Dmitri Schostakowitsch: Die Nase

Dmitri Schostakowitsch Die Nase
Die Nase

Dmitri Schostakowitsch: Die Nase

Opus:
op. 15
Kompositionsjahr:
1927/1928
Untertitel:
Oper in 3 Akten und 1 Epilog
Komponist:
Dmitri Schostakowitsch
Übersetzer:
Fedele D´Amico (14.03.1963); Merle Puffer (22.07.1965); Edward Downes (28.03.1979); Helmut Wagner (1970); Karl Heinz Füssl (1970); Michel Ancey (03.10.1979)
Librettist:
Dmitri Schostakowitsch
Dichter d. Textvorlage:
Nikolai W. Gogol
Klavierauszug:
Karl Götz (1970)
Rollen:
Platon Kusmitsch Kowaljoff: Bariton Iwan Jakowlewitsch: Baßbariton Ein Wachtmeister: sehr hoher Tenor Iwan: Tenor Die Nase in Gestalt eines Staatsrates: Tenor Alexandra Grigorjewna Podtotschina: Mezzosopran deren Tochter: Sopran 3 kleine Rollen einige Spr
Chor:
SATB
Instrumentierung:
1 1 1 1 - 1 1 1 0 - Schl(9), Hf(2), Klav, Balalaika(4) (alternativ: 4 Domras), Str
Instrumentierungsdetails:
Flöte (+Piccolo, Afl.(G))
Oboe (+Eh.)
Klarinette in B (+Es- und Bassklar.)
Fagott (+Kfg.)
Horn in F
Trompete in B (+Kornett)
Posaune
1. Harfe
2. Harfe
Klavier
Balalaika(4) (alternativ: 1. Kleine Domra
2. Kleine Domra
1. Alt-Domra
2. Alt-Domra)
Schlagzeug(9)
Violine I(9)
Violine II(8)
Viola(7)
Violoncello(6)
Kontrabass(5)
Inhaltsverzeichnis:
Die Nase
Scenery:
9
Dauer:
105’
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Hörbeispiele

Die Nase
00:00

Die gesamte Ansichtspartitur (PDF-Vorschau)

Werkeinführung

Die Nase, die erste Oper des 22-jährigen Dmitri Schostakowitsch, ist ein typisches Produkt der „wilden Zwanziger Jahre“, kurz nach Ernst Kreneks Jonny spielt auf und etwa zeitgleich mit Kurt Weills Dreigroschenoper entstanden. Es waren dies Jahre, die in der Sowjetunion mindestens so wild, experimentell und offen waren wie im Westen. Inspiriert durch Gogols sozialkritische, sarkastisch-absurde Erzählung, komponierte Schostakowitsch eine respektlos glitzernd-komische Musik in 16 mehr oder weniger kurzen, aufeinander folgenden Szenen, die sich aller Spielarten und Stile bedient: Zirkusmusik, Galopp, Polka, russisch-orthodoxe Kirchenmusik, Volksmusik (4 Balalaikas im Orchester!) – alles Mittel für eine vernichtende Kritik an der Autorität- und Hierarchiebesessenheit der russischen Gesellschaft. Dem Leningrader Publikum gefiel es. Die Vorstellungen wurden gestürmt. Die kommunistischen Funktionäre rümpften die Nase, zumal das Stück mit seinen kurzen, grotesken Szenen der russischen Tradition ins Gesicht schlug. Die Nase, hat Schostakowitsch zur Zeit der Entstehung seiner Oper gesagt, sei eine schreckliche Geschichte, keine komische.

Synopsis: Ein Mann von Reputation wacht eines Morgens auf und bemerkt: Die Nase ist weg. Sie taucht in gebackenem Brot auf, spaziert überlebensgroß durch die Straßen und Parks von Petersburg, verursacht Menschenaufläufe und wird schließlich so lange geprügelt, bis sie wieder so klein ist wie zuvor. Aber der Versuch sie wieder an Ort und Stelle zu befestigen, scheitert. Irgendwann ist sie aber wieder da und Herr K. kann als Mitglied der anständigen Gesellschaft sein kleines Leben weiterleben.

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Sonderausgaben

Die Nase

Dmitri Schostakowitsch: Die Nase

Klavierauszug
, 105’
Besetzung: 1 1 1 1 - 1 1 1 0 - Schl(9), Hf(2), Klav, Balalaika(4) (alternativ: 4 Domras), Str

Uraufführung

Ort:
Leningrad
Datum:
18.01.1930
Dirigent:
Samuel Samossud

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