Arnold Schönberg: Pelleas und Melisande

  • Symphonische Dichtung (nach Maeterlinck) (1902-1903)
  • für großes Orchester
  • 4 4 5 4 - 8 4 5 1 - Pk(2), Schl(3), Hf(2 od. 4), Str(16 16 12 12 8)
  • Dauer: 45’
  • Instrumentierungsdetails:
    kleine Flöte
    1. Flöte
    2. Flöte
    3. Flöte (+Picc.)
    1. Oboe
    2. Oboe
    3. Oboe (+Eh.)
    Englischhorn
    kleine Klarinette in Es
    1. Klarinette in A
    2. Klarinette in A
    3. Klarinette in A (+2. Bkl(B))
    Bassklarinette in A (+Bkl.(B))
    1. Fagott
    2. Fagott
    3. Fagott
    Kontrafagott
    1. Horn in F
    2. Horn in F
    3. Horn in F
    4. Horn in F
    5. Horn in F
    6. Horn in F
    7. Horn in F
    8. Horn in F
    1. Trompete in F (+Trp in E)
    2. Trompete in F (+Trp in E)
    3. Trompete in F (+Trp in E)
    4. Trompete in F (+Trp in E)
    Altposaune
    1. Tenorbassposaune
    2. Tenorbassposaune
    3. Tenorbassposaune
    4. Tenorbassposaune
    Kontrabasstuba
    1.2. Pauken
    Schlagzeug
    1. Harfe
    2. Harfe
    I/II. Harfe
    III/IV. Harfe
    Violine I
    Violine II
    Viola
    Violoncello
    Kontrabass
  • Komponist: Arnold Schönberg
  • Klavierauszug: Heinrich JalowetzFelix Greissle
  • Sujet: Maurice Maeterlinck
  • Thematische Analyse: Alban Berg

Werkeinführung

Maurice Maeterlincks dramatisches Märchen, uraufgeführt 1893 in Paris, übte eine große Faszination auf Komponisten aus: es hat Debussy zur Komposition einer Oper inspiriert, Fauré und Sibelius zur Bühnenmusik und Schönberg zu seiner symphonischen Dichtung. Allerdings wurde Schönbergs Aufmerksamkeit durch Richard Strauss auf Maeterlincks Werk gelenkt; es ist wohl nicht von ungefähr, dass Schönberg für sein erstes großes Orchesterwerk eine Gattung wählte, wo sein älterer Kollege und Wohltäter schon mehrere wichtige Kompositionen vorgelegt hatte.

Arnold Schönberg, der sein Pelléas und Mélisande 1902 in Angriff nahm, wusste von Debussys Oper, die im selben Jahr zur Uraufführung gelangte, nichts. Ursprünglich hatte er auch vor, aus dem Stoff eine Oper zu machen, er gab aber den Plan bald wieder auf. 1950 sagte er: „Ich bedauere immer noch, dass ich meine ursprüngliche Absicht nicht verfolgt habe. Meine Arbeit hätte sich von der Debussys unterschieden. Ich hätte vielleicht nicht die wundervolle Stimmung des Gedichtes wiedergeben können, aber ich hätte die Figuren meiner Oper mehr zum Singen gebracht. Andererseits war die Form der symphonischen Dichtung für mich eine große Hilfe dahingehend, dass sie mir entgegenkam, Stimmungen und Charaktere in präzis dargestellten Einheiten auszudrücken, eine Technik, die bei einer Oper nicht so gut zum Tragen gekommen wäre. So hat mich mein Schicksal mit großer Voraussicht geleitet.”

Bálint Varga

Die gesamte Ansichtspartitur (PDF-Vorschau)

Uraufführung

Ort:
Musikverein, Wien (AT)
Datum:
25.01.1905
Dirigent:
Arnold Schönberg

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