Anton Webern: Konzert

Anton Webern Konzert
Konzert

Anton Webern: Konzert

Opus:
op. 24
Kompositionsjahr:
1934
Instrumentierung:
für 9 Instrumente
Komponist:
Anton Webern
Instrumentierung:
1 1 1 0 - 1 1 1 0 - Klav, Vl(1), Va(1)
Instrumentierungsdetails:
Flöte
Oboe
Klarinette in B
Horn in F
Trompete in C
Posaune
Violine
Viola
Klavier
Dauer:
7’30”
Widmung:
Arnold Schönberg zum 60. Geburtstag
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Hörbeispiele

Konzert
00:00

Die gesamte Ansichtspartitur (PDF-Vorschau)

Werkeinführung

1934, zu seinem 60. Geburtstag, widmete Webern Arnold Schönberg dieses Werk, an dem er von 1931 bis 1934 gearbeitet hatte. Es ist ein besonders konsequentes Beispiel seines Spätstils, bei dem es ihm darauf ankam, die „Verständlichkeit als das höchste Prinzip der Darstellung musikalischer Gedanken“ zu realisieren. Dazu dient schon der Aufbau der Reihe. Sie setzt sich aus Dreitongruppen (kleine Sekunde + große Terz) zusammen; die zweite ist die Krebsumkehrung, die dritte der Krebs und die vierte die Umkehrung der ersten Gruppe. Die motivische Arbeit ist hier also noch konsequenter als in Symphonie op. 21 in die Reihe selbst zurückverlegt worden. Diese Dreitongruppen erklingen zu Beginn des ersten Satzes in den Bläsern, unterschiedlich in Artikulation und Tondauer. Der gesamte Satz – wieder eine Sonatensatzform – wird von diesen sukzessiven oder simultanen Dreiergruppen beherrscht. Der langsame Satz – rhythmisch stereotyp in durchgehenden Viertelwerten – teilt je zwei Töne der Dreiergruppen der Klavierbegleitung zu, die nur aus den Zweiklängen der großen Terz und großen Septime gebildet ist. Die restlichen Reihentöne figurieren als „Melodie“. Manifest werden die Dreitongruppen wieder im forcierten Schluss-Satz. Insgesamt trägt so das Werk auch Züge eines ausgedehnten Variationszyklus. In diesem Werk soll das „Material“, die kruden Tonbeziehungen, zum Klingen gebracht werden. Die starke Expressivität, die diese Musik noch immer durchpulst, ist nicht mehr die des Subjekts, des Komponisten. „Der Komponist ‚biegt’ nicht mehr das Material, um sich zu veräußern, sondern er ‚beugt’ sich ihm, dient seiner Darstellung“ (R. Schulz).

Manfred Angerer

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