Georg Friedrich Haas: Morgen und Abend

Georg Friedrich Haas Morgen und Abend
Morgen und Abend

Georg Friedrich Haas: Morgen und Abend

Kompositionsjahr:
2014/2015
Untertitel:
Oper
Instrumentierung:
für Soli, Chor und Orchester
Komponist:
Georg Friedrich Haas
Übersetzer:
Hinrich Schmidt-Henkel
Librettist:
Jon Fosse
Dichter d. Textvorlage:
Jon Fosse
Rollen:
Olai (Schauspieler) Die Hebamme* (Sopran) Johannes (Bariton) Erna (Alt) Signe* (Sopran) Peter (Tenor) * Die Hebamme und Signe müssen von derselben Sängerin gesungen werden
Chor:
SATB
Instrumentierung:
3 3 3 3 - 4 2 2 1 - Str, Pk, Schl(2), Akk
Instrumentierungsdetails:
1. Flöte (+1. Picc)
2. Flöte (+2. Picc)
3. Flöte (+3. Picc)
1. Oboe
2. Oboe
Englischhorn (+3. Ob)
1. Klarinette in B
2. Klarinette in B
Bassklarinette in B (+Kl(Es))
1. Fagott
2. Fagott
Kontrafagott
1. Horn in F
2. Horn in F
3. Horn in F
4. Horn in F
1. Trompete in C
2. Trompete in C
1. Posaune
2. Posaune
Tuba
Pauken
1. Schlagzeug
2. Schlagzeug
Akkordeon
Violine I (12 Spieler)
Violine II (10 Spieler)
Viola (8 Spieler), Violoncello (8 Spieler)
Kontrabass (6 Spieler)
Commission:
Composition commission by the Royal Opera House, and Deutsche Oper Berlin with the support of the Ernst von Siemens Music Foundation
Dauer:
90’
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Die gesamte Ansichtspartitur (PDF-Vorschau)

Werkeinführung

Das siebente Musiktheaterwerk des 1953 in Graz geborenen Georg Friedrich Haas basiert auf dem Roman „Morgen und Abend“ von Jan Fosse, einer lethargischen, aber gleichzeitig auch hoffnungsträchtigen, konfessionell ungebundenen, zu Beginn stark monologisierenden Szenenfolge über Leben und Tod. Der erste Abschnitt dieses pausenlosen, anderthalbstündigen Musiktheaters konfrontiert das Publikum mit dem „Morgen“ eines Lebens: melodramatisch breit geschildert und von Fischer Olai, dem Vater, assoziativ reflektiert, versinnlichen die Klänge von Haas die Geburtsstunde des Johannes.

Der Rest des Bühnenwerkes erzählt dann vom „Abend“ jenes Lebens des Johannes – und tut dies überraschender Weise aus dessen Sicht. Er begegnet Erna, seiner Frau. Erst langsam wird dem Zuschauer klar, dass Erna nicht mehr lebt. Deutlicher wird die Diskrepanz zwischen Realität und Wahrnehmung, wenn die Tochter zu Johannes im Bett spricht, obgleich dieser es bereits verlassen hat. Johannes’ Freund Peter, ebenfalls längst tot, kommt, um mit Johannes zum Fischen auf die See hinauszufahren.

„Wir sehen in der traditionellen Oper den Tod immer aus der Perspektive des Voyeurs, der von außen zusieht. Ich wünsche für meine Opern aber, dass sich die Zuhörer automatisch in die zentrale Person, in dem Fall Johannes, hineinversetzen. Niemand im Publikum identifiziert sich zum Beispiel mit dem sterbenden Komtur in Mozarts Don Giovanni – wenn man sich mit jemandem identifiziert, dann mit Don Giovanni, aber nicht mit dem Gestorbenen. Dies ist bei allen Operntoten so. In Morgen und Abend jedoch bemerkt man plötzlich, dass man sich in die Rolle des Gestorbenen hineinversetzt. Dies schafft eine sehr tiefe und intensive emotionale Grundsituation.“ (GF Haas)


Jon Fosse erzählt die Geschichte des Fischers Johannes, eines einfachen, alten Mannes. Er erinnert sich an sein vergangenes Leben, an diejenigen Menschen, die ihm am meisten bedeutet haben, seine Frau und seinen Freund Peter, beide längst verstorben. Johannes’ Sehnsucht wird sich an diesem Tag erfüllen. Als seine Tochter am nächsten Morgen nach ihm sieht, ist er tot.

Sonderanfertigungen

Morgen und Abend

Georg Friedrich Haas: Morgen und Abend

Klavierauszug
für Soli, Chor und Orchester , 90’
Besetzung: 3 3 3 3 - 4 2 2 1 - Str, Pk, Schl(2), Akk

Morgen und Abend

Georg Friedrich Haas: Morgen und Abend

Studienpartitur
für Soli, Chor und Orchester , 90’
Besetzung: 3 3 3 3 - 4 2 2 1 - Str, Pk, Schl(2), Akk

Morgen und Abend

Georg Friedrich Haas: Morgen und Abend

Dirigierpartitur
für Soli, Chor und Orchester , 90’
Besetzung: 3 3 3 3 - 4 2 2 1 - Str, Pk, Schl(2), Akk

Uraufführung

Ort:
Royal Opera House, London (GB)
Datum:
13.11.2015
Orchester:
Royal Opera House Orchestra
Dirigent:
Michael Boder
Hauptsolisten:
Olai, Klaus Maria Brandauer; Johannes, Christoph Pohl; Signe/Midwife, Sarah Wegener; Peter, Will Hartmann; Erna, Helena Rasker

Pressestimmen

 

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