Franz Schreker: Vom ewigen Leben (Bearbeiter: Gösta Neuwirth)

Franz Schreker Vom ewigen Leben
Vom ewigen Leben

Franz Schreker: Vom ewigen Leben (Bearbeiter: Gösta Neuwirth)

Kompositionsjahr:
1923/1927
Instrumentierung:
für Sopran und Kammerorchester
Komponist:
Franz Schreker
Bearbeiter:
Gösta Neuwirth (1976)
Textdichter:
Walt Whitman
Solisten:
Sopran
Instrumentierung:
1 1 1 1 - 1 1 1 0 - Pk, Schl(4), Hf, Cel, Klav, Sax, Str(1 1 1 1 1)
Instrumentierungsdetails:
Flöte (+Picc)
Oboe (+Eh)
Klarinette in B (+Kl(A)
Bkl(B))
Sopransaxophon in B (+Asax(Es)
Tsax(B)
Bkl(B))
Fagott
Horn in F
Trompete in C
Posaune
Pauken
Schlagzeug(4)
Harfe
Celesta
Klavier/Harmonium (1 Spieler)
1. Violine
2. Violine
Viola
Violoncello
Kontrabass
Inhaltsverzeichnis:
: Wurzeln und Halme sind dies nur
: Das Gras
Dauer:
20’
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Die gesamte Ansichtspartitur (PDF-Vorschau)

Werkeinführung

Schrekers letzte Lieder waren zwei „lyrische Gesänge" auf Texte von Walt Whitman aus dem Gedichtband „Grashalme". Die Whitman-Lieder sind in jeder Hinsicht außergewöhnliche Werke, die gemeinsam betrachtet - wie es sein muß - viel eher an eine lyrische Kantate erinnern als an herkömmliche Lieder (Liedformen). Vielleicht war sich Schreker dieser Tatsache bewusst, denn er vermied die Gattungsbezeichnung in seiner Orchesterfassung von 1929 und nannte das Werk einfach Vom ewigen Leben. Dieses Werk stammt aus einer Welt, die weit von Schrekers früheren Liedern und Opern entfernt ist. Stilistisch vielleicht am ehesten mit Carlottas ekstatischen Monologen in Die Gezeichneten vergleichbar, sind die Whitman-Lieder bemerkenswert wegen ihrer außerordentlich geschmeidigen Stimmführung, dem subtilen Ineinandergreifen der melodischen Linien von Stimme und Begleitung und der meisterhaften Gestaltung des ganzen Werkes wie auch Schrekers kluger Texteinrichtung der 1922 entstandenen eleganten Übersetzung der Whitman-Verse durch Hans Reisinger.

Obwohl Schreker sonst eher dissonante „atonale" Musik zu schreiben pflegte, weist kein anderes seiner Werke überzeugender über die spätromantische Chromatik hinaus in die Richtung einer neuen, formal abweichenden Harmonik. Die Whitman-Lieder, ein einsames Wunder ohne Vorläufer oder Nachfolger in Schrekers Werk, gehören zu den erlesensten lyrischen Schöpfungen des 20. Jahrhunderts und stellen einen strahlenden Höhepunkt in Schrekers reichem Vokalschaffen dar.

Pressestimmen

Zur Uraufführung:

... eine am besten als Solokantate zu bezeichnende neue Form des Orchesterliedes, die sich durch größte Plastik der musikalischen Deklamation der Singstimme ebenso auszeichnet wie durch klangsatte und dabei niemals dickflüssige Orchesterbehandlung. Ein Werk, wie es nur ein Meister schreiben konnte.

Leipziger Neueste Nachrichten

... eine aparte Raffiniertheit der sinnlichen Klangvorstellungen, die ein unbegrenzter Könner der Instrumentierung aus dem Orchester zaubert.

Leipziger Volkszeitung

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