Arvo Pärt: Credo

Arvo Pärt Credo
Credo

Arvo Pärt: Credo

Kompositionsjahr:
1968
Instrumentierung:
für Klavier, gemischten Chor und Orchester
Komponist:
Arvo Pärt
Chor:
SATB
Solisten:
Klavier
Instrumentierung:
4 2 3 4 - 4 4 3 1 - Pk, Schl(8), Str
Instrumentierungsdetails:
1. kleine Flöte
2. kleine Flöte
1. Flöte
2. Flöte
1. Oboe
2. Oboe
1. Klarinette in B
2. Klarinette in B
1. Bassklarinette in B
2. Bassklarinette in B
1. Fagott
2. Fagott
1. Kontrafagott
2. Kontrafagott
1. Horn in F
2. Horn in F
3. Horn in F
4. Horn in F
1. Trompete in B
2. Trompete in B
3. Trompete in B
4. Trompete in B
1. Posaune
2. Posaune
3. Posaune
Tuba
Pauken
Schlagzeug(8)
Violine I
Violine II
Viola
Violoncello
Kontrabass
Inhaltsverzeichnis:
Credo für Klavier, gemischten Chor und Orchester
Dauer:
12’
Mehr Weniger

Hörbeispiele

Credo
00:00

Die gesamte Ansichtspartitur (PDF-Vorschau)

Werkeinführung

Credo entstand 1968 an einem entscheidenden Punkt in Pärts Entwicklung, als er seine seriellen Kompositionsverfahren zugunsren der schönen, religiös geprägten Strenge aufgab, die ihn berühmt machte. Das Stück ist insofern immer noch provokativ, als hier ein musikalisches System durch ein anderes verdrängt wird. Zur Zeit der Uraufführung war es allerdings auch eine politische Provokation, denn sein Bekenntnis zum Christentum wurde als Angriff auf das kommunistische Regime in Estland betrachtet. Arvo Pärt sagt über sein Werk: „Der Kerngedanke des Christentums ‚Liebet Eure Feinde‘ hat mich in den 60er Jahren derart fasziniert, dass aus ihm meine Komposition Credo geborenwurde. Das Werk besteht aus zwei musikalisch gegensätzlichen, aufeinander prallenden Welten, einer seriell-aleatorischen und der Bearbeitung eines Präludiums von Bach. Ich wollte mit der einer Kettenreaktion gleichenden unaufhaltsamen Entfaltung des Werkes zeigen, wie das Postulat ‚Auge um Auge, Zahn um Zahn‘, so harmlos es in seinem Anfangsstadium auch erscheinen mag, erst nach und nach sein wahres Gesicht in voller destruktiver Dimension zeigt; eine Entwicklung von Gewalt, die – wie eine Lawine – an ihre eigenen Grenzen stößt. Was wir zunächst als menschliche Gerechtigkeit empfinden, kehrt sich letztendlich in ihr Gegenteil. ‚Widersteht nicht dem, der böse ist‘ … ‚Liebet Eure Feinde‘ – etwas Radikaleres und Rätselhafteres als diese Worte Christi, die beinahe die Grenze unserer Vernunft sprengen, gibt es nicht. Und doch…“ (Michael Church, Übersetzung: Reinhard Lüthje)

Aus unserem Onlineshop

Kommende Aufführungen

22 Feb

Credo

Konzerthaus Berlin, Berlin (DE)

23 Feb

Credo

Konzerthaus Berlin, Berlin (DE)

24 Feb

Credo

Konzerthaus Berlin, Berlin (DE)

Uraufführung

Ort:
Tallinn
Datum:
16.11.1968
Orchester:
Estonian RSO
Dirigent:
Neeme Järvi

Weitere Werke

Melden Sie sich für unseren Newsletter an!

Sie bekommen regelmäßig Informationen über neue Notenausgaben mit Gratis-Downloads, aktuelle Gewinnspiele und News zu unseren Komponistinnen und Komponisten.