:
    Der Tag ist vergangen (1915)
    Die geheimnisvolle Flöte (1917)
    Schien mir's, als ich sah die Sonne (1915)
    Gleich und gleich (1917)
  • Widmung: composée pour Mlle Jelly d'Arányi

Werkeinführung

Nr. 1 und 3 schrieb Webern 1915, Nr. 2 und 4 entstanden erst 1917. Diese vier Lieder hat Webern zu seinem wahrscheinlich uneinheitlichsten Opus zusammengefasst. Gegenüber den vorangegangenen Instrumentalwerken wirken sie insgesamt traditioneller und erinnern in so manchem an die Werke der Jahre 1908 und 1909. Das erste Lied ist dem Text entsprechend volksliedhaft schlicht vertont. Tonale Assoziationen (Zentralton f, Phrasenschlüsse auf g, c und f) stellen sich ein, die den atonalen Kompositionen (mit Ausnahme von op. 4) fremd waren. Das zweite Lied ähnelt dem Stil der Lieder op. 3.

Auf Hans Bethges Sammlung „Die chinesische Flöte“ wurde Webern wohl durch Mahlers „Lied von der Erde“ aufmerksam. Das „Lied einer entfernten Flöte“ scheint bisweilen im Klavier anzuklingen. Das dritte Lied nach einem Text aus Strindbergs „Gespenstersonate“ ist von expressionistischem, ekstatischem Charakter; das vierte (nach Goethe) mit seinem reinen dreistimmigen Satz wirkt fast klassizistisch. Das Klaviervorspiel dieses Liedes hat Webern später (1932) als Vorstufe der Dodekaphonie interpretiert: „Mein Goethe- Lied ‚Gleich und Gleich’ ... fängt so an: Gis-A-Dis-G, dann Akkord E-C-B-D, dann Fis-H-F-Cis. Das sind zwölf Töne – keiner ist wiederholt. – Das Gesetz war uns damals noch unbewußt, aber es war längst gefühlt.“

Manfred Angerer

Hörbeispiele

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