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Anton Webern: Das Augenlicht

  • für gemischten Chor und Orchester
  • 1 1 1 0 - 1 1 1 0 - Schl(2), Hf, Cel, Asax, Mand, Vl(8), Va(4), Vc(4)
  • Dauer: 5’30”
  • Instrumentierungsdetails:
    Flöte
    Oboe
    Klarinette in B
    Altsaxophon in Es
    Horn in F
    Trompete in C
    Posaune
    Schlagzeug (2)
    Harfe
    Celesta
    Mandoline
    Violine (8)
    Viola (4)
    Violoncello (4)
  • Chor: SATB
  • Komponist: Anton Webern
  • Klavierauszug: Ludwig Zenk
  • Textdichter: Hildegard Jone
  • Original-Sprache: Deutsch
  • Übersetzer: Eric Smith
  • Widmung: Meiner Tochter Amalie Waller

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Werkeinführung

Dieses 1935 entstandene Chorwerk wurde 1938 unter der Leitung von Hermann Scherchen vom BBC-Orchester in London uraufgeführt. Die Zusammensetzung des kleinen Orchesters ist typisch für den späten Webern: Die Bläserstimmen sind solistisch besetzt, anstelle des Fagotts ist ein Altsaxophon vorgeschrieben, im kleinen Streicherchor fehlen die Kontrabässe. Glockenspiel, Xylophon, Becken, Celesta, Harfe und Mandoline dienen zur Aufhellung des Klanges. Chor und Orchester werden ganz unterschiedlich verwendet: Die vier Chorstimmen sind entweder in durchsichtigem kontrapunktischen Satz geführt oder vereinigen sich zu homophonen Akkordfolgen, an denen meist mehrere Reihenabläufe in den einzelnen Stimmen beteiligt sind. Das sparsam eingesetzte Orchester setzt bloß Akzente, es leitet die einzelnen Chorstrophen ein, trennt sie und kommentiert den Text. Der Orchestersatz ist häufig nur zweistimmig wie etwa in den Takten 58 bis 64 (vor „O Meer des Blickes“), in denen immerhin elf Instrumente verwendet werden. Die Uraufführung des Augenlichts war Weberns größter Konzerterfolg. In Briefen an Hildegard Jone schrieb er: „Die ganze vergangene Woche sind wirklich hocherfreuliche Nachrichten über die Aufführung unseres ,Augenlichts’ in London gekommen. Da stehen Worte wie: ,wahrer Triumph’, ‚Jubel und Begeisterung’ usw. ... Über die Londoner ,Augenlicht’-Auff. sind noch sehr erfreuliche Nachrichten gekommen. (Die Aufführung war in Queenshall! Ein Saal, der circa 5000 Personen faßt.)“

Manfred Angerer

Hörbeispiele

Die gesamte Ansichtspartitur (PDF-Vorschau)

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