Anton Webern: 2 Lieder

Anton Webern 2 Lieder
2 Lieder

Anton Webern: 2 Lieder

Opus:
op. 8
Kompositionsjahr:
1910
Instrumentierung:
für Stimme und 8 Instrumente
Komponist:
Anton Webern
Textdichter:
Rainer Maria Rilke
Solisten:
mittlere Stimme
Instrumentierung:
0 0 1 0 - 1 1 0 0 - Hf, Cel - Str(3)
Instrumentierungsdetails:
Kl(B) (+Bkl(B)), Hr(F), Trp(B), Hf, Cel, Vl, Va, Vc
Inhaltsverzeichnis:
Du, der ichs nicht sage
Du machst mich allein
Dauer:
5’
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Hörbeispiele

2 Lieder
00:00

Werkeinführung

Diese beiden Lieder nach Gedichten aus Rilkes „Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge“ (1910) sind Weberns erstes Werk für Singstimme und Instrumentalensemble. Sie entstanden 1910. Nach den expressionistisch aufgewühlten Instrumentalwerken op. 5 bis 7 kehren sie wieder zu der ruhigen, stillen und abgeklärteren Sphäre der Klavierlieder op. 3 und 4 zurück. Der Instrumentalpart ist auf das nötigste beschränkt (in Nr. 1 hat die Solo-Geige sieben Töne zu spielen!), obwohl auch von „Begleitung“ im herkömmlichen Sinne nicht mehr die Rede sein kann, und sich die zarten Konturen der Instrumentalstimmen nie zu impressionistischen „Tupfern“ reduzieren. Nur an wenigen Stellen darf sich ein Instrument – intensiv verselbständigen wie etwa die Geige im zweiten Lied bei den Worten „Ach, in den Armen“. Die Gesangspartie ist durch das Bemühen um flüssige Deklamation und um die Kongruenz von Sprachduktus und Melodieführung gekennzeichnet. Ihre weiten Bögen, gleichsam ein „atonales Belcanto“, sind durch entwickelnde Variation miteinander verbunden. Die äußerste Ökonomie der kompositorischen Mittel geht so weit, dass selbst die beiden Lieder in vielem korrespondieren, man vergleiche nur die Führung der Singstimme bei „Du, der ich nicht sage“ mit derjenigen bei „Du machst mich allein“.

Manfred Angerer

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