Anton Webern: 5 Canons

  • für hohen Sopran, Klarinette und Bassklarinette
  • Dauer: 3’
  • Instrumentierungsdetails:
    S,Klar,KlarB
  • Komponist: Anton Webern
  • Inhaltsverzeichnis:
    Christus factus est
    Dormi Jesu, mater ridet
    Crux fidelis
    Asperges me
    Crucem tuam adoramus

Werkeinführung

Diese Kanons aus den Jahren 1923/24 nach liturgischen Texten und einem lateinischen Gedicht aus „Des Knaben Wunderhorn“ nivellieren nicht nur den Gegensatz in der Behandlung von Sing- und Instrumentalstimmen, sondern sind auch für die Entwicklung jener „geordneten Chromatik“ von großer Bedeutung, die Webern in seinen späten Zwölftonkompositionen anstrebte. Aus einer einzigen Stimme wird jeweils ein ganzer Satz entwickelt, die (im Vergleich zu 5 geistliche Lieder op. 15) monochrome Klangfarbe der beiden Klarinetten lenkt die Aufmerksamkeit verstärkt auf die kontrapunktische Struktur. Dreistimmige Sätze wechseln in regelmäßiger Folge mit zweistimmigen; auch die Satzart wechselt von Stück zu Stück: Nr. 1 ist ein Kanon zwischen Klarinette und Singstimme, die Bassklarinette bringt die Umkehrung; Nr. 2 ist ein Umkehrungskanon zwischen Klarinette und Sopran; Nr. 3 ein dreistimmiger Kanon; Nr. 4 ein zweistimmiger Kanon zwischen Bassklarinette und Singstimme; Nr. 5 ein zweistimmiger Kanon, die Klarinette folgt in Gegenbewegung.

Manfred Angerer

Hörbeispiele

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