Anton Webern: 4 Stücke op. 7

  • für Violine und Klavier
  • Dauer: 5’
  • Instrumentierungsdetails:
    Violine
    Klavier
  • Komponist: Anton Webern
  • Inhaltsverzeichnis:
    Vier Stücke für Violine und Klavier op. 7

Werkeinführung

1910 komponierte Webern diese vier kleinen Sätze, die 1914 einer endgültigen Revision unterzogen wurden. Trotz der starken Reduktion der äußeren Ausmaße gehören sie zum eloquentesten, was Webern je geschrieben hat. Vor allem der Violinpart ist durchaus virtuos gehalten, ein wahres Kompendium der geigerischen Spielarten. Die originelle Kombination von Tremolo am Steg und pizzicato zu Beginn des zweiten Stückes findet sich bei Webern sonst so wenig wie die kurz danach auftretenden Oktaven. In regelmäßiger Folge lösen einander rasche und langsame Sätze ab. Die extrem langsamen Sätze (Nr. 1 und 3) nützen die Klangmöglichkeiten des Geigentons (der erste Ton des dritten Stückes dauert 20 Sekunden) und des Klavierpedals; stehende Klänge wechseln mit langsamen Ostinati ab. Das extrovertierte zweite Stück bringt ein scheinbar buntes Durcheinander divergierendster Gestalten, ähnlich dem dritten Klavierstück in Schönbergs op. 11. Der Kontrast ist sein Formprinzip. Wie im vierten Stück reicht auch im zweiten das dynamische Register von ppp bis zu fff. Das letzte Stück ist jedoch weniger diskontinuierlich gebaut: Vom bewegten Ausbruch der ersten Takte leitet es über zum Adagio des Schlusses, verklingend „wie ein Hauch“.

Manfred Angerer

Hörbeispiele

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