David Sawer: Trumpet Concerto

David Sawer Trumpet Concerto
Trumpet Concerto

David Sawer: Trumpet Concerto

Kompositionsjahr:
1994
Instrumentierung:
für Trompete und Orchester
Komponist:
David Sawer
Solisten:
Trompete
Instrumentierung:
2 2 3 2 - 4 3 4 1 - Schl(5), Hf, Klav, Str - hoher Sopran (Vokalisen)
Instrumentierungsdetails:
2 Fl (beide auch Picc und Afl), 2 Ob (2. auch Eh), 3 Kl (2. und 3. auch Bkl), Fg, Kfg - 4 3 4 1 - Schl(5), Hf, Klav, Str - Sopran (Vokalisen)
Commission:
Commissioned by Graham Ashton with funds from Arts Council of England
Dauer:
13’
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Hörbeispiele

Trumpet Concerto
00:00

Werkeinführung

Der Titel ‚Konzert’ kann beim Publikum die Erwartung einer fast körperlichen Auseinandersetzung zwischen Solist und Orchester auslösen. Da Komponisten das sehr wohl wissen, benützen sie dieses Etikett entweder dazu, diese Erwartungen zu bekräftigen oder zu durchkreuzen. David Sawers Trompetenkonzert ist mit Sicherheit ein theatralisches Stück, bei welchem der Solist als Darsteller in irgendeinem Drama agiert und jede seiner Aktionen seiner Situation entspricht. Diese Situation aber ist der Kampf zwischen Herkules und Antaeus aus der griechischen Mythologie:

„Antaeus, der Sohn des Poseidon und der Mutter Erde, hatte die Angewohnheit, Fremde zu einem Ringkampf bis zur Erschöpfung zu zwingen und sie dann zu töten. Denn er war nicht nur ein kräftiger und geübter Athlet, sondern er konnte auch seine Kraft wiedergewinnen, sobald er die Erde berührte. Herkules wollte seine Kräfte sparen und Antaeus niederringen, aber sobald er ihn der Länge nach zu Boden warf, sah er erstaunt, wie die Muskel des Riesen anschwollen und eine gesunde Röte seine Glieder überzog, als Mutter Erde ihn wiederbelebte. Die Gegner kämpften erneut, und Antaeus warf sich absichtlich zu Boden, ohne den Wurf abzuwarten. Herkules erkannte die Absicht, hob ihn hoch, zerbrach ihm die Rippen und hielt ihn, obwohl Mutter Erde stöhnte, so lange in die Höhe, bis er starb.“ (Robert Graves)

In Sawers Konzert ist die Trompete ein Held, der sich mit dem Orchester anlegt und es in einer Abfolge von vier Kämpfen besiegt. Jedes Mal geht das Orchester zu Boden, erholt sich für ein Comeback, stellt sich dem Kampf mit neuer Taktik und neuen Waffen. Dafür zeugt die Vorherrschaft jeweils verschiedener Schlagzeuggeräusche in den einzelnen Durchgängen: zuerst Metall, dann Holz, gefolgt von Haut, letztlich wieder Metall. Der Wechsel zwischen diesen Klängen vollzieht sich bei den Kampfvorbereitungen, die Tänzen gleichen oder zwei Boxern, die sich umkreisen, bevor sie ihre Fäuste gebrauchen.

Martin Cotton

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