Franz Schreker: Der Schatzgräber (Bearbeiter: Werner Steinmetz)

Franz Schreker Der Schatzgräber
Der Schatzgräber

Franz Schreker: Der Schatzgräber (Bearbeiter: Werner Steinmetz)

Kompositionsjahr:
1915-1918
Untertitel:
Oper in 1 Vorspiel, 4 Aufzügen und 1 Nachspiel
Version:
reduzierte Fassung
Komponist:
Franz Schreker
Bearbeiter:
Werner Steinmetz (2013)
Librettist:
Franz Schreker
Instrumentierung:
1 1 1 1 - 1 1 1 0 - Schl(2), Hf, Cel, Harm, Klav, Vl, Vl, Vl, Vl, Va(2), Vc(3), Kb
Instrumentierungsdetails:
Flöte
Oboe
Klarinette in B (+Kl(A))
Fagott
Horn in F
Trompete in C
Posaune
Schlagzeug(2)
Harfe
Celesta
Harmonium
Klavier
1. Violine
2. Violine
3. Violine
4. Violine
1. Viola
2. Viola
1. Violoncello
2. Violoncello
3. Violoncello
Kontrabass
Dauer:
145’
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Die gesamte Ansichtspartitur (PDF-Vorschau)

Werkeinführung

Der Schatzgräber galt als eine der meistgespielten Opern der Weimarer Republik und bescherte Schreker den größten Bühnenerfolg überhaupt. Zwischen 1920, dem Uraufführungsjahr, und 1932 sind 385 Vorstellungen in 50 verschiedenen Städten nachgewiesen. Durch den Nationalsozialismus als „entartet“ gebrandmarkt, geriet die Oper in Vergessenheit und erlebte erst gegen Ende des 20. Jahrhunderts eine Renaissance. Schreker verfasste das Libretto selbst, angeregt durch die Begegnung mit einem jungen Mädchen, das ihm Volkslieder und Balladen zur Lautenbegleitung vortrug. Der große Bühnenerfolg wurde sicherlich durch die Märchenhaftigkeit der Dichtung hervorgerufen, vor allem aber ist er musikalisch begründet: Ohne je trivial zu sein, ist Schrekers Musik zum Schatzgräber schlichter, harmonisch einfacher als die seiner früheren Opern(?). Keine andere seiner Opern erreichte dieses Maß an Volkstümlichkeit. Die vergleichsweise transparente Orchestersprache und die vollständig tonale, aber immer noch chromatische Harmonik versöhnten selbst die konservativsten Geister, die von der klanglichen Üppigkeit seiner anderen Opern überfordert waren.

Die Geschichte der Oper spielt im Märchen-Mittelalter und erzählt von einer kränkelnden Königin, deren Schmuck verschwand, der ihr Schönheit und Fruchtbarkeit verleiht. Auf Rat seines Narren setzt der besorgte König den fahrenden Sänger Elis als Sonderermittler ein, dessen Wunderlaute verborgene Schätze aufzuspüren vermag. In einem Wirtshaus begegne sich Elis und Els. Els, eine Schreker-typische Femme fatale, wird von ihrem Vater verkuppelt, doch sie graut sich vor ihrem Bräutigam und lässt ihn am Polterabend von ihrem Knecht Albi ermorden. Zuvor aber soll er ihr als Brautgeschenk den Schmuck der Königin besorgen. Elis schenkt Els eine Smaragdkette, die er im Wald gefunden hat. Beide verlieben sich ineinander. Als der Mord an Els‘ Bräutigam entdeckt wird, verdächtigt man Elis. Seiner Hinrichtung entgeht er nur, weil der König seiner Hilfe bedarf, um den Schmuck der Königin wieder zu finden. Elis ahnt nicht, dass dies jener Schmuck ist, den er Els geschenkt hat. Um zu verhindern, dass Elis den Schatz der Königin bei ihr findet, lässt Els ihm von Albi seine Wunderlaute stehlen. Nach einer rauschenden Liebesnacht übergibt sie Elis den Schmuck unter der Bedingung, dass er sie nie nach dessen Herkunft frage. Während Elis am Königshof gefeiert wird, gesteht Albi, Els‘ Freier ermordet und die Laute gestohlen zu haben. Els soll getötet werden, doch der Narr erinnert den König an sein Versprechen. Er wählt Els zu Frau. Als sie im Sterben liegt, holt der Narr Elis, der für sie ein letztes Lied singt. Sie stirbt in seinen Armen.

Der Komponist Werner Steinmetz hat im Auftrag von EntArteOpera eine reduzierte Fassung der Oper erarbeitet. Die Oper wurde dabei auf die Besetzung der Kammersymphonie von Schreker (23 Soloinstrumente) reduziert. Die Uraufführung war am 12. September 2013 in der Tabakfabrik in Linz.

Sonderausgaben

Der Schatzgräber

Franz Schreker: Der Schatzgräber

Studienpartitur
, 145’
Besetzung: 1 1 1 1 - 1 1 1 0 - Schl(2), Hf, Cel, Harm, Klav, Vl, Vl, Vl, Vl, Va(2), Vc(3), Kb

Uraufführung

Ort:
Linz
Datum:
12.09.2013
Orchester:
Israel Chamber Orchestra
Dirigent:
Martin Sieghart

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