Julian Yu: 3 Symphonic Poems

  • für Orchester
  • 4 2 4 3 - 4 2 3 1 - Schl(4), Hf, Klav/Cel, Str
  • Dauer: 21’
  • Instrumentierungsdetails:
    2 Picc 2 2 4 2 Kfg - 4 2 3 1 - Schl (4) - Hf, Klav/Cel - Str
  • Komponist: Julian Yu

Werkeinführung

Die drei Sätze, die das Werk Drei sinfonische Gedichte umfaßt, wurden zu verschiedenen Zeiten zwischen 1991 und 1994 geschrieben. Sie sind kein Resultat eines Auftrags, sondern wurden ausschließlich zu meinem eigenen Vergnügen geschrieben.

Ich bin in letzter Zeit mehr und mehr am musikalischen Zitat als integraler Prozess der Komposition interessiert. Überzeugende Beispiele gibt es genug, wenn man nur an die Musik von Berg, Schostakowitsch, Strawinsky, Webern, Crumb, Berio u. a. denkt. Ich glaube, man kann nicht nur auf melodischer und harmonischer Ebene zitieren, sondern auch hinsichtlich musikalischer Strukturen. Solch umfassendes strukturelles Zitieren kommt übrigens bei der sogenannten Verzierungstechnik in der chinesischen Volks-musik vor. Diese Technik auf die zeitgenössische Komposition zu übertragen, verspricht erhebliche Unterhaltung.

Drei sinfonische Gedichte bedienen sich sowohl des strukturellen als auch des melodischen und harmonischen Zitats. Oasis (Oase) enthält Fragmente von Debussy, Ravel, Mozart und Joji Yuasa, meistens in Bezug zur Flöte stehend.

Die Titel von Oasis (Oase), Confluence (Zusammenfluß) und Undulation (Kräuseln) wurden erst nach dem Komponieren gefunden. Obwohl die Namen Naturphänomene assoziieren, bezeichnen sie kein Programm, sondern deuten auf kompositionstechnische Aspekte. In Confluence fließen zum Beispiel tatsächlich zwei bisher co-existierende harmonische Stränge in eine Klangfarbe zusammen. In Undulation finden sich hingegen wellenförmig kontrapunktartige Texturen, energiegeladen und kontrastreich.

Julian Yu

Hörbeispiele

3 Symphonic Poems
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