Emil Nikolaus von Reznicek

Emil Nikolaus von Reznicek Biographie

Emil Nikolaus von Reznicek (Wien, 4. 5. 1860 – Berlin 3. 8. 1945) stammte aus einer Offiziersfamilie. Früh hat er seine Mutter verloren; mit der Stiefmutter kam er nicht zurecht. Schon als Kind entdeckte er die Musik als Zuflucht und begann auch zu komponieren. Kein Geringerer als Johannes Brahms hat ihn darin bestärkt. Nach der Matura studierte er (1878-1881) Jura und Komposition in Graz. Sein Kompositionslehrer war Wilhelm Meyer, der auch der Lehrer von Feruccio Busoni und Felix Weingartner war. Zur Perfektionierung verbrachte er noch ein Studienjahr in Leipzig, wo seine Abschlußarbeit, die Symphonische Suite e-moll 1882 preisgekrönt wurde. Es folgten Kapellmeisterstellen in Graz, Zürich, Stettin, Jena, Bochum, Berlin und Mainz. 1887-1895 lebte er in Prag: Teils als Komponist, teils als Militärkapellmeister. Seine dort 1894 uraufgeführte Oper Donna Diana machte ihn schlagartig bekannt. Sie öffnete auch den Weg zu seinem Engagement als Hofkapellmeister in Mannheim (1896-1899). Nach anfänglichen Erfolgen setzte dort eine Kampagne gegen ihn ein. Sein Verbrechen: er war mit seiner künftigen Frau zusammengezogen, bevor deren Scheidung vollzogen war. Nach der Heirat zog das Paar zunächst nach Wiesbaden, 1902 dann nach Berlin. Die Oper Till Eulenspiegel setzt seine Mannheimer Erfahrungen künstlerisch um. In den Jahren 1907-1912 war er gezwungen, wieder als Dirigent zu arbeiten. Eine Leibrente des Schweizer Bankiers H.C.Bodmer ermöglichte ihm danach als freischaffender Komponist zu leben. Sein Hauptwerk ist denn auch in der Zeit von 1912-1935 entstanden. (Ähnlich wie bei Leos Janacek stellt dieses also ein Alterswerk dar). Der Anbruch des Nationalsozialismus 1933 stellte für ihn ein Problem dar: zum einen hatte er sich in der Weimarer Republik deutlich links positioniert, zum anderen war seine Ehefrau nach damliger Terminologie eine Halbjüdin. Richard Strauss half seinem Freund, in dem er ihn 1934 zum Deutschen Delegierten des Ständigen Rates für Zusammenarbeit der Komponisten machte. In dieser Eigenschaft plante Reznicek große internationale Musikfeste. Dabei nutzte er seine Spielraum, um in Deutschland auch Komponisten (auch jüdische) aufzuführen, die im normalen Konzertbetrieb schwerlich durchzusetzen gewesen wären. Als der Ständige Rat 1942 gleichgeschaltet wurde, trat Reznicek von dieser Funktion zurück und widmete sich wieder dem Komponieren. Im Herbst 1943 flüchtete er vor den Bombenangriffen auf Berlin nach Baden bei Wien. Dort erlitt er an Heilig Abend 1943 einen Schlaganfall, von dem er sich nicht mehr erholte. Bei wachender Demenz wurde er zum Pflegefall. Ende 1944 durfte er in seine Berliner Wohnung zurückkehren. Dort ist er im August 1945 an Hungertyphus gestorben.

Reznicek ist heute nur mehr durch die Ouvertüre zu Donna Diana bekannt. Dabei ging die Rezeption der Ouvertüre und der kompletten Oper von Anfang an unterschiedliche Wege. Nach anfänglichen Erfolgen verschwand die Oper nach 1907 für fünfundzwanzig Jahre komplett aus den Spielplänen. Erst die dritte Fassung von 1932 wurde wieder viel gespielt. Wenn Reznicek also in den 1920er Jahren als Komponist in einem Atemzug mit Strauss und Pfitzner genannt wurde, so verdankte sich diese Einschätzung nicht der Donna Diana, sondern den nach 1912 entstandene Werken. Allen voran der Sinfonische Dichtung Der Schlemihl und der Oper Ritter Blaubart. Im historischen Rückblick wird klar: Die Donna Diana gehört ebenso wie die zeitgleich entstandenen Oper Tiefland oder Hänsel und Gretel zu jenen Werken, in den Komponisten über die pure Wagner­imitation hinaus zu einer eigenständigen Wagnerrezeption fanden. Richard Strauss hat dann nach 1900 der Operngeschichte ein ganz eigenes Kapitel zugefügt. Und Reznicek und Pfitzner hatten nach Wahrnehmung der Zeit mit Palestrina und Ritter Blaubart mit Strauss gleichgezogen. Und in der Tat hat Reznicek 1921 in einem Brief an Ernst Deczy beansprucht, seinen Stil in den letzten Jahren konsequent modernisiert zu haben. Im Gegensatz zu Richard Strauss stand Reznicek der Neuen Musik durchaus offen gegenüber und Alban Bergs Wozzek fand seine aufrichtige Bewunderung.

Da Reznicek ein glänzender Instrumentator war, wird er oft in die Nähe von Richard Strauss gerückt. Er selbst hat immer wieder betont, daß der größte künstlerische Eindruck seines Lebens von Gustav Mahler ausgegangen sei. Tatsächlich ist beiden Komponisten gemein, daß sie an der Welt gelitten und diesen Weltschmerz künstlerisch umgesetzt haben. Aber wo Mahler den großen Emotionen freien Lauf lassen konnte, flüchtete sich Reznicek in die Ironie. Nicht die große Geste ist sein Fall, sondern die geistreiche Anspielung, das Aperçu, das Zitat. Seine musikalischen Penaten benennt er 1904 mit der Bemerkung Ich glaube an Bach, Beethoven und Wagner – Amen! Aber Reznicek ist auch ein vorzüglicher Kenner der Volksmusik, der alten (vorbach'ischen Musik), der Tanzmusik und des Jazz.Und wie Gustav Mahler zögerte er nicht, solche Musik mit in sein Werk einzubeziehen. Denn im Gegensatz zu den meisten Komponisten seiner Epoche, war Reznicek kein Anhänger des Fortschrittsgedankens in Geschichte oder Musikgeschichte, sondern pflegte eine historistische Sicht der Dinge: Jede gute Musik war für ihn unmittelbar zu Gott und konnte darum auch aufgegriffen und in das eigene Werk integriert werden. Die zeitgenössischen Kritiker hatten damit oftmals Probleme, die sie mit der Rede vom musikalischen Eulenspiegel zu bewältigen suchten. In Kenntnis der Musik eines Wolfgang Rihm oder Alfred Schnittke stellt sich das anders dar: im Grunde war Reznicek eine Pionier der Polystilistik, deren eigentliche Zeit erst mit der Postmoderne gekommen war.

Copyright: Michael Wittmann, 2015


Werkchronologie

1860-72
Kindheit in Wien
Tod der Mutter (1864)
Erste Improvisationen und Kompositionen; elementarer Tonsatzunterricht im Rahmen von Klavierunterricht; Vorstellung bei Brahms
1873-76
Jugend in Graz
1876-78
Gymnasium in Marburg an der Drau:
Hexenchor aus Macbeth
Chor zur Schulabschlußfeier an Gymnasium 1878
2 Fantasiestücke für Klavier (gedruckt 1882)
1878-81
Jurastudium Graz (fällt 1880 durch 1. Staatsprüfung)
Kompositionsstudium bei Wilhelm Meyer-Rémy
Symphonie, Requiem (verschollen)
Klavierstück „Letzte Gedanken eines Selbstmörders“ (verschollen)
4 Klavierstücke(gedruckt 1881)
1881/82
Studium in Leipzig bei Reinecke und Jadassohn
2 Sinfonien (verschollen)
Skizzenbuch (Entwurf einer Asrael-Oper in Skizzenheft)
1. Streichquartett c-moll
1. Suite e-moll für Orchester (Diplomarbeit)
Abschluß des Studiums (Juni 1882)
1882/83
Lustspielouvertüre
3 Stimmungen (Lieder)
2. Suite D-Dur für Orchester
1883/84
Korrepetitor Graz (Heirat Milka Thurn Herbst 1883) (Geburt von Ludwig v. R. 1884-1887)
1884/85
2. Kapellmeister Zürich – Entlassung – Libretto Jungfrau von Orleans begonnen
1885/86
Sommeroperette Stettin (Mai-September) – Verlust von mütterlichem Erbe – Kapellmeister Jena (Oktober-November) – Jungfrau von Orleans begonnen – Kapellmeister Bochum (Dezember-Januar) – Kapellmeister Berlin (Januar-März) – Entlassung – Rückkehr Graz/Windisch Feistriz Klavierauszug Jungfrau vollendet (Juni 1886)
1886/87
2. Kapellmeister Mainz
2. Kapellmeister Mainz Partitur Jungfrau von Orleans vollendet Bearbeitung von Lortzings Andreas Hofer (Januar 1887) Besuch Graz/Windisch (Sommer) (Geburt und Tod von Tochter) Jungfrau von Orleans [Reznicek nach Schiller] (Uraufführung Prag, 15. August)  Tod des Vaters (September)
1887-1895
Prag
Engagement als Hauskomponist am Deutschen Theater Umzug Graz-Prag (Herbst 1887)
1888
Satanella [Reznicek nach Vrchlicky]
Tod von Ludwig v. R
1889
Carmen Sylva akzeptiert Widmung von Satanella. Reise nach Rumänien
Emmerich Fortunat [Dubsky]
Geburt von Eugen v. R. (1889-1961)
1890
Bewerbung als Musikdirektor in Düsseldorf
Militärkapellmeister beim 88. Infanterieregiment (Februar 1890 – Juli 1892)
Grünne-Marsch
1891
Probst Marsch;
Der rote Sarafan
Gebet aus Emmerich Fortunat
Bearbeitungen für Militärorchester
1892
Entlassung als Militärkapellmeister (Juli) [nach Duell]
Beginnt Komposition von Donna Diana [Reznicek nach Moreto]
1893
Donna Diana vollendet
Felix Mottl nimmt Donna Diana für Karlsruhe an
Bewerbung um Amt des Musikdirektors (Mürzzuschlag)
Angelo Neumann nimmt Donna Diana für Prag an
1894
Reise nach Monte Carlo
Aufenthalt in Horky bei Duba (Frühjahr/Sommer)
Scheykal-Requiem (verschollen)
Rückkehr nach Prag
Uraufführung von Requiem (November) und Donna Diana (Dezember)
1895
Hofkapellmeister Weimar (März/Juni)
Deutsche Erstaufführung Donna Diana in Karlsruhe
Vertragsabschluß mit Schuberth Leipzig (später von UE übernommen)
Aufenthalt Leipzig (August 1895-August 1896)
3 Melodies
Donna Diana, Lustspielouvertüre, 2. Orchestersuite erscheinen im Druck
1896
Hofkapellmeister Mannheim (September 96 – August 98)
1897
Ausrichtung des Tonkünstlerfestes des ADMV in Mannheim (Juni)
Krankheit und Tod Milka (Juli 1897)
Begegnung mit Berta Juillerat-Chasseur (Herbst 1897)
1898
Geburt Emil-Ludwig von Reznicek (August 1898- Mai 1940)
Messe F-Dur zum fünfzigsten Thronjubiläum Kaiser Franz-Josefs (verschollen)
Einlage zu Donna Diana für Aufführung Wien
1899
Berta erreicht Annullierung ihrer ersten Ehe
Hochzeit mit Berta (August 1899)
Umzug nach Wiesbaden (September 1899 – Oktober 1902)
Tätigkeit als Musikkritiker beim Rheinischen Kurier
Beginnt mit Oper Till Eulenspiegel [Reznicek nach Fischart] (1899-1901)
1901
Reise nach Rumänien
1902
Uraufführung Till Eulenspiegel (Karlsruhe)
1. Sinfonie Tragische
Umzug nach Berlin (Oktober 1902 – August 1945)
1903
Uraufführung 1. Sinfonie durch Felix Weingartner in Berlin
Till Eulenspiegel an der Königlichen Oper Berlin
Frühlings (Goldpirol) – Ouvertüre (Uraufführung A. Nikisch in Berlin)
Theorielehrer am Scharwenka – Konservatorium (1903-1905)
1904
Geburt von Felicitas v. R. (1904-1997)
Ruhm und Ewigkeit – 3 Orchesterlieder (Nietzsche)
Praeludium und Fuge cis-moll für Orchester (1. Fassung)
Der Bärentöter. Komische Oper nach Scribe [Reznicek/E.v.Wolzogen] (verschollen)
1905
Serenade für Streichorchester (1. Fassung)
Nachtstück für Cello/Violine Fis-Dur
Bearbeitung: W.F.Bach-Sinfonie
2. Sinfonie B-Dur Ironische
3 Gesänge eines Vagabunden (Drescher)
3 Gedichte (Drescher)
3 deutsche Volkslieder (aus des Knaben Wunderhorn)
3 Gedichte (Henkel)
3 Lieder (Birnbaum, Fornes, Henkel)
Lied-Schelmische Abwehr (Henkel) [UA 1. 12. 1905]
2. Streichquartett cis-moll
1906
Introduction und Valse Capriccio für Violine und Orchester (verschollen)
Opernprojekt Madame Fiffy nach Maupassant
Erster Gastdirigent Warschauer Philharmonie I (Frühjahr 1906)
Privatlehrer für Komposition
Kammerkonzertreihe Berlin I
Erster Gastdirigent Warschauer Philharmonie II (1906/07)
1907
Präludium und Fuge cis-moll (2. Fassung) (Orgelversion 1918)
Kammerkonzertreihe Berlin II
Erster Gastdirigent Warschau Philharmonie und Nationaloper (1907/08)
Donna Diana (2. Fassung)
1908
Gastspiel London (Februar)
Gastspiel Moskau/St. Petersburg (März)
Erster Gastdirigent Oper Warschau (Herbst 1908)
1909
Kapellmeister Komische Oper Berlin (1909-1911)
Operette Die verlorene Braut [Pordes-Milo]
1910
Bearbeitung von Gounods Arzt wider Willen [Übersetzung Reznicek]
1911
Schlemihl – Sinfonische Dichtung
1912
H.C. Bodmer wird Privatschüler (später Mäzen) Rezniceks
Praeludium und Fuge c-moll für Orchester (Orgelversion 1921)
2 Balladen aus fredericianischer Zeit für Baß und Orchester
1913
Operette Die Angst vor der Ehe [E. Urban, L. Taufstein]
Der Sieger – Sinfonisch-satyrisches Zeitbild
4 Buß- und Betgesänge
1914
Der Frieden – Sinfonische Dichtung
1915
In memoriam für A, Bar, Streichorchester, Orgel(1. Fassung)
Marsch für Klavier/Militärorchester
Lied Schelmische Abwehr
Schauspielmusik zu Strindbergs Traumspiel
1916
Ritter Blaubart (1916/17) [H. Eulenberg]
Schauspielmusik zu Strindbergs Nach Damaskus III
1918
Konzertstück für Violine und Orchester E-Dur
Violinkonzert e-moll
3. Sinfonie D-Dur im alten Stil
3 Lieder (Owinglass, Möricke, Eichendorf)
Präludium und Fuge cis-moll (2. Fassung) – Orgelversion
1919
Vater unser – Choralkantate
Sinfonie f-moll
Trauermarsch auf den Tod eines Komödianten für Klavier (= 3. Satz der Sinfonie f-moll)
1920
Mitglied der Preußischen Akademie der Künste
Ritter Blaubart (revidierte Fassung)
Serenade für Streichorchester G-Dur (2. Fassung)
1921
Honorarprofessor Hochschule für Musik (Berlin) (1921-1926)
Chamisso-Variationen für Orchester
Traumspiel-Suite (Kleines Orchester/Pf)
3. Streichquartett cis-moll
Die Schiffbrüchigen – Lied
Für unsere Kleinen (V, Vcl, Pf)
Praeludium und Fuge c-moll für Orgelversion
1922
Kapellmeister Kreisler – Schauspielmusik
daraus: Potpourri f. Klavier/Salonorchester
Streichquartett d-moll (Birnbach) [= Umarbeitung des Streichquartettes cis-moll von 1905]         
Allegro alla polacca für Strq. [= ursprünglicher Schlußsatz für 4. Streichquartett]
1923
Kreislers Eckzimmer – Schauspielmusik
Holofernes [Reznicek nach Hebbel]
Valse pathetique
G-Dur Klavier/Orch/Salonorchester/Klaviertrio
1924
4 Sinfonische Tänze für Klavier (Mazurka-Csardas-Ernster Walzer-Tarantella)
Sieben deutsche Volkslieder für Chor (1. Folge)
1925
5. Sinfonie Tanzsinfonie (Mazurka-Csardas-Ländler-Tarantella); [auch als Ballett Marionetten des Todes aufgeführt. Choreographie Ellen von Cleve-Petz]
Valse serieuse g-moll für Orchester (dritter Satz der 4 Sinfonische Tänze für Klavier)
Vorspiel zu Holofernes – (Kol Nidrey) Orchester (auch Bearbeitung für V/Vcl, Pf.)
1926
Raskolnikoff – Ouvertüre I
Raskolnikoff – Ouvertüre II (verschollen)
Festouvertüre Dem befreiten Köln
Lied – Madonna am Rhein (H.H.Cramer)
1927
Satuala [R. Lauckner]
Schauspielmusik zu Eulenbergs Kriminalkomödie Die beste Polizei
Menuett für Klavier (aus Polizei)
1928
Variationen über Kol Nidre für Orchester
In memoriam (2. Fassung)
1929
Benzin
Der steinerne Psalm
Chor, Orgel, Orch [K. Bröger]
Raskolnikoff- Ouvertüre III (1. Fassung)
1930
Spiel oder Ernst? [P. Knoudsen]
Vom ewigen Frieden
– Kantate für S/T, Chor, Orch [Reznicek]
5. Streichquartett e-moll
Orgelphantasie Kommt Menschenkinder, rühmt und preist
Raskolnikoff- Ouvertüre III (2. Fassung)
Zwei alte Volkslieder für Gesang und 3 Violinen
1931
6. Streichquartett B-Dur
Der Gondoliere des Dogen [P. Knudsen]
1932
[Opernprojekt: Sketch = abgebrochen]
Das Opfer [P. Knudsen]
Mea culpa
für Streichorchester [= Vorspiel zu Das Opfer]
1933
Donna Diana (3. Fassung) [Reznicek, J. Kapp]
1934
Till Eulenspiegel (Neufassung) (verschollen)
Ballett Das goldene Kalb (1934/35) [Viggo Cavling]
Deutscher Delegierter im Ständigen Rat für internationale Zusammenarbeit der Komponisten (1934-1942). Organisation von Musikfestivals und Austauschkonzerten.
1935
Karneval-Suite im alten Stil [= Zwischenaktmusik aus Gondoliere des Dogen]
Musikfest Hamburg (Juni)
Musikfest Vichy (September)
1936
Musikfest Stockholm (Februar)
7 deutsche Volkslieder für Chor (2. Folge)
1937
Musikfest Dresden (Mai)
1938
Musikfest Stuttgart (Mai)
Musikfest Brüssel (November)
1939
Tod Berta v. Reznicek
Musikfest Frankfurt (Juni)
1940
7 Lieder (komponiert 1930-40) (Gunzkey, Liliencron, Höcker)
Wächterlied (Volkslied)
Feiern zum 80. Geburtstag
Tod Emil v. Reznicek
Musikfest Wien (Juni – abgesagt)
1941
Memoiren (dürfen nicht veröffentlicht werden)
1942
Konferenz des Ständigen Rates in Berlin (Juni); Gleichschaltung im Sinne des NS-Systems;
Reznicek bleibt beratendes Mitglied, wird aber durch Gerhart von Westermann als Generalsekretär ersetzt.
Musikfest Bad Elster (Juli)
1943
Rücktritt von Tätigkeit im Ständigen Rat
Liebeserklärung für Klavier
In memoriam (3. Fassung)
Evakuierung nach Baden bei Wien (September)
Beschlagnahme seiner Manuskripte in Berlin
Erleidet Hirnschlag (Heilig Abend 1943)
1944
Fortschreitende Demez
Sendet letztes Glückwunschschreiben an Richard Strauss zu dessen 80. Geburtstag
Rückkehr nach Bad Saarow (Dezember)
1945
Rückkehr nach Berlin (Februar)
Stirbt am 2. August an Hungertyphus

Copyright: Michael Wittmann, Berlin, 2016

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