Ernst Krenek: Schwergewicht oder Die Ehre der Nation

Ernst Krenek Schwergewicht oder Die Ehre der Nation
Schwergewicht oder Die Ehre der Nation

Ernst Krenek: Schwergewicht oder Die Ehre der Nation

Opus:
op. 55
Kompositionsjahr:
1927
Untertitel:
Burleske Operette in 1 Akt
Komponist:
Ernst Krenek
Übersetzer:
Richard Austin (21.12.1959)
Librettist:
Ernst Krenek (30.12.1927)
Rollen:
Adam Ochsenschwanz, Baßbuffo / Evelyne, Sopran / Gaston, Tenor / Prof. Himmelhuber, Bariton / Anna Maria Himmelhuber, Mezzosopran / 2 kleinere Partien, 2 stumme Rollen
Instrumentierungsdetails:
2·2·2·2 - 0·2·2·0 - Pk., Schl.(4) - Klav - Bj - Str.
Scenery:
1
Anmerkungen:
Studienpartitur erhältlich bei Musikproduktion Höflich: www.musikmph.de
Dauer:
25’
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Hörbeispiele

Schwergewicht oder Die Ehre der Nation
00:00

Die gesamte Ansichtspartitur (PDF-Vorschau)

Werkeinführung

Als Reaktion auf die Äußerungen des damaligen deutschen Botschafters in den USA, der bei einem Besuch des deutschen Schwergewichtsboxers Max Schmeling geäußert hatte, dass Spitzensportler mehr für den guten Ruf Deutschlands getan hätten als sämtliche Künstler und Gelehrte, komponierte Ernst Krenek zwischen März und September 1927 seine burleske Operette Schwergewicht oder Die Ehre der Nation. Diese gilt als letzter Teil der heute oft als Opern-Trilogie aufgeführten Einakter Der Diktator, Das geheime Königreich und Schwergewicht. Krenek nutzte für seine Musik bekannte Rhythmen aus dem Bereich des modernen Gesellschaftstanzes wie Blues, Valse, Tango Milonga und Foxtrott, die die Schlageratmosphäre aus Jonny spielt auf wieder aufleben lassen.

Die Oper spielt in der Gegenwart, im Trainingsraum des Meisterboxers Adam Ochsenschwanz. Dessen Frau Evelyne bereitet sich dort mit dem Tanzmeister Gaston auf den Weltrekord im Dauertanzen vor. Hinter ihren Übungstreffen verbirgt sich jedoch eine Affäre der beiden. Ochsenschwanz ertappt sie beim heimlichen Kuss, verliert die Beherrschung und demoliert seinen Trainingsapparat. Gaston türmt, während der Meisterboxer Evelyne in einem Zimmer einsperrt. Gaston befreit sie schließlich und setzt den Trainingsapparat so unter Strom, dass der Boxer unaufhörlich an der laufenden Maschine arbeiten muss. Gemeinsam können die Liebenden so fliehen. Als nächstes betritt ein Regierungsrat die Bühne und ernennt Ochsenschwanz als einen der Teilnehmer für die nächste Olympiade, als „Ehre der Nation“. Seine Bitte, den Apparat abzustellen, schlägt der Regierungsrat ab, sodass keine Minute seines kostbaren Trainings verloren gehe. So bleibt Ochsenschwanz allein und weiter trainierend an seiner Maschine zurück.

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Pressestimmen

Mit dem gleichen Instinkt für die Forderung des modernen Theaters und des modernen Publikums, der sich schon in Kreneks „Jonny” bekundet und der dieses Stück zum größten Opernerfolg unserer Zeit werden lieg, sind auch diese drei Einakter gearbeitet. (Leipziger Neueste Nachrichten, A. Aber)

… ein ungemein reizvolles Triptychon … zweifellos genial gemacht. (Deutsche Allgemeine Zeitung, W. Schrenk)

Krenek hat sich neuerdings als einer der stärksten Komponisten der jungen Generation erwiesen. (Berliner Börsen-Zeitung)

… verblüffend starke Musik … die das Problem der neuen Oper fast überraschend löst … Alle drei Werke sind von reifster Klarheit der Form und des Ausdrucks. Die Aufnahme durch das Publikum steigerte sich von Werk zu Werk. (Berliner Montagspost)

… echtes Genie schlechthin. (Hamburger 8 Uhr-Blatt)

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