Arvo Pärt: In principio

Arvo Pärt In principio
In principio

Arvo Pärt: In principio

Kompositionsjahr:
2003
Instrumentierung:
für gemischten Chor und Orchester
Komponist:
Arvo Pärt
Chor:
SATB
Instrumentierung:
3 2 2 3 - 4 3 4 1 - Pk, Schl(3), Str
Instrumentierungsdetails:
1. Flöte
2. Flöte (+Picc)
3. Flöte
1. Oboe
2. Oboe (+Eh)
1. Klarinette in B
2. Klarinette in B
1. Fagott
2. Fagott
Kontrafagott
1. Horn in F
2. Horn in F
3. Horn in F
4. Horn in F
1. Trompete in C
2. Trompete in C
3. Trompete in C
1. Posaune
2. Posaune
3. Posaune
4. Posaune
Basstuba
Pauken
Schlagzeug(3)
Violine I
Violine II
Viola
Violoncello
Kontrabass
Inhaltsverzeichnis:
I. In principio erat Verbum (Jo. 1, 1–5)
II. Fuit homo missus a Deo (Jo. 1, 6–8)
III. Erat lux vera (Jo. 1, 9–11)
IV. Quotquot autem acceperunt sum (Jo. 1, 12–13)
V. Et Verbum caro factum est (Jo. 1, 14)
Commission:
Autragswerk der Diözese Graz-Seckau zum Programm "Graz 2003 – Kulturhaupstadt Europas"
Dauer:
20’
Widmung:
für Tõnu Kaljuste
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Hörbeispiele

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Die gesamte Ansichtspartitur (PDF-Vorschau)

Werkeinführung

In principio verwendet den Text aus dem Johannes-Evangelium, Kapitel 1, Vers 1-14, in einer fünfsätzigen Gliederung. Wie in allen Werken Arvo Pärts herrscht auch hier ein strenger Formaufbau, wobei die Klarheit der musikalischen Struktur mit jener des lateinischen Textes korrespondiert.

Im ersten (Verse 1-5) sowie im fünften Satz (Vers 14) beschränkt sich der Komponist auf zwei gegensätzliche Formelemente: zum einen auf einen silbenweise artikulierten, statisch konstant bleibenden a-Moll-Akkord, zum anderen auf einen klanglich-tonalen Gegenpol, eine fanfarenartige Struktur, die mit jedem neuen Abschnitt expandiert, dynamisch sich immer mehr ausdehnt und nach dem Durchschreiten aller zwölf Tonarten kreisförmig schließt.

Der zweite Satz (Verse 6-8), der sich Johannes dem Täufer widmet, ist als ein-stimmige, kraftvoll bewegte Monodie konzipiert.

Der zentrale dritte Satz (Verse 9-11) ist der umfangreichste, zugleich auch derjenige, dessen Aussage Arvo Pärt besonderes Gewicht verliehen hat, indem er den Text-was in seinen bisherigen Vokal werken nie vorkam-dreimal wiederholte. Offenbar um für uns alle – und für jeden einzelnen unmittelbar – ein Zeichen zu setzen: „Er kam in sein Eigentum, aber die Seinen nahmen ihn nicht auf.“

Wie aus dem Nichts beginnt der vierte Satz (Verse 12-13) und wächst langsam, aber unaufhaltsam pulsierend zu einer mächtigen Prozession.

Satz fünf (Vers 14) bildet mit dem ersten Satz formal und inhaltlich den Rahmen der Komposition, allerdings in Spiegelform. Während im ersten Satz der Chor statisch pulsierend wirkt und das Orchester im Tonartenzirkel dynamisch fortschreitet, kehrt sich die Rollenverteilung im fünften Satz um. Damit wird die expandierende musikalische Wucht, die im ersten Satz noch das Orchester formulierte, ganz auf die Worte des Chores konzentriert: „Und das Wort ist Fleisch geworden.“

Wolfgang Sander

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Sonderanfertigungen

In principio

Arvo Pärt: In principio

Dirigierpartitur
für gemischten Chor und Orchester , 20’
Besetzung: 3 2 2 3 - 4 3 4 1 - Pk, Schl(3), Str

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Arvo Pärt: In principio

Studienpartitur
für gemischten Chor und Orchester , 20’
Besetzung: 3 2 2 3 - 4 3 4 1 - Pk, Schl(3), Str

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Arvo Pärt: In principio

Klavierauszug
für gemischten Chor und Orchester , 20’
Besetzung: 3 2 2 3 - 4 3 4 1 - Pk, Schl(3), Str

Uraufführung

Ort:
Herz Jesu Kirche, Graz (AT)
Datum:
22.05.2003
Orchester:
Cappella Istropolitana
Dirigent:
Michael Fendre

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