Franz Schreker: Der Wind

Franz Schreker Der Wind
Der Wind

Franz Schreker: Der Wind

Kompositionsjahr:
1909
Untertitel:
Nach einer Dichtung von Grete Wiesenthal
Instrumentierung:
für Violine, Klarinette, Horn, Violoncello und Klavier
Komponist:
Franz Schreker
Vorwort:
Christopher Hailey
Sujet:
Grete Wiesenthal
Instrumentierungsdetails:
Violine
Klarinette in A
Horn in F
Violoncello
Klavier
Dauer:
11’
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Hörbeispiele

Der Wind
00:00

Werkeinführung

Der Auftrag der Maler der Wiener „Kunstschau“, die Musik für eine Pantomime nach Oscar Wildes Der Geburtstag der Infantin zu komponieren, brachte für Franz Schreker 1908 einen Aufschwung inmitten seiner „Elendsjahre“. Die Schwestern Elsa und Grete Wiesenthal, die zum tänzerischen Gelingen des Gesamtkunstwerkes beitrugen, animierten Schreker zu weiteren Tanzkompositionen. Nach einem szenischen Vorwurf von Grete Wiesenthal entstand1908/09 Der Wind für Violine, Klarinette, Horn, Violoncello und Klavier. Das Stück wurde von Schreker, weil es nicht zur Aufführung kam, beiseitegelegt und erst 1958 vom Österreichischen Musikforscher Gösta Neuwirth im Keller der Wiener Universal Edition wieder entdeckt. Neuwirth erstellte eine Ausgabe in Stimmen und Partitur. Im Kammerkonzert des RSO Berlin am 14.4.1980 kam Der Wind dann zu seiner späteren Uraufführung. Die Komposition ist auch ein Dokument der Auseinandersetzung mit Schönberg, mit dem Schreker zu dieser Zeit intensiven Kontakt hatte. Schreker verlangt vom Pianisten, er solle die Klaviertasten „stumm niederdrücken“. Diese Anweisung findet sich in Schönbergs Lied Am Strande aus dem Jahre 1909. Wer die Vortragsbezeichnung „erfunden“ hat, ist unklar, jedenfalls taucht sie etwa zur gleichen Zeit bei beiden Komponisten auf. Im Wind findet sich außerdem die für Schreker charakteristische Technik der Montage.

Helge Grünewald

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Uraufführung

Ort:
Wien
Datum:
02.03.1909
Orchester:
Ensemble des Raimundtheaters
Dirigent:
Ernst Hauke

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